Samstag, 28. Januar 2023

Initiative:
Strom darf kein Luxusgut werden


[18.11.2016] 14 nordbayerische Stadtwerke schreiben einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und starten eine Online-Petition an den Deutschen Bundestag. Sie fordern eine bezahlbare Energiewende.

Dr. Michael Fiedeldey, Geschäftsführer der Stadtwerke Bamberg und Mitinitiator der Stadtwerke-Initiative „Energiewende bezahlbar“: Strom darf kein Luxusgut werden. Steuern, Abgaben und Entgelte auf Strom steigen zum Jahreswechsel in Deutschland in neue Rekordhöhe. Weil bayerische Stromkunden besonders betroffen sind, haben 14 nordbayerische Stadt- und Gemeindewerke die Initiative „Energiewende bezahlbar“ gegründet und fordern in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, dass die Kosten für die Energiewende reduziert und solidarisch auf alle Stromkunden verteilt werden. Auf einer eigens eingerichteten Website können Verbraucher eine entsprechende Online-Petition an den Deutschen Bundestag unterzeichnen.
Michael Fiedeldey, Geschäftsführer der Stadtwerke Bamberg und Mitinitiator der Stadtwerke-Initiative „Energiewende bezahlbar“, erklärt: „Mit der erneuten Erhöhung von Steuern, Abgaben und Umlagen sowie der Kosten für den Ausbau der Netze wird Strom für immer mehr unserer Kunden zu einem Luxusgut.“ Die Energiewende sei zwingend nötig, die hohen Kosten dafür jedoch ungerecht verteilt, so Fiedeldey. In dem offenen Brief werden vier konkrete Forderungen gestellt:
– Das Entgelt für die Stromübertragungsnetze in Deutschland soll für alle Regionen in Deutschland gleich sein.
– Der Ausbau von Stromtrassen und die Errichtung von Offshore-Windparks müssen besser koordiniert werden.
– Über eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes muss die Umlagefinanzierung für erneuerbare Erzeugungsanlagen beendet werden.
– Energieintensive Unternehmen dürfen nicht weiter von den Kosten der Energiewende befreit werden.
Getragen wird die Initiative „Energiewende bezahlbar“ von Stadt- und Gemeindewerken aus Bamberg, Coburg, Ebermannstadt, Ebersdorf, Erlangen, Fürth, Helmbrechts, Hollfeld, Lichtenfels, Miltenberg-Bürgstadt, Neustadt bei Coburg, Rödental, Stammberg und Weiden. (al)

http://www.energiewende-bezahlbar.de

Stichwörter: Politik, Stadtwerke Bamberg

Bildquelle: Stadtwerke Bamberg

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik

DStGB/VKU: Die Menschen vor Ort mitnehmen
[27.1.2023] Der ländliche Raum spielt eine wichtige Rolle für das Gelingen der Energiewende. Warum das so ist, erläuterten der Deutsche Städte- und Gemeindebund und der Verband kommunaler Unternehmen jetzt auf der Grünen Woche in Berlin. mehr...
VKU: Keine Entwarnung
[25.1.2023] Die gesunkenen Energiepreise sind noch nicht bei den Kunden angekommen. Erst wenn sich auch am Terminmarkt wieder dauerhaft günstige Preise durchsetzen, werden auch die Verbraucherpreise sinken. Darauf weist VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing hin. mehr...
Rheinland-Pfalz: Fortschreibung des LEPs
[20.1.2023] In Rheinland-Pfalz soll der Ausbau von Wind- und Solaranlagen weiter vorangetrieben werden. Dazu hat der Ministerrat jetzt die Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramms beschlossen. mehr...
Frauhofer-Studie: Gebäude agieren im Energiesystem
[19.1.2023] Können Gebäude und Quartiere zukünftig als regelbare Lasten oder dezentrale Erzeuger selbst Teil des Energiesystems werden? Diese Frage hat das Fraunhofer ISE in einer Fallstudie untersucht. mehr...
Thüringen: Neuer Zuschuss-Fonds
[18.1.2023] Mit dem Bürgerenergiefonds können Bürgenossenschaften in Thüringen ab sofort einen Zuschuss für ihre Projekte beantragen. mehr...

Suchen...

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Uniper
40221 Düsseldorf
Uniper
ITC AG
01067 Dresden
ITC AG
Kremsmüller Anlagenbau GmbH
A-4641 Steinhaus
Kremsmüller Anlagenbau GmbH
A/V/E GmbH
06112 Halle (Saale)
A/V/E GmbH
prego services GmbH
66123 Saarbrücken
prego services GmbH

Aktuelle Meldungen