Donnerstag, 17. Oktober 2019

Nürnberg:
Licht für trübe Gewässer


[28.4.2015] Die Klärwerke der Stadt Nürnberg werden jetzt von LED-Lampen erhellt. Der stadteigene Abwasserbetrieb hat sich für Produkte des Anbieters BöSha entschieden.

Nürnberger Kläranlage wurde mit LED-Leuchten ausgestattet. Die Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg (SUN) hat zwei Klärwerksstandorte von Natriumdampflampen auf LED-Leuchten umgestellt. Vorausgegangen war eine zweijährige Erprobungsphase, bei der sich zeigte, dass längst nicht jedes Produkt hält, was es verspricht. Christian Boeckmann, Sachgebietsleiter E-Technik bei dem Abwasserbetrieb, berichtet: „Wir hatten immer wieder mit Ausfällen zu tun – wo doch gerade die LED-Technik mit ihrer hohen Zuverlässigkeit und Langlebigkeit punkten soll.“ Aber es gab auch einen Lichtblick: Vollkommen ohne Störungen oder gar Ausfälle hätten sich die Produkte des Herstellers BöSha aus dem sauerländischen Rüthen bewährt. „Das Unternehmen hat ursprünglich Beleuchtungslösungen für den Bergbau hergestellt und kennt sich somit sicherlich mit widrigen Einsatzbedingungen aus“, so Boeckmann. Die modernen LED-Außenbeleuchtungen von BöSha stünden den Bergbauprodukten in Sachen Qualität in nichts nach. Daher entschied sich SUN, das weitflächige Gelände der beiden Klärwerke komplett mit LED-Produkten des Unternehmens auszustatten.

400 Lichtpunkte modernisiert

Die Umstellung nahmen die Elektriker des stadteigenen Betriebs in Eigenregie vor – dies war denkbar einfach, da lediglich die neuen Leuchtköpfe an den Masten zu montieren waren. Auf dem gesamten Außengelände wurden im Zeitraum von etwa zwei Jahren mehr als 400 Leuchten ausgetauscht. Wegen der nachhaltigen Energieeinsparung amortisiert sich die Investition in kurzer Zeit, hinzu kommen weitere Vorteile. Christian Boeckmann: „Aufgrund der Langlebigkeit der LED-Module hat sich der Wartungsaufwand auf ein Minimum reduziert.“ Und auch höchst praktische Vorteile für den Betriebsalltag seien mit der Umstellung verbunden. „Bei nächtlichen Servicefällen musste der Techniker bei den alten Natriumdampflampen mitunter bis zu 15 Minuten warten, bis die Beleuchtung für genügend Helligkeit sorgte. LED-Leuchten sind sofort da und sparen somit wertvolle Zeit.“

Licht nicht gleich Licht

Für den Anbieter BöSha ist klar: Licht ist längst nicht gleich Licht. Zu einer durchdachten Investitionsentscheidung gehören stets eine individuelle Bedarfsanalyse und Planung – und die Wahl der geeigneten Produkte, so das Unternehmen. Ein entscheidendes Plus der BöSha-Lösungen sei die Multichip-on-Board-Technologie mit einer ausgeklügelten Reflektortechnik. Auch anspruchsvolle Beleuchtungsaufgaben ließen sich damit effizient und sicher lösen. Die Multi-Chip-LED verfüge im Unterschied zur Single-Chip-LED über mehr als einen Emitter-Chip und stehe damit für größere Lichtemissionsflächen, geringere Blendung und eine hohe Energieeffizienz. Die hocheffiziente Reflektortechnik bewirke eine Lichtverteilung nach Maß, ohne Streuverluste. Das hat auch die Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg überzeugt: Nach der Modernisierung der Außenleuchten werden nun auch die ersten Hallen und Werkstätten auf LED-Licht umgestellt – dabei kommen BöSha-Hallenleuchten vom Typ Callisto zum Einsatz.
(al)

http://www.boesha.de
Dieser Beitrag ist in der Ausgabe März/April von stadt+werk erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren. (Deep Link)

Stichwörter: Energieeffizienz, BöSha, Beleuchtung, LED-Technik, Nürnberg

Bildquelle: Stadtarchiv Nürnberg

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