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Samstag, 24. Februar 2018

Bioabfälle:
Methanemissionen bei Vergärung gering


[9.2.2017] Die Methanemissionen von Bioabfallbehandlungsanlagen sind gering. Das ist das Ergebnis einer zweijährigen Forschungsarbeit der Universität Stuttgart.

Ein Radlader setzt Kompost um. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat jetzt einen Bericht zur Klimarelevanz von Bioabfallbehandlungsanlagen veröffentlicht. Erarbeitet wurde dieser im Auftrag des Ministeriums vom Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft (ISWA) der Universität Stuttgart. Im Rahmen eines zweijährigen Projekts hat das Institut mit einem neuartigen Messverfahren untersucht, in welchem Umfang klimarelevante Gase von Kompostierungs- und Vergärungsanlagen in die Umwelt gelangen.
Das Ergebnis gab jetzt Umweltminister Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen) bekannt: „Die klimarelevanten Emissionen der untersuchten Bioabfallbehandlungsanlagen liegen deutlich unter den Richtwerten des Weltklimarats. Sie entsprechen nur einem äußerst geringen Bruchteil der aus der Rinderhaltung stammenden Methanemissionen.“
Die von Umweltverbänden vorgetragenen Befürchtungen, Bioabfallverwertungsanlagen würden sich ungünstig auf das Klima auswirken, seien von daher unbegründet. Gleichzeitig betonte der Minister, den Bau neuer Vergärungsanlagen im Land vorantreiben zu wollen. (me)

Endbericht (PDF; 2MB) (Deep Link)
um.baden-wuerttemberg.de
www.iswa.uni-stuttgart.de

Stichwörter: Bioenergie, Umweltministerium Baden-Württemberg, Franz Untersteller, Universität Stuttgart

Bildquelle: Tim Hermann / UBA

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