Montag, 20. Mai 2019

Wuppertal Institut:
Energiewende Ruhr gestalten


[26.6.2017] Das Wuppertal Institut hat einen Fahrplan zur Energiewende im Ruhrgebiet vorgelegt. Jetzt werden Verantwortliche für die Umsetzung gesucht.

Ein Fahrplan für die Energiewende im Ruhrgebiet. Im Rahmen des Projekts Energiewende Ruhr hat das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie jetzt die Broschüre Die Energiewende regional gestalten – Auf dem Weg zu einer Energiewende-Roadmap im Ruhrgebiet veröffentlicht. Wie die Forschungseinrichtung meldet, zeigt das Projekt den Weg zu einer strategischen Weiterentwicklung der Region auf. Die nötigen Schritte dazu müssten jetzt die Entscheider in den Ruhrgebietsstädten angehen.
Professor Manfred Fischedick, Vize-Präsident des Wuppertal Instituts, sagt: „Das Ruhrgebiet mit seiner polyzentrischen Struktur hat Modellcharakter. Gelingt hier eine erfolgreiche und nachhaltige Umsetzung der Energiewende, so kann die Region eine wichtige Vorreiterrolle für den Wandel in ähnlichen Räumen sein.“ Im Vorfeld stellten sich jedoch viele Fragen: Wie können Kommunen des Ruhrgebiets bei der Umsetzung der Energiewende unterstützt werden? Wie kann eine nachhaltige Umsetzung der Energiewende die Entwicklungschancen der Region insgesamt stärken? Wie kann regionale Strukturpolitik für die Energiewende gestaltet sein? Wie können Energiewende und Klimaschutz verstärkt in die integrierte Stadt- und Quartiersentwicklung aufgenommen werden?
Die vom Wuppertal Institut publizierte Broschüre liefere dazu erste Antworten. Sie konzentriert sich dabei nicht nur auf Politikmaßnahmen und -indikatoren in verschiedenen Handlungsfeldern, sondern soll vor allem Hilfestellung bei der Fortführung des politischen Prozesses leisten. Dabei gelte es den Blick auf Stadtquartiere und Kommunen, aber auch auf die Gesamtregion zu richten. Als zentrale Themen nennt das Institut die Anpassung der Energieinfrastrukturen an neue technische und ökonomische Herausforderungen der Energiewende und die Steuerung der Siedlungs- und Verkehrsentwicklung in eine nachhaltige Richtung. In allen Belangen gelte es dabei Fragen der politischen Steuerung (Governance) und der Teilhabe an Entscheidungsprozessen (Partizipation) grundlegend zu beantworten.
Die Forscher empfehlen die Einrichtung eines übergreifenden regionalen Energiewende-Lenkungskreises sowie eines regionalen Finanzierungs- und Innovationsfonds. Als nächstes gelte es dann, einen umfassenden Roadmapping-Prozess zu initiieren, an dem alle wichtigen Akteure der Region beteiligt werden.
Das Projekt wurde von der Stiftung Mercator gefördert und von Wissenschaftlern des Wuppertal Instituts, des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI), der Technischen Universität Dortmund, des Büros Spiekermann & Wegener sowie der Bergischen Universität Wuppertal bearbeitet und vom Wuppertal Institut koordiniert. Im Rahmen von Workshops und großen Konferenzen begleiteten zudem Akteure aus der Praxis das Projekt.
Neben der Broschüre sind der Band Geschichten einer Region. AgentInnen des Wandels für ein nachhaltiges Ruhrgebiet sowie die Landkarte Energiewende Ruhr mit good-practice-Projekten aus der Region veröffentlicht worden. (me)

http://wupperinst.org
Die Energiewende regional gestalten (PDF, 12,5 MB) (Deep Link)

Stichwörter: Klimaschutz, Ruhrgebiet

Bildquelle: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Klimaschutz

DUH: KlimaStadtWerke gesucht
[14.5.2019] Stadtwerke mit zukunftsweisenden Klimaschutz-Strategien können sich ab sofort für das Label KlimaStadtWerk der Deutsche Umwelthilfe (DUH) bewerben. mehr...
Berliner Stadtwerke: Solarstrom vom Schuldach
[13.5.2019] Die Solarwende vorantreiben möchten die Berliner Stadtwerke. Dazu bieten sie Klimaschutzpakete für die Dächer bezirkseigener Gebäude an. Erste Verträge wurden schon mit Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg geschlossen. mehr...
Baden-Württemberg: Orte voller Energie
[7.5.2019] Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg zeichnet die Gemeinden Ilsfeld und Hemmingen als Orte voller Energie aus. mehr...
Rheinland-Pfalz: Über 100 Energieeffizienz-Kommunen
[6.5.2019] Große Nachfrage verzeichnet das EU-Projekt „100 Energieeffizienz-Kommunen Rheinland-Pfalz“. Bereits ein halbes Jahr vor Ablauf ist das Ziel erreicht worden: Energieeffizienz steht nun bei mehr als 100 Kommunen ganz oben auf der Agenda. mehr...
Viele Kommunen in Rheinland-Pfalz engagieren sich für mehr Klimaschutz.
Bordelum: Vorbildliche Bürgerbeteiligung
[3.5.2019] Die Agentur für Erneuerbare Energien zeichnet Bordelum als Energie-Kommune des Monats aus. Bürgerbeteiligung wird in der Gemeinde in Schleswig-Holstein großgeschrieben. mehr...
In Nordfriesland gelegen, zwischen Stollenberg und Schwemmland, nutzen die rund 2.000 Bürger der Gemeinde Bordelum gemeinsam die Kraft des Windes.

Suchen...

enerquinn GmbH
88250 Weingarten
enerquinn GmbH
GISA GmbH
06112 Halle (Saale)
GISA GmbH
GIS Consult GmbH
45721 Haltern am See
GIS Consult GmbH
GWAdriga GmbH & Co. KG
10719 Berlin
GWAdriga GmbH & Co. KG

Aktuelle Meldungen