Sonntag, 18. Februar 2018

Planungstool:
Software erkennt Ausbaubedarf


[14.2.2018] Das Energieunternehmen innogy hat eine Software entwickelt, mit der Verteilnetzbetreiber den regionalen Ausbaubedarf für E-Auto-Ladestationen prognostizieren können.

Der Versorger ELE ist erster Referenzkunde für das Planungstool für Ladestationen von innogy. E-Mobilität stellt die Verteilnetzbetreiber vor eine Herausforderung, weil sie die Netze für den wachsenden Ladebedarf von E-Autos ertüchtigen müssen. Eine Software von innogy soll nun fundierte Prognosen darüber ermöglichen, wo die Notwendigkeit besteht, die Netze entsprechend auszubauen. Wie die RWE-Tochter mitteilt, verknüpft die Software die Daten des Energieunternehmens mit soziodemografischen Daten wie Alter, Kaufkraft oder Technikaffinität. Als Ergebnis entstünden regionale Prognosen darüber, wie sich die Anzahl an Ladepunkten für E-Mobile kurz- bis mittelfristig entwickeln wird.
Hildegard Müller, Vorstand Netz & Infrastruktur bei innogy, erklärt: „Mittelfristig stellt die wachsende Zahl an E-Autos eine enorme Herausforderung für die Stromnetze dar. Um dieser Herausforderung zu begegnen, müssen die Netze intelligenter und auch kosteneffizient ausgebaut werden.“ Für einen zielgerichteten Netzausbau liefere die Software-Lösung von innogy nun eine deutlich verbesserte Datenbasis.
Nach Angaben von innogy fließen die Daten des Software-Tools bereits in die Ausbauplanung des Tochterunternehmens Westnetz ein. Der Versorger ELE (Emscher Lippe Energie), zuständig für die Städte Bottrop, Gelsenkirchen und Gladbeck, sei als erster Referenzkunde gewonnen worden. ELE-Geschäftsführer Ulrich Köllmann sagt: „Die Planung des Netzausbaus ist ein langfristiges Geschäft, bei dem eine möglichst gute Datenbasis ganz besonders wichtig ist. Durch sehr detaillierte lokale Prognosen bietet uns das Werkzeug von innogy gute Möglichkeiten, das Netz in unserer Region dort zu ertüchtigen, wo wir zusätzlichen Bedarf erkennen.“ So werde es möglich, zielgerichteter und kosteneffizienter in Leitungen, Trafo-Stationen oder die intelligente Kommunikation des Netzes zu investieren. (al)

www.innogy.com
www.ele.de

Stichwörter: Elektromobilität, innogy, ELE

Bildquelle: innogy SE

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Elektromobilität

ZSW: Zapfsäule der Zukunft
[16.2.2018] In einem Forschungsvorhaben entwickelt das ZSW eine Multienergiezapfsäule, die neben Strom und Wasserstoff auch Methan liefern soll. mehr...
EWE : Mobilitätsgesellschaft WAYDO gegründet
[16.2.2018] Das Geschäftsfeld Mobilität will der Energieversorger EWE auf eigene Beine stellen und hat dazu das Unternehmen WAYDO gegründet. mehr...
TÜV Süd: Sichere Schnellladesäulen
[15.2.2018] Rund 70 EnBW-Schnellladestationen an Autobahnraststätten wurden von TÜV Süd geprüft und freigegeben. mehr...
EnBW-Schnellladestation an Autobahnraststätte: Vom TÜV geprüft und freigegeben.
smartlab: Offensive für Elektromobilität
[12.2.2018] Das Unternehmen smartlab, Betreiber des Verbunds ladenetz.de, startet eine große Produktoffensive und will damit auf die schnelle Entwicklung im Markt der Elektromobilität reagieren. mehr...
Schleswig-Holstein: Masterarbeit zu E-Carsharing
[7.2.2018] Im Rahmen einer Masterarbeit in Schleswig-Holstein wurde herausgearbeitet, dass ein von Stadtwerken angebotenes E-Carsharing rentabel und umweltschonend ist. Mehrere kommunale Energieversorger prüfen nun die Überführung der Ergebnisse in die Praxis. mehr...
Master-Student Kay Haalck (2.v.r.) mit Roman Kaak (Geschäftsführer VSHEW) und den FHW-Professoren Reiner Schütt und Christian Buchmüller (v.l.).