Donnerstag, 1. Oktober 2020

Baden-Württemberg:
Zuschuss für intelligente Netze


[27.5.2016] Mit knapp 700.000 Euro unterstützt das Umweltministerium Baden-Württemberg Smart-Grid-Projekte. Zwei Projektgruppen erhalten Förderbescheide.

Das Umweltministerium Baden-Württemberg fördert eigenen Angaben zufolge zwei Smart-Grid-Projekte. Staatssekretär Andre Baumann: „Die Energieversorgung der Zukunft benötigt intelligente Netze. Die Landesregierung fördert daher Projekte, die auf der Ebene der Verteilnetze dazu beitragen, Angebot und Nachfrage besser aufeinander abzustimmen sowie Erzeugungsanlagen, Speicher und Verbraucher mittels moderner Informations- und Kommunikationstechniken intelligent miteinander zu vernetzen.“ Laut der Meldung erhält das International Solar Energy Research Center Konstanz (ISC) für das Projekt Ehoch4-Quartier 4.0 rund 360.000 Euro. Das Vorhaben soll im Kreis Sigmaringen auf dem ehemaligen Gelände der Oberschwabenkaserne realisiert und wissenschaftlich ausgewertet werden. Auf dem Areal stehen Photovoltaik, Wasserkraft und Biogas zur Verfügung. Verschiedene Energiewandlungsverfahren aus Solar-, Akku-, Kraft-Wärme-Kopplung- und Wärmepumpentechnik sollen hierbei miteinander kombiniert werden. Neben maximalem Eigenverbrauch soll dem Netzbetreiber dadurch sowohl positive als auch negative Regelenergie zur Verfügung gestellt werden können. In Abhängigkeit von Strombedarf und Netzauslastung soll das System bei Wärmebedarf selbstständig entscheiden, ob die Strom erzeugende KWK-Technik oder die Strom absorbierende Wärmepumpentechnik zum Einsatz kommt.
Das zweite geförderte Projekt ist die Plattform für Demand Side Management (DSM) für Unternehmen in Baden-Württemberg. Dafür erhält ein Konsortium von sieben Partnern unter Führung des Forschungszentrums Informatik am KIT in Karlsruhe über 352.000 Euro. Ziel des Vorhabens ist die Konzeption und prototypische Umsetzung einer Online-Plattform, die die Potenziale einer gesteuerten Stromnachfrage in Baden-Württemberg in hoher regionaler und zeitlicher Auflösung erfassen und darstellen kann. Das Projekt hilft teilnehmenden Unternehmen, ihr DSM-Potenzial realistisch einzuschätzen und dieses über die Plattform transparent darzustellen. Energiedienstleister können diese Flexibilität dann im Prozess des Ausgleichs von Angebot und Nachfrage im Stromversorgungssystem nutzen. Das Projekt untersucht zudem grundsätzliche Strategien für die Vergütung und Abrechnung der bereitgestellten Flexibilitäten. Die so gewonnenen Erkenntnisse können flächendeckend die DSM-Nutzung in ganz Deutschland fördern, so das baden-württembergische Umweltministerium weiter. (an)

http://www.um.baden-wuerttemberg.de

Stichwörter: Smart Grid, Netze, Baden-Württemberg, Förderung



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Netze | Smart Grid

CIVITAS CONNECT: 450 MHz für Versorgungswirtschaft
[29.9.2020] Ende 2020 läuft die Befristung der Frequenznutzungsrechte im Bereich 450 MHz aus. Vor diesem Hintergrund befürwortet CIVITAS CONNECT die Forderung der BNetzA, den Netzzugang zugunsten kritischer Infrastrukturen an die Energie- und Wasserwirtschaft zu vergeben. mehr...
Energy-Charts: Stromplattform in neuem Design
[25.9.2020] Eine neue Version der Datenplattform Energy-Charts des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE ist online. Die Plattform bereitet seit 2014 Daten zur Stromerzeugung aus verschiedenen Quellen auf. mehr...
Zeigt die Stromerzeugungsdaten seit 2014: energy-charts.de.
Philippsburg: Grundstein für Umspannwerk
[17.9.2020] Auf dem Kraftwerksgelände in Philippsburg entsteht ein Gleichstrom-Umspannwerk. Es bildet den südlichen Endpunkt der Gleichstromleitung ULTRANET, die in Zukunft erneuerbaren Strom verlustarm aus dem Norden Deutschlands in den Süden bringen soll. mehr...
Grundsteinlegung für das Gleichstrom-Umspannwerk in Philippsburg, das den südlichen Endpunkt der Gleichstromleitung ULTRANET bildet.
Wärmepumpen-Studie: Kälte contra Versorgungssicherheit
[8.9.2020] Immer öfter heizen Wärmepumpen Gebäude. Doch diese Heiztechnologie treibt in kalten Wintern die Lastspitzen nach oben. Wie die Politik Versorgungslücken schließen kann, zeigt eine Studie von EWI und E-CUBE. mehr...
VDE FNN-Studie: Sichere Netze bei hohen Spannungen
[26.8.2020] In welchem Umfang Betriebsmittel höhere Spannungen bewältigen können, zeigt die Studie „Spannungsfestigkeit" des VDE FNN. Erkenntnisse sollen in die Diskussion auf europäischer Ebene und in europäische Network Codes und Normen einfließen. mehr...
Der VDE FNN zeigt in einer Studie, wie bestehende Verteil- und Übertragungsnetze temporär höhere Spannungen bewältigen können.

Suchen...

 Anzeige

 Anzeige

 Anzeige

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 9/10 2020
stadt+werk, Ausgabe 7/8 2020
stadt+werk, Sonderheft Juni 2020
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Netze | Smart Grid:
telent GmbH
71522 Backnang
telent GmbH
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen