Freitag, 24. Januar 2020

Bidingen:
Mit Windkraft gegen Schulden


[30.9.2014] Für die Gemeinde Bidingen lohnt sich der Betrieb eines Windrads: Rund 150.000 Euro pro Jahr fließen in den Haushalt und dienen dem Schuldenabbau.

Seit dem Frühsommer 2014 dreht sich in Bidingen (Kreis Ostallgäu) eines der ersten kommunalen Windräder in Bayern. Laut der Gemeinde lohnt die Investition. Bürgermeister Franz Martin rechnet vor: „Wir haben mit der gesamten Zuwegung und dem Anschluss insgesamt 4,7 Millionen Euro in das Windrad investiert. Nach den Abzügen durch Zinstilgung und Betriebskosten bleibt noch ein Reingewinn von etwa 150.000 Euro übrig, der dann direkt in den kommunalen Haushalt und den Schuldenabbau fließen kann.“ Der Bau der Anlage sei durchaus mit Herausforderungen verbunden gewesen. „Die bayerische Gemeindeordnung sieht den Betrieb einer Anlage zur Stromerzeugung nur in der Größenordnung vor, in der der Strom auch in der Gemeinde verbraucht wird“, erläutert Bürgermeister Martin. „Das Windrad mit einer Nennleistung von drei Megawatt und einer Höhe von 135 Metern erzeugt mehr Strom, als wir in Bidingen verbrauchen.“ Der Trick der Bidinger war denkbar einfach: Sie betreiben das Windrad nun zusammen mit ihrer Nachbargemeinde Ingenried aus Oberbayern. „Ingenried hat 25 Prozent Anteil an dem Windrad“, so Franz Martin. „Für Bidingen reichen 75 Prozent eines Windrads aus, um sich bilanziell vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien zu versorgen.“ (al)

http://www.bidingen.de

Stichwörter: Windenergie, Bidingen



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