Dienstag, 27. September 2022

Umfrage:
Bürger lehnen Sonnensteuer ab


[23.5.2014] Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid sind 73 Prozent der Deutschen gegen die geplante Abgabe auf Sonnenstrom für den Direktverbrauch. Kritische Stimmen mehren sich auch in der Politik und den Verbänden.

Drei von vier Deutschen (73 Prozent) lehnen die Pläne der Bundesregierung ab, Solarstrom zur Selbst- oder Mieterversorgung künftig finanziell zu belasten. Zu diesem Ergebnis gelangt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid, die der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) am 21. Mai 2014 in Berlin vorgestellt hat. „Die Bürger zeigen Gabriels Sonnensteuer die rote Karte. Sie wollen nicht, dass Klima-Engagement zukünftig bestraft wird“, kommentiert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, das Umfrageergebnis. Die Volksvertreter in Bundestag und Bundesrat dürften nicht zulassen, dass Klimaschützer künftig zur Kasse gebeten und gleichzeitig Großverbraucher von Kohlestrom großzügig entlastet werden. „Um ein Scheitern der Energiewende zu verhindern, muss die Sonnensteuer schnell wieder aus dem Gesetzesentwurf gestrichen werden“, so Körnig weiter.
In Politik und Gesellschaft formiert sich laut BSW-Solar inzwischen ein breiter Widerstand gegen die von der Bundesregierung geplante Erhebung. Zuletzt sprachen sich 29 Landesminister in den Ausschüssen für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft im Bundesrat mehrheitlich für eine Nachbesserung des Gesetzesentwurfs aus. Vergangene Woche (19. Mai 2014) appellierte ein Bündnis aus 14 Verbänden an die Politik, selbst genutzten oder für die lokale Direktversorgung von Mietern erzeugten Ökostrom finanziell nicht zu belasten (wir berichteten). Unter den zeichnenden Verbänden befanden sich der Verbraucherzentrale Bundesverband, der Deutsche Mieterbund und der Deutsche Bauernverband. Zudem haben Verbraucherschützer und Solarwirtschaft angekündigt, notfalls vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gegen die geplante Umlage auf selbst genutzten Ökostrom zu klagen (wir berichteten). (ma)

http://www.solarwirtschaft.de

Stichwörter: Politik, Photovoltaik, BSW-Solar



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik

Baden-Württemberg: Neues Klimaschutzgesetz vorgelegt
[26.9.2022] In Baden-Württemberg hat der Ministerrat jetzt die zweite Weiterentwicklung des landeseigenen Klimaschutzgesetzes beschlossen. Der Entwurf verschärft die Anstrengungen für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel. mehr...
Deutscher Städtetag: Existenz der Stadtwerke sichern
[21.9.2022] Der Deutsche Städtetag warnt wegen der Energiekrise vor existenzbedrohenden Risiken für Stadtwerke. Städtetagspräsident Markus Lewe sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Die wirtschaftliche Lage für die kommunalen Stadtwerke verschärft sich jeden Tag." mehr...
Markus Lewe, Präsident des Deutschen Städtetags: „Die wirtschaftliche Lage für die kommunalen Stadtwerke verschärft sich jeden Tag.“
KEA-BW: Energiekrisen-Lotse gestartet
[20.9.2022] Um die Kommunen bei den Herausforderungen der Energiekrise zu unterstützen, hat die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) jetzt die Website Energiekrisen-Lotse lanciert. Sie zeigt, wie sich Energieverbrauch und Kosten senken lassen. mehr...
BEE: EnSiG-Reform zur richtigen Zeit
[19.9.2022] Nach Einschätzung des BEE kommt die Reform des Energiesicherungsgesetzes zur richtigen Zeit. Der Bundestag müsse jedoch noch nachbessern. mehr...
EIB: Zehn Milliarden fürs Klima
[9.9.2022] Kommunen und öffentliche Unternehmen in Regionen, die am stärksten unter dem Übergang Europas zu einer klimaneutralen Wirtschaft leiden, können Kredite der Europäischen Investitionsbank (EIB) über zehn Milliarden Euro nutzen. Sie werden mit EU-Zuschüssen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro kombiniert. mehr...

Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 7/8 2022
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2022
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2022
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2022
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
IVU Informationssysteme GmbH
22846 Norderstedt
IVU Informationssysteme GmbH
prego services GmbH
66123 Saarbrücken
prego services GmbH
telent GmbH
71522 Backnang
telent GmbH
Uniper
40221 Düsseldorf
Uniper
VOLTARIS GmbH
67133 Maxdorf
VOLTARIS GmbH

Aktuelle Meldungen