Mittwoch, 12. Mai 2021

E.ON:
Unter neuem Namen


[4.6.2015] E.ON bietet seine Solar-Produkte als White Label an. Stadtwerke können damit Privat- und Gewerbekunden Photovoltaikanlagen unter eigener Marke anbieten.

Das White-Label-Angebot von E.ON beinhaltet auch die komplette Installation und Betreuung der Solaranlagen.
White-Label-Produkte haben sich in vielen Unternehmensbereichen längst etabliert. Sei es in der Musikbranche, im Software-Bereich oder im produzierenden Gewerbe – nicht wenige Hersteller bieten ihre Erzeugnisse anderen Unternehmen zur Vermarktung unter neuem Namen an. Mittlerweile hat das Konzept auch in der Energiewirtschaft Einzug erhalten. Jüngstes Beispiel stammt von E.ON. Der Energiekonzern bietet seine Produktpalette im Bereich Photovoltaik als White Label nun auch Stadtwerken an. Aus Sicht des Energiekonzerns hat das Angebot gleich mehrere Vorteile: Die Stadtwerke profitieren von einem zentralisierten Einkauf und der stetigen Erweiterung um neue Services und Zusatzkomponenten wie Stromspeicher oder Visualisierungsmöglichkeiten. Zudem können kommunale Energieversorger ihre Kunden noch stärker an der Energiewende teilhaben lassen und ihr Produktangebot um eine weitere Komponente erweitern – abseits der klassischen Geschäftsfelder wie Strom und Gas. Das Angebot ist laut E.ON zudem flexibel aufgebaut: Stadtwerke können beispielsweise nur Teilleistungen buchen und den Rest in Eigenregie durchführen. Kleinere und mittlere Unternehmen aus Industrie und Gewerbe erhalten darüber hinaus die Möglichkeit, die Solaranlage nicht nur zu kaufen, sondern alternativ mit einer flexiblen Laufzeit zu pachten. Als Pilotkunde für die White-Label-Lösung konnte das Überlandwerk Rhön gewonnen werden. Auch bei Beschaffung und Installation will das Unternehmen für seine Kunden Qualität liefern: Zum einen auditiert E.ON nach eigenen Angaben sämtliche Lieferanten. Zum anderen würden nur Installateure und Handwerkspartner ausgewählt, die nach den E.ON-Qualitätsstandards arbeiten. Dafür schult und zertifiziert das Unternehmen gezielt Handwerkspartner und Installateure direkt aus der Region.

Plattform für Kunden

Damit die Stadtwerke ihre Kunden optimal ansprechen können, bietet E.ON an, einen Online-Auftritt inklusive Planungstool auf der Stadtwerke-Website zu implementieren. Es kann im gewünschten Branding gehalten werden – Servicedienstleistungen wie Hotlines bei Rückfragen eingeschlossen. Das Portal bietet unter anderem Informationen für Kunden zu den einzelnen Photovoltaiklösungen an. Die Interessenten erhalten so die wesentlichen Angaben zum Anlagenkauf oder zur Wartung. Ferner sei es möglich, über einen Solarrechner die mögliche Stromproduktion der geplanten Anlage zu bestimmen. Die Anlage kann so auch grob geplant werden. Auch allgemeine Angaben zur Photovoltaik in Form von technischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Basisinformationen sowie einer Liste häufig gestellter Fragen sind auf dem Portal zu finden. „Aus Gesprächen wissen wir, dass Stadtwerke verlässliche Partner bei der Umsetzung neuer Geschäftsmodelle suchen“, sagt Julian Lipinski, Geschäftsführer bei E.ON Energy Sales. Als langjähriger Anbieter von Photovoltaikprodukten für Privat- und Gewerbekunden bringe E.ON die notwendige Erfahrung und Expertise mit.

Marc Tosenberger

http://www.eon.de
Dieser Beitrag ist in der Ausgabe Mai/Juni von stadt+werk erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren. (Deep Link)

Stichwörter: Solarthermie, Photovoltaik, E.ON,

Bildquelle: E.ON

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Photovoltaik | Solarthermie

N-ERGIE / Seinsheim: Sonnenstrom trifft Naturschutz
[12.5.2021] Ihre erste Anlage ohne EEG-Förderung hat die N-ERGIE Aktiengesellschaft bereits im März in Betrieb genommen. Das Solarkraftwerk in der Gemeinde Seinsheim wurde mit Fokus auf Ökologie und Artenschutz gebaut. mehr...
Präsentation der neuen Photovoltaik-Freiflächenanlage in der Gemeinde Seinsheim.
RheinEnergie Solar: Zuschlag für 19-Megawatt-Solarpark
[7.5.2021] RheinEnergie Solar hat von der Bundesnetzagentur den Zuschlag für die Förderung eines Freiflächen-Solarparks nach dem novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2021) erhalten. Der Park im bayerischen Hemau wird der Größte des Unternehmens. mehr...
Thüringen: Photovoltaik im Regierungsviertel
[27.4.2021] Die Gebäude des Regierungsviertels „Am Alten Steiger“ in Erfurt werden künftig für die Erzeugung von Solarstrom genutzt. Im Rahmen der Montage der neuen Photovoltaikanlage wird auch ein pilothaftes Monitoring-System installiert. mehr...
Berliner Stadtwerke: Solar-Power für Pankower Schulen
[23.4.2021] Die Berliner Stadtwerke werden 24 neue Solaranlagen auf Schuldächern im Bezirk Pankow installieren. Sie sollen 440 Tonnen CO2 pro Jahr vermeiden. mehr...
24 neue Schul-Solaranlagen sollen im Bezirk Pankow 440 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.
Lübow: Solarpark an der Autobahn
[8.4.2021] Entlang der Autobahn A14 will das Unternehmen WEMAG Projektentwicklung auf dem Gelände eines ehemaligen Kiestagebaus einen Solarpark von etwa 30 Hektar errichten. Die Gemeinde Lübow befürwortet das Projekt. mehr...

Suchen...

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 3/4 2021
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2021
stadt+werk, Ausgabe 11/12 2020
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Photovoltaik | Solarthermie:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen