Montag, 25. Januar 2021

Stadtwerke Marburg/Hessen:
Fernwärmevertrag regelt Übernahme


[25.5.2016] Einen Vertrag zur Übernahme des Fernwärmenetzes in Marburg haben die Stadtwerke Marburg und das Land Hessen unterzeichnet. Der Vertrag sieht einen Verkauf des Fernwärmenetzes an die Stadtwerke vor. Zudem soll das Fernwärmenetz vollständig erneuert werden.

Die Stadtwerke Marburg und das Land Hessen haben einen Fernwärmerahmenvertrag unterzeichnet. Der Vertrag sieht vor, dass das bislang im Eigentum des Landes stehende Fernwärmenetz in Marburg für eine Million Euro an die Stadtwerke Marburg verkauft wird. Auch das Heizkraftwerk Ortenberg wird vom Land für eine Million Euro an die Stadtwerke verkauft. Damit werden die Verantwortlichkeiten nach Angaben des kommunalen Energieversorgers eindeutig geregelt: Betrieb und Eigentum des Fernwärmenetzes werden fortan gemeinsam bei den Stadtwerken Marburg als fachkundiges Unternehmen angesiedelt. Seit dem Jahr 1993 war den Stadtwerken die Betriebsführung für das Fernwärmenetz übertragen. Mit dem Verkauf spart das Land künftig jährlich rund 400.000 Euro ein, die bislang für die Unterhaltung des Netzes an die Stadtwerke bezahlt wurden, berichtet Finanzminister Thomas Schäfer (CDU). Wie der Meldung zu entnehmen ist, sieht der Fernwärmevertrag zudem vor, das circa acht Kilometer lange Fernwärmenetz aus Gründen der Energieeffizienz vollständig zu erneuern. Das Land beteilige sich an der Modernisierung der Fernwärmeleitungen mit einem Baukostenzuschuss in Höhe von zwei Millionen Euro. Finanzminister Schäfer: „Das Land ist durch seine 35 Liegenschaften vor Ort, die Fernwärme beziehen, ein bedeutender Kunde der Stadtwerke. Durch die Modernisierung des Netzes werden die Preise für Fernwärme spürbar sinken und das Land kann zukünftig weitere rund 700.000 Euro jährlich einsparen.“ Der Vertrag bringe die hessische Landesregierung auch auf ihrem Weg hin zu einer CO2-neutralen Landesverwaltung bis zum Jahr 2030 ein großes Stück voran. Dank moderner, energieeffizienter Fernwärmeleitungen können die an das Netz angeschlossenen Liegenschaften des Landes jährlich mehrere tausend Tonnen CO2 einsparen. Zu diesem Kreis gehört auch die Philipps-Universität, die mit ihren 31 Liegenschaften den Großteil der Fernwärmenutzer stellt. „Ich freue mich sehr, dass die Philipps-Universität damit eine stabile, langfristige Perspektive für eine zukunftsgerechte Wärmeversorgung der Universitätsbauten im Lahntal erhält und zugleich die finanzielle Sonderbelastung, die der bisherige Wärmeliefervertrag der Universität aufbürdete, zügig reduziert wird“, sagt die Präsidentin der Philipps-Universität Katharina Krause. (an)

http://www.hessen.de
http://www.stadtwerke-marburg.de

Stichwörter: Fernwärme, Hessen, Marburg, Stadtwerke Marburg, Thomas Schäfer



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Fernwärme

BDEW: 126 Milliarden kWh Fernwärme 2020
[25.1.2021] 126 Milliarden Kilowattstunden Wärme für die leitungsgebundene Wärmeversorgung wurden in Deutschland im Jahr 2020 erzeugt. Das hat der BDEW ermittelt. Für erneuerbare Wärme sieht der Verband noch viel Potenzial. mehr...
Nettowärmeerzeugung nach Energieträgern in Deutschland zur leitungsgebundenen Wärmeversorgung im Jahr 2020.
STEAG: Grubenwasser für Fernwärmenetz
[22.1.2021] STEAG will für die Fernwärmeversorgung der saarländischen Gemeinden Camphausen und Sulzbach Abwärme aus Grubenwasser erschließen. mehr...
Kann auch mit Grubengas befeuert werden: BHKW der STEAG-Anlage in Camphausen.
STEAG Fernwärme: CO2-Bonus für Neukunden
[15.1.2021] STEAG Fernwärme bietet Neukunden in Essen, Bottrop und Gelsenkirchen künftig einen CO2-Bonus an. Dieser kann bis zu 1.500 Euro betragen. mehr...
enercity: Nachhaltige Wärme in Rothenburgsort
[11.1.2021] enercity liefert nun nachhaltig erzeugte Wärme nach Hamburg-Rothenburgsort. Genutzt wird dazu Industriewärme von Kupferproduzent Aurubis. Diese ist fast CO2-frei. mehr...
Durch die Energiezentrale Oberhafen und die neu gebaute Fernwärme-Leitung kann Hamburg-Rothenburgsort seit Beginn des Jahres 2021 mit nachhaltiger Industrieabwärme versorgt werden.
Stadtwerke Lüdenscheid: Wärmenetz übernommen
[22.12.2020] Die Stadtwerke Lüdenscheid übernehmen die Fernwärmeversorgung in Lüdenscheid-Wehberg von der Fernwärmeversorgung Niederrhein. 320 Kunden werden davon mit 15 Gigawatt Wärme pro Jahr versorgt. Ein entsprechender Kaufvertrag wurde am 17. Dezember 2020 in Lüdenscheid unterzeichnet. mehr...
Das Fernwärmeheizkraftwerk Lüdenscheid-Wehberg wird nun von den Stadtwerken Lüdenscheid betrieben.

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 1/2 2021
stadt+werk, Ausgabe 11/12 2020
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2020
stadt+werk, Ausgabe 7/8 2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Fernwärme:
Savosolar GmbH
22761 Hamburg
Savosolar GmbH
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen