Donnerstag, 19. April 2018
Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Fernwärme > Windstrom besser nutzen

VSHEW:
Windstrom besser nutzen


[28.9.2017] Auf dem zweiten Nahwärmeforum in Neumünster forderte der Verband der Schleswig-Holsteinischen Energie- und Wasserwirtschaft eine bessere politische Verzahnung der Sektoren. Nur so müsse Windstrom nicht länger abgeregelt, sondern könne stattdessen in der Wärmeversorgung genutzt werden.

Der Ausbau der Wärmenetze in Schleswig-Holstein könnte einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, den überschüssigen Windstrom für die Energieversorgung zu nutzen. „Derzeit wird hingegen Windstrom in erheblichem Umfang in Schleswig-Holstein abgeregelt und werden die Windmüller dafür entschädigt, statt die Energie sinnvoll für die Energieversorgung unserer Bürger zu nutzen“, kritisierte Helge Spehr, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Schleswig-Holsteinischen Energie- und Wasserwirtschaft (VSHEW) auf dem zweiten Nahwärmeforum des VSHEW (25. September 2017, Neumünster).
Die Technologie sei marktreif, lasse sich aber aufgrund der politischen Rahmenbedingungen noch nicht wirtschaftlich einsetzen, fuhr Spehr fort. Um dies zu ändern, müsse der Windstrom zunächst von steuerlichen Abgaben und Umlagen entlastet werden. Außerdem müssten die Fernwärmenetze für die Versorgung von Haushalten und Unternehmen ausgebaut werden.
Auch Schleswig-Holsteins Energiewendestaatssekretär Tobias Goldschmidt sieht Reformbedarf: „Die Energiewende ist ein gewaltiges Transformationsprojekt. Die gewachsenen Strukturen bei den staatlich verursachten Preisbestandteilen bei der Energie passen nicht mehr und behindern Innovationen. Sie gehören auf den Prüfstand.“ Vielmehr müsse die neue Bundesregierung das Energiesystem dahingehend reformieren, dass es fließende Übergänge vom Strom- in den Wärme- und Mobilitätssektor und umgekehrt gebe.
Die Landesregierung von Schleswig-Holstein setze bei der Erreichung ihrer Energiewende- und Klimaziele insbesondere auf den Ausbau kommunaler Wärmenetze. Denn Nah- und Fernwärme seien besonders effizient. Außerdem könne die Wärmeerzeugung sowohl in Gaskraftwerken als auch in Biomasse- oder Solarthermieanlagen erfolgen. (me)

www.vshew.de

Stichwörter: Fernwärme, Windenergie. VSHEW



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Fernwärme

MVV Energie: Spatenstich für Fernwärmeleitung
[23.3.2018] Das MVV-Heizkraftwerk auf der Friesenheimer Insel wird an das Fernwärmenetz des Energieunternehmens angebunden. Jetzt startet der Bau der knapp drei Kilometer langen neuen Fernwärmeleitung. mehr...
Spatenstich für den Bau der knapp drei Kilometer langen neuen Fernwärmeleitung von MVV-Energie.
Stadtwerke Düsseldorf: Fernwärme für den Flughafen
[17.1.2018] Der Kraftwerkblock Fortuna der Stadtwerke Düsseldorf liefert bald auch Fernwärme für den Flughafen der Rheinmetropole. mehr...
Fernwärmespeicher der Stadtwerke Düsseldorf.
Hannover: Grüne Fernwärme kommt
[11.1.2018] In Hannover ist der Startschuss für eine Wärmewende gefallen. Die Stadtwerke Hannover (enercity) binden ab 2019/2020 eine Müllverbrennungsanlage in das Fernwärmenetz ein. mehr...
Die thermische Abfallverwertungsanlage von Energy from Waste im Hannoveraner Stadtteil Lahe liefert künftig grüne Wärme für das Fernwärmenetz von enercity.
Hamburg: Fernwärme aus Müll und Bioabfall
[9.1.2018] In Hamburg soll künftig eine bundesweit einmalige Abfallverwertungsanlage eine zentrale Rolle bei der Versorgung der Hamburger Haushalte mit klimaneutral produzierter Fernwärme spielen. mehr...
Erlangen: Uni am Fernwärmenetz
[19.12.2017] Die Friedrich-Alexander-Universität hat ihre mehr als 40 Jahre alte Heizzentrale stillgelegt und setzt jetzt auf Fernwärme der Erlanger Stadtwerke. mehr...

Suchen...

Aktuelle Meldungen