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Freitag, 23. Februar 2018

Jahresbilanz SWM:
Keine Gewinnausschüttung


[20.4.2016] Hohe Verluste hatten die Stadtwerke München schon im Dezember 2015 angekündigt. Der jetzt vorliegende Jahresabschluss weist ein Minus von 539 Millionen Euro aus. Die gewohnte Gewinnausschüttung an den städtischen Haushalt entfällt.

Die Stadtwerke München verbuchen für das Geschäftsjahr 2015 ein Minus von 539 Millionen Euro. Wie bereits Anfang Dezember gemeldet (wir berichteten), schließen die Stadtwerke München (SWM) das Geschäftsjahr 2015 negativ ab, die übliche Gewinnausschüttung von 100 Millionen Euro an den städtischen Haushalt wird nicht ausgezahlt. Außergewöhnliche Sonderbelastungen aufgrund der Entwicklung auf den Energiemärkten haben zu bilanziellen Wertberichtigungen und schließlich zu einem Konzernergebnis nach Steuern von minus 539 Millionen Euro geführt, melden die Stadtwerke. Der Umsatz und das operative Ergebnis seien hingegen gestiegen. Während der Umsatz von 6,1 Milliarden Euro im Jahr 2014 auf 6,6 Milliarden Euro im Berichtszeitraum 2015 erhöht werden konnte, ist das EBIT um knapp 30 Prozent auf 472 Millionen Euro angestiegen (2014: 366 Millionen Euro). Als Grund für diese Entwicklung nennen die Stadtwerke einige positive Sondereffekte sowie die erneuerbaren Energien. So hätten im Berichtsjahr allein drei Offshore-Windparks mit SWM-Beteiligung fertig gestellt werden können. Auch das interne Ergebnisverbesserungsprogramm habe sich positiv auf das operative Ergebnis ausgewirkt. Negativ hätten hingegen Wertberichtigungen in dreistelliger Millionenhöhe auf Anlagen zur Stromerzeugung und Gasgewinnung gewirkt. Außerdem habe das Unternehmen aufgrund des derzeit niedrigen Zinsniveaus die Rückstellungen für das Atomkraftwerk Isar II erhöhen müssen. Auch für die nächsten Jahre sei mit einem weiterhin schwierigen Marktumfeld, das heißt rückläufigen Margen im klassischen Kerngeschäft und einem enormen Kapitalbedarf für Zukunftsinvestitionen, zu rechnen. (me)

www.swm.de

Stichwörter: Unternehmen, Stadtwerke München (SWM)

Bildquelle: Stefan Obermeier

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