Sonntag, 17. Februar 2019

EnBW:
Neues Umspannwerk für Windstrom


[7.7.2015] Durch den rasanten Ausbau erneuerbarer Energien in der baden-württembergischen Region Hohenlohe stößt das Verteilnetz an Grenzen. Um mehrere geplante Windparks anzuschließen, baut Energieversorger EnBW jetzt ein zentrales Einspeise-Umspannwerk.

In Obersteinach, einem Ortsteil der Stadt Ilshofen (Kreis Schwäbisch Hall), errichtet der Energiekonzern EnBW Energie Baden-Württemberg ein neues Umspannwerk zur Anbindung der Windenergieanlagen an das Stromnetz. Die Stadt liegt auf der Hohenloher Ebene, eine der windhöffigsten Gebiete in ganz Baden-Würtemberg. Nun entstehen in der Region vier weitere Windparks. Nach Angaben von EnBW stößt das dortige Verteilnetz bereits jetzt durch die rasante Entwicklung insbesondere von Photovoltaik- und Biogasanlagen an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit. Auf Nieder- und Mittelspannungsebene könne vielerorts keine dezentralen Erzeuger mehr ohne vorherige Netzverstärkungsmaßnahmen aufgenommen werden. Darum weise der örtliche Netzbetreiber Windparkplanern immer öfter einen Netzverknüpfungspunkt an Hochspannungsleitungen zu. Die Windenergieanlagen liefern ihren Strom mit einer Spannung von 20 oder 30 Kilovolt. Um in das Hochspannungsnetz einspeisen zu können, muss der Strom auf 110 Kilovolt hochtransformiert werden.
EnBW-Projektleiter Josef Miller sagt, dass eigentlich ein Umspannwerk pro Windpark nötig ist. Das aber hätte bedeutet, dass auf dem Gemeindegebiet von Ilshofen zusätzlich zwei Umspannwerke sowie zwei weitere in unmittelbarer Nähe zur Gemeindegrenze notwendig gewesen wären. Mit dem zentralen Einspeise-Umspannwerk sei eine alternative Lösung worden. Josef Miller: „Durch die Konzentration auf einen Ort erreichen wir für die vier anzuschließenden Windparks einen optimalen Betriebsfall mit nur zwei Trafos, die an windschwachen Tagen sogar alternierend im Einzelbetrieb geführt werden können. Außerdem haben wir mit dieser Lösung – ein Umspannwerk statt vier – einen wesentlich geringeren Eingriff in das Landschaftsbild und auch, was den Landverbrauch angeht.“ (al)

www.enbw.de

Stichwörter: Smart Grid, Netze, EnBW, Umspannwerk



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Netze | Smart Grid

Siemens: Stabiles Stromnetz für Raum Frankfurt
[12.2.2019] Hochmoderne Blindleistungskompensationsanlagen von Siemens unterstützen jetzt die Stromversorgung im Rhein-Main-Gebiet. Seit Ende Dezember 2018 laufen die Anlagen für den Übertragungsnetzbetreiber Amprion erfolgreich im Probebetrieb. mehr...
Freiburg im Breisgau: Pilotprojekt Grid Agent gestartet
[12.2.2019] In einem Pilotprojekt hat die Badenova Netztochter bnNETZE ein System zur Überwachung und Steuerung von Elektroladesäulen im Stromnetz entwickelt. Getestet wurde es anhand des städtischen Ladeparks für die E-Flotte des Freiburger Rathauses. mehr...
Netzentwicklungsplan: Version 2019 liegt vor
[6.2.2019] Der erste Entwurf des Netzentwicklungsplans 2030 wurde jetzt veröffentlicht. Demnach liegen die Kosten für den Ausbau des Stromnetzes bei rund 52 Milliarden Euro. mehr...
Laut Netzentwicklungsplan 2030 liegen die Kosten für den Ausbau des Stromnetzes bei rund 52 Milliarden Euro.
Fraunhofer ISE: Optimierter Netzausbau
[25.1.2019] Im Rahmen des Projekts DiGO entwickelt das Fraunhofer ISE Algorithmen zur optimalen Netzausbauplanung. Dadurch sollen nicht nur Kosten, sondern auch Netzentgelte gesenkt werden. mehr...
Ultranet: BNetzA legt ersten Korridor fest
[22.1.2019] Der erste Trassenkorridor von Ultranet verläuft von Riedstadt in Hessen nach Mannheim-Wallstadt. Erstmals soll Gleich- und Wechselstrom auf denselben Masten übertragen werden. mehr...

Suchen...

 Anzeige

Sterr-Kölln mbH
79110 Freiburg
Sterr-Kölln mbH
GIS Consult GmbH
45721 Haltern am See
GIS Consult GmbH
iS Software GmbH
93059 Regensburg
iS Software GmbH
GreenPocket GmbH
51063 Köln
GreenPocket GmbH

Aktuelle Meldungen