Montag, 21. August 2017

Studie:
Sektorenkopplung durch Wasserstoff


[21.3.2017] Die Firma GP Joule hat jetzt eine Machbarkeitsstudie zur Nutzung von Windstrom in Wasserstoffbussen an den schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Torsten Albig übergeben.

Nach Erhalt der Studie geht es für Torsten Albig mit dem Brennstoffzellenbus vom Hauptsitz von GP JOULE in Reußenköge zur Messe New Energy nach Husum. Ove Petersen, Gründer und Geschäftsführer der Firma GP JOULE, hat jetzt eine Machbarkeitsstudie zum Verbundvorhaben Akzeptanz durch Wertschöpfung - Wasserstoff als Bindeglied zur Kopplung des Wärme-, Strom-, Industrie- und Verkehrssektors an den Schleswig-Holsteinischen Ministerpräsidenten Torsten Albig (SPD) übergeben. Ein zentrales Ergebnis der Studie: Die Verbindung von Strom-, Wärme- und Mobilität aus überschüssigen erneuerbaren Energien schafft klimafreundliche Wertschöpfung und trägt zur Akzeptanz des Ausbaus mit erneuerbaren Energien in der Bevölkerung bei.
Nach Angaben von GP JOULE zeigt die Untersuchung außerdem auf, wie das hohe Aufkommen an überschüssigem Strom aus erneuerbaren Energien in Schleswig-Holstein durch Power-to-Gas-Technologie regional nutzbar gemacht werden kann. Das Konzept hinter dem Vorhaben: Fünf in Nordfriesland installierte PEM-Elektrolyseure wandeln Erneuerbare-Energien-Strom (EE-Strom) in Wasserstoff um. Die dabei anfallende Wärme wird in vorhandene Nahwärmenetze eingespeist und trägt so zur Wärmewende bei. Der Wasserstoff wird gespeichert und anschließend über zwei Wasserstoff-Tankstellen in Husum und Niebüll an zwei Brennstoffzellenbusse abgegeben, die im regulären Öffentlichen Nahverkehr auf Linienstrecken unterwegs sind.
Ove Petersen erläutert: „Unser Verbundvorhaben beweist, dass Wasserstoff aus erneuerbaren Energien zu wettbewerbsfähigen Kosten erzeugt und als CO2-freier Kraftstoff für den Mobilitätssektor angewendet werden kann. Weder aus technischer, genehmigungsrechtlicher oder wirtschaftlicher Perspektive gibt es für das Verbundvorhaben signifikante Hürden.“ Dabei sollen Busse langfristig nicht die einzigen Abnehmer von Wasserstoff bleiben, vielmehr sollen die heute schon verfügbaren Wasserstoffautos als Kunden hinzukommen. „Zukünftig sehen wir Absatzmärkte im Schienen-, Schiffs- und Güterverkehr und mein Traum ist weiterhin, irgendwann mit dem Wasserstoffschlepper über den Acker zu fahren“, so Petersen.
Die Machbarkeitsstudie wurde von der Stiftung Umweltenergierecht (SUER), dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI), dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE), der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW), dem Bündnis Bürgerenergie (BBEn) und dem Zentrum für nachhaltige Energiesysteme (ZNES) in Flensburg durchgeführt. (me)

www.gp-joule.de

Stichwörter: Energiespeicher, GP JOULE, Power to Gas

Bildquelle: GP JOULE GmbH

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Energiespeicher

WEMAG: Batteriespeicher schafft Schwarzstart
[16.8.2017] Die erste Phase einer Schwarzstarttestreihe hat das WEMAG-Batteriekraftwerk in Schwerin-Lankow erfolgreich abgeschlossen. Perspektivisch wollen die Projektpartner das Schwarzstartkonzept schon bald zur Marktreife bringen. mehr...
Freuen sich im Batteriespeicher über den Erfolg der Phase 1:
Power-to-Gas: Wirkungsgrad von bis zu 77 Prozent
[9.8.2017] 13 Partner der Thüga-Gruppe haben in den vergangenen fünf Jahren die Power-to-Gas-Technologie auf dem Mainova-Gelände in Frankfurt am Main erforscht. Das Ergebnis: die Demonstrationsanlage erzielte einen Wirkungsgrad von bis zu 77 Prozent. mehr...
Einspeiseeinheit der Power-to-Gas-Anlage in Frankfurt am Main.
Chemnitz: Größter Batteriespeicher Sachsens
[4.8.2017] Das Unternehmen eins und die Stadtwerkekooperation Thüga haben in Chemnitz Sachsens größten Batteriespeicher in Betrieb genommen. Das Kraftwerk stellt zehn Megawatt Primärregelleistung bereit. mehr...
Der Gebäudeintegrierte Batteriespeicher in Chemnitz stellt 10 MW Regelleistung bereit.
Tesvolt: Speicherkonfigurator ist online
[27.7.2017] Auf der Website von Tesvolt können die Kunden jetzt die optimale Konfiguration für einen Stromspeicher zur Kappung von Lastspitzen ermitteln. mehr...
Hochvolt-Lithiumspeichersystem von Tesvolt.
Stadtwerke Heidelberg: Meilenstein für den Klimaschutz
[19.7.2017] Mit einem Energiespeicher wollen die Stadtwerke Heidelberg den Anteil erneuerbarer Energien bei der Wärmeversorgung weiter erhöhen. Mit einem symbolischen Spatenstich geht das Projekt jetzt in die Bauphase. mehr...

Suchen...

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Energiespeicher:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen