Donnerstag, 24. Mai 2018

Planungstool:
Software erkennt Ausbaubedarf


[14.2.2018] Das Energieunternehmen innogy hat eine Software entwickelt, mit der Verteilnetzbetreiber den regionalen Ausbaubedarf für E-Auto-Ladestationen prognostizieren können.

Der Versorger ELE ist erster Referenzkunde für das Planungstool für Ladestationen von innogy. E-Mobilität stellt die Verteilnetzbetreiber vor eine Herausforderung, weil sie die Netze für den wachsenden Ladebedarf von E-Autos ertüchtigen müssen. Eine Software von innogy soll nun fundierte Prognosen darüber ermöglichen, wo die Notwendigkeit besteht, die Netze entsprechend auszubauen. Wie die RWE-Tochter mitteilt, verknüpft die Software die Daten des Energieunternehmens mit soziodemografischen Daten wie Alter, Kaufkraft oder Technikaffinität. Als Ergebnis entstünden regionale Prognosen darüber, wie sich die Anzahl an Ladepunkten für E-Mobile kurz- bis mittelfristig entwickeln wird.
Hildegard Müller, Vorstand Netz & Infrastruktur bei innogy, erklärt: „Mittelfristig stellt die wachsende Zahl an E-Autos eine enorme Herausforderung für die Stromnetze dar. Um dieser Herausforderung zu begegnen, müssen die Netze intelligenter und auch kosteneffizient ausgebaut werden.“ Für einen zielgerichteten Netzausbau liefere die Software-Lösung von innogy nun eine deutlich verbesserte Datenbasis.
Nach Angaben von innogy fließen die Daten des Software-Tools bereits in die Ausbauplanung des Tochterunternehmens Westnetz ein. Der Versorger ELE (Emscher Lippe Energie), zuständig für die Städte Bottrop, Gelsenkirchen und Gladbeck, sei als erster Referenzkunde gewonnen worden. ELE-Geschäftsführer Ulrich Köllmann sagt: „Die Planung des Netzausbaus ist ein langfristiges Geschäft, bei dem eine möglichst gute Datenbasis ganz besonders wichtig ist. Durch sehr detaillierte lokale Prognosen bietet uns das Werkzeug von innogy gute Möglichkeiten, das Netz in unserer Region dort zu ertüchtigen, wo wir zusätzlichen Bedarf erkennen.“ So werde es möglich, zielgerichteter und kosteneffizienter in Leitungen, Trafo-Stationen oder die intelligente Kommunikation des Netzes zu investieren. (al)

www.innogy.com
www.ele.de

Stichwörter: Elektromobilität, innogy, ELE

Bildquelle: innogy SE

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Elektromobilität

Kreis Minden-Lübbecke: Weitere Elektroautos im Fuhrpark
[17.5.2018] Die Mitarbeiter des nordrhein-westfälischen Kreises Minden-Lübbecke können ab sofort mit einem der fünf neuen Elektroautos ihre Außendienstfahrten erledigen. mehr...
Landrat Dr. Ralf Niermann (rechts) und Frank Breitenfeld mit einem der neuen Elektroautos des Kreises Minden-Lübbecke.
EuPD Research: E-Mobilität braucht neue Stromtarife
[15.5.2018] Im Rahmen des „Energiewende Awards“ hat EuPD Research Energieversorger und Hausbesitzer auch nach dem Thema E-Mobilität befragt. Ein Ergebnis: Die von den Kunden gewünschten speziellen Ladestrom-Tarife werden noch kaum angeboten. mehr...
Baden-Württemberg: Förderoffensive für E-Busse
[9.5.2018] Neue Fördermöglichkeiten für E-Busse sind auf der Veranstaltung „Förderoffensive E-Busse in Baden-Württemberg“ präsentiert worden. Der „BW-e-Bus-Gutschein“ soll beispielsweise bei der Deckung der Betriebskosten unterstützen. mehr...
Stadtwerke Gütersloh: Zuhause laden
[7.5.2018] GT-Ladebox heißt das neueste Produkt der Stadtwerke Gütersloh. Der kommunale Versorger bietet damit einen Rundum-Service zur Installation einer hauseigenen Ladestation für Elektroautos. mehr...
Vertriebsleiter Gunnar Gühlstorf (l.) und Thomas Primon, Leiter Energiewirtschaft bei den Stadtwerken Gütersloh, stellten das neue Produktpaket GT-Ladebox vor.
Bonn: Logischer Schritt
[3.5.2018] Die Bonner Verkehrsbetriebe SWB Bus und Bahn wollen den Linienbusverkehr auf Elektromobilität umstellen und beschaffen sieben Busse mit Batterieantrieb. mehr...
Seit 2016 werden in Bonn Elektrobusse im Linieneinsatz getestet.