Donnerstag, 26. April 2018

Stadtwerke Mainz:
Investitionen in die Wasserkraft


[25.1.2016] Die Stadtwerke Mainz übernehmen über ihr Tochterunternehmen enaqua zehn Wasserkraftanlagen von RWE Innogy. Außerdem treiben sie ihre Zukunftsprojekte Geothermie und Pumpspeicher weiter voran.

Das Unternehmen enaqua, eine hundertprozentige Tochter der Stadtwerke Mainz, hat jetzt mit RWE Innogy den Kauf von zehn Wasserkraftanlagen vereinbart. Die EEG-geförderten Kleinwasserkraftwerke liegen größtenteils an der oberen Ruhr und an benachbarten Flüssen in Nordrhein-Westfalen; eine Anlage befindet sich in Rheinland-Pfalz an der Sieg. Wie die Stadtwerke-Gruppe mitteilt, produzieren alle Anlagen zusammen 14 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr mit dem rein rechnerisch 3.500 Vier-Personen-Haushalte versorgt werden können. Damit weite enaqua ihren Anlagenbestand erheblich aus. Bislang verfüge das Unternehmen lediglich über eine Wasserkraftanlage in Plettenburg an der Leine und die Wasserkraftanlage Wiesenburg an der Mulde in Sachsen. Beide Anlagen zusammen sollen etwa vier Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen. Die jetzt erworbenen Anlagen seien zwar schon einige Jahrzehnte alt, aber in einem ordentlichen Zustand. Dennoch werde man investieren, um den Anlagenbetrieb zu automatisieren und zu verbessern. Die Stadtwerke-Vorstände Detlev Höhne und Tobias Brosze erklären: „Wir sehen in der Wasserkraft aufgrund ihrer über das Jahr gesehenen hohen zeitlichen Verfügbarkeit ein interessantes und langfristig attraktives Geschäftsfeld.“ Insgesamt habe die Unternehmensgruppe Stadtwerke Mainz in den vergangenen zehn Jahren mehr als 300 Millionen Euro in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert. So betreibe man heute in Eigenverantwortung oder über Beteiligungen rund 200 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von über 100 Megawatt (MW) und mehr als 85 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 170 MW. Die in der Unternehmensgruppe direkt oder über Beteiligungen erzeugte Strommenge aus erneuerbaren Energien habe im Jahr 2015 mehr als 330 Millionen Kilowattstunden betragen. Dies entspricht laut Angaben des Unternehmens dem Jahresverbrauch von 82.500 Vier-Personen-Haushalten. Zudem treibe man in Groß-Gerau den Bau von Hessens erstem Geothermiekraftwerk voran und betreibe im Energiepark Mainz gemeinsam mit den Partnern Linde Group und Siemens eine Elektrolyseanlage, die umweltfreundlich erzeugten Strom in Wasserstoff umwandle. Außerdem planen die Stadtwerke Mainz bei Niederheimbach und Trechtingshausen am Rhein ein Pumpspeicherwerk mit zwei Becken und einer Leistung zwischen 280 bis 320 MW. (me)

www.stadtwerke-mainz.de

Stichwörter: Wasserkraft, Stadtwerke Mainz, RWE Innogy, Kleine Wasserkraft, Ruhr



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Wasserkraft

Power to Gas: Wasserkraft für Wasserstoff
[28.3.2018] Das Regierungspräsidium Freiburg hat die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für eine Power-to-Gas-Anlage in Grenzach-Wyhlen genehmigt. Die Anlage hat eine elektrische Anschlussleistung von einem Megawatt. mehr...
Wasserkraftwerk liefert Strom für Power-to-Gas-Anlage.
Mark-E / STAWAG: Pumpspeicher kann weiterlaufen
[26.3.2018] Das Pumpspeicherkraftwerk Rönkhausen wird für 25 Millionen Euro saniert, auch die Speicherkapazität wird erhöht. Möglich macht dies eine Kooperation zwischen dem bisherigen Eigentümer Mark-E und den Stadtwerken Aachen. mehr...
Stadtwerke Bochum/Gelsenwasser: Strom statt Trinkwasser
[24.1.2018] Ein Trinkwasserwerk im Bochumer Stadtteil Stiepel wurde zum reinen Wasserkraftwerk umgebaut. Die Anlage, die rund 5,4 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt, wurde zudem mit einer aufwendigen Fischtreppe ausgestattet. mehr...
Dirk Waider (r.), Vorstand von Gelsenwasser, und Frank Thiel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum, nehmen das modernisierte Wasserkraftwerk in Betrieb.
Pumpspeicherkraftwerk: Mark-E saniert mit STAWAG
[24.1.2018] Für die notwendige Sanierung eines Pumpspeicherkraftwerks hat Mark-E eine Partnerschaft mit den Stadtwerken Aachen (STAWAG) geschlossen. mehr...
Das Pumpspeicherkraftwerk von Mark-E in Finnentrop-Rönkhausen soll für 25 Millionen Euro saniert werden.
RENEXPO Interhydro: Verbände wollen Druck machen
[28.11.2017] Die Bedeutung der Wasserkraft für Europa soll stärker herausgestellt werden. Dazu treffen sich europäische Wasserkraft-Verbände auf der Fachmesse RENEXPO Interhydro in Salzburg. mehr...
Wasserkraftwerk Eglisau in der Schweiz: Verbände wollen die Bedeutung der Wasserkraft für Europa stärker herausstellen.

Suchen...

Aktuelle Meldungen