ANGACOM-2403.05-rotation

Dienstag, 16. April 2024

Esquire:
Dienstleistungen mit Großbatterien


[8.9.2017] Dienstleistungen rund um Großbatterien in Quartieren werden jetzt im Rahmen des Forschungsprojektes Esquire entwickelt. Dabei sollen Akzeptanz und Datenschutz eine wichtige Rolle spielen.

Die dezentrale Speicherung von Strom wird im Zuge der Energiewende immer wichtiger. Einen wichtigen Baustein könnten etwa Batteriespeicher bilden, die mehrere Haushalte gemeinsam nutzen. Das dreijährige Forschungsprojekt Esquire – Energiespeicherdienste für smarte Quartiere entwickelt deshalb Dienstleistungen und Geschäftsmodelle für solche Speicher. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Themen Akzeptanz und Datenschutz.
Das Projekt wird unter Leitung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) umgesetzt. Beteiligt sind außerdem die beiden Praxispartner Evohaus und ENTEGA sowie das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit dem Institut für Programmstrukturen und Datenorganisation. Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die im Projekt entwickelten Dienstleistungen werden in zwei Quartieren in Groß-Umstadt und Mannheim erprobt.
„Städte spielen eine Schlüsselrolle für das Gelingen der Energiewende“, sagt Projektleiter Bernd Hirschl vom IÖW. „Sie müssen energieeffizienter werden und erneuerbare Energie lokal produzieren und so speichern, dass sie verfügbar ist, wenn die Menschen sie brauchen. Smarte Energiespeicher können dabei behilflich sein.“ Aktuell seien diese aber noch zu teuer und außerdem hohen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen ausgesetzt. Auch seien die Energiemärkte noch nicht für eine Vielzahl an dezentralen Technologien ausgelegt. Zudem müssten Datenschutz und Datensicherheit bei gleichzeitig hoher technischer Überwachung einen reibungslosen Ablauf und eine effiziente Energieverteilung gewährleisten.
Die zu entwickelnden Dienstleistungen sollten tragfähig, übertragbar und skalierbar sein, heißt es in einer aktuellen Meldung des IÖW. Dabei sei des den Projektverantwortlichen wichtig, sowohl die Bewohner der Quartiere als auch Netzbetreiber, Quartiersverantwortliche und Bürgerinitiativen in die Entwicklung der Geschäftsmodelle einzubinden. In der zweiten Projektphase werden dann tatsächlich Batteriespeicher in den Quartieren eingebaut und die Dienstleistungen in der Praxis getestet. Ein Schwerpunkt soll dabei auf der Datensicherheit liegen. Der Grund: Für Abrechnungszwecke müssen persönliche Daten gespeichert werden. Der lokale Energieversorger benötigt die Nutzungsdaten aber auch für eine intelligente Steuerung. (me)

http://www.esquire-projekt.de
http://www.ioew.de

Stichwörter: Energiespeicher, ENTEGA, Esquire, IÖW, Evohaus, KIT, Fraunhofer IAO



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Energiespeicher

Kisters: Batteriespeicher optimal vermarkten
[20.3.2024] Zusätzliche Erlöse durch die Optimierung von Batteriespeichern an Erzeugungsparks und Energiesystemen jeder Größe sind mit der Kisters-Optimierungssoftware möglich. mehr...
Die Optimierungssoftware von Kisters unterstützt Betreiber von Solar- und Windparks bei der Auswahl der richtigen Batterie und deren Einsatz.
Hybridkraftwerke: Die kommunale Kraft der Energiewende Bericht
[28.2.2024] Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien gewinnen Speicherkapazitäten und Flexibilitätsoptionen an Bedeutung. Trianel stellt sich dieser Herausforderung mit Hybridkraftwerken und dem Bau eigener Umspannwerke. mehr...
Trianel-Solarpark: Mit Batteriespeichern kann die zeitliche Verschiebung zwischen Erzeugung und Verbrauch gesteuert werden.
Iqony : Wärmewende für Schalke
[19.1.2024] In Gelsenkirchen entsteht ein Fernwärmespeicher, der das lokale Fernwärmenetz etwa ein Wochenende lang versorgen kann. Gebaut wird er von Iqony. mehr...
Der neue Fernwärmespeicher an der Gewerkenstraße in Gelsenkirchen-Schalke wird ein Fassungsvermögen von rund 31 Millionen Liter Wasser und eine Wärmekapazität von 1.050 MWh haben.
Stade: 70.000 Euro für Batteriespeicher
[18.1.2024] Die Hansestadt Stade fördert seit Jahresbeginn den Einbau von Batteriespeichern für Photovoltaikanlagen. Insgesamt stehen 70.000 Euro zur Verfügung. mehr...
Batteriespeicher (links) werden in Stade durch die Kommune gefördert. Dafür stehen 7.000 Euro zur Verfügung.
EnBW: Speicher in allen Solarparks
[30.10.2023] Der Energiekonzern EnBW will künftig alle Solarparks mit Batteriespeichern ausstatten. So soll das Potenzial der erneuerbaren Energien besser genutzt werden. mehr...
Batteriespeicher für den Solarpark Bruchsal: Künftig sollen alle EnBW-PV-Anlagen mit Speichern ausgerüstet werden.

Suchen...

 Anzeige

 Anzeige



Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Energiespeicher:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen