Freitag, 19. August 2022
Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Politik > Weckruf an die Politik

BDEW-Umfrage:
Weckruf an die Politik


[14.1.2015] Eine aktuelle Umfrage des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigt: Konventionelle Stromerzeugung ist nicht mehr rentabel. Viele Stadtwerke kürzen deshalb die Dividenden.

BDEW-Umfrage: Die wirtschaftliche Situation der Stromversorger hat sich in den vergangenen zwei Jahren weiter verschlechtert. Die wirtschaftliche Situation der Stromversorger hat sich in den vergangenen zwei Jahren weiter verschlechtert. Vor allem Unternehmen mit eigener, konventioneller Stromerzeugung sind betroffen. Dies ergab eine aktuelle Online-Erhebung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) unter Geschäftsführern von Stadtwerken und regionalen sowie überregionalen Energieversorgern. Fast 70 Prozent der Unternehmen geben an, dass sich die eigene Stromerzeugung negativ oder sehr negativ auf das Geschäftsergebnis auswirkt. Auch die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist kaum noch rentabel. Fast ein Drittel der Befragten nennt die eigenen KWK-Anlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme unwirtschaftlich, über die Hälfte schreiben lediglich eine schwarze Null. Das hat Folgen: Laut der BDEW-Studie haben 53 Prozent der Unternehmen die Ausschüttung an die Anteilseigner gesenkt.
Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung: „Dieses aktuelle Stimmungsbild ist ein deutlicher Weckruf an die Politik.“ Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, kommentierte die Zahlen so: „Dieses aktuelle Stimmungsbild ist ein deutlicher Weckruf an die Politik.“ 2015 müsse wieder ein Jahr der Entscheidung für die Energiewende werden. Aktionspläne, Evaluierungsberichte und Absichtserklärungen seien nicht mehr ausreichend. Im neuen Jahr müssten ganz konkrete Gesetzesreformen und Regelungen zu den Themen Marktdesign, Kraft-Wärme-Kopplung, Anreizregulierung, Netzausbau, erneuerbare Energien, CO2-Einsparungen im Kraftwerksbereich und Energieeffizienz vorbereitet und verabschiedet werden. Müller: „Was wir brauchen, ist ein energiepolitischer Gesamtrahmen. Dieser muss nicht nur den Klimaschutz, sondern auch eine bezahlbare und weiterhin sichere Energieversorgung im Blick haben.“ Nach der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes brauche die Energiewirtschaft Klarheit über die kurz- und langfristigen Rahmenbedingungen für den deutschen Kraftwerkspark. Einen Trost hat die BDEW-Umfrage immerhin parat: Wenigstens die Stromerzeugung aus regenerativen Quellen lohnt sich noch. 34 Prozent der Unternehmen geben an, dass diese einen positiven Beitrag zum Geschäftsergebnis lieferte. (al)

BDEW-Umfrage zur wirtschaftlichen Lage der Energieversorger (PDF, 170 KB) (Deep Link)

Stichwörter: Politik, BDEW, Hildegard Müller

Bildquelle v.o.n.u.: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik

BMWK: Belieferung der LNG-Terminals gesichert
[19.8.2022] Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Uniper, RWE und EnBW/VNG haben jetzt die offizielle Absichtserklärung zu Flüssigerdgas-Terminals in Brunsbüttel und Wilhelmshaven ab dem Jahreswechsel 2022/23 unterzeichnet. mehr...
Baden-Württemberg: Potenzial von Biogas besser nutzen
[17.8.2022] Da sich die Strom- und Wärmeerzeugung durch Biogas um 20 bis 30 Prozent steigern lässt, hat Peter Hauk (CDU), Landwirtschaftsminister in Baden-Württemberg, jetzt eine zeitlich befristete Flexibilisierung der gesetzlichen Beschränkungen für Biogasanlagen gefordert. mehr...
Landwirtschaftsminister Peter Hauk spricht sich dafür aus, gesetzliche Beschränkungen für Betreiber von Biogasanlagen zeitlich befristet zu flexibilisieren.
Green Planet Energy: Kommentar zu Herkunftsnachweisen
[11.8.2022] Ein geplantes Gesetz der Bundesregierung soll Herkunftsnachweise für Gas, Wasserstoff, Wärme und Kälte einführen. Carolin Dähling von Green Planet Energy kritisiert das Vorhaben der Bundesregierung, auch „dekarbonisierte" Gase als erneuerbare Energiequellen zu deklarieren. mehr...
Carolin Dähling, stellvertretende Bereichsleiterin Politik und Kommunikation bei Green Planet Energy.
Hessen: Entwurf für Klimagesetz beschlossen
[9.8.2022] In Hessen hat die Landesregierung jetzt den Entwurf für ein Klimagesetz beschlossen. Es soll dabei helfen, das Land klimaneutral zu machen. mehr...
Hessens Umweltministerin Priska Hinz: „Konsequenter Klimaschutz nicht nur eine ökologische Notwendigkeit, sondern auch ökonomisch und sozial zwingend, um unseren Wohlstand zu erhalten.“
EU-Kommission: Grünes Licht für grüne Wärme
[5.8.2022] Die Europäische Kommission hat das Förderprogramm des Bundes zur Dekarbonisierung von Wärmenetzen genehmigt. Rund drei Milliarden Euro stehen für den Aufbau grüner Fernwärmenetze zur Verfügung. mehr...
Ausbau eines Wärmenetzes in St. Peter im Schwarzwald: Viele Kommunen stehen in den Startlöchern, um die Wärmeversorgung umzustellen.

Suchen...

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 7/8 2022
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2022
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2022
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
GIS Consult GmbH
45721 Haltern am See
GIS Consult GmbH
VOLTARIS GmbH
67133 Maxdorf
VOLTARIS GmbH
Kremsmüller Anlagenbau GmbH
A-4641 Steinhaus
Kremsmüller Anlagenbau GmbH

Aktuelle Meldungen