Handelsblatt

Mittwoch, 16. Januar 2019

Baden-Württemberg:
Weitere Wärmenetze bezuschusst


[9.5.2018] Das baden-württembergische Umweltministerium fördert mit rund 2,4 Millionen Euro zwölf energieeffiziente Wärmenetze. Mit der Umsetzung der Projekte könnte der CO2-Ausstoß im Land um 5.500 Tonnen pro Jahr reduziert werden.

Das baden-württembergische Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat weitere zwölf energieeffiziente Wärmenetze im Land mit insgesamt rund 2,4 Millionen Euro bezuschusst. Wie das Ministerium mitteilt, betragen die Gesamtinvestitionskosten der Projekte 18,4 Millionen Euro. „Die nun geförderten Projekte führen zum Bau von Wärmenetzen auf einer Länge von insgesamt 29 Kilometern“, berichtet Umweltminister Franz Untersteller (Bündnis90/Die Grünen). Rund 500 Gebäude würden damit künftig klimafreundlicher beheizt und mit Warmwasser versorgt. „Dies spart jährlich rund zwei Millionen Liter Heizöl ein und reduziert den CO2-Ausstoß im Land um 5.500 Tonnen im Jahr.“
Zusammen knapp 600.000 Euro gehen zum Beispiel an zwei Projekte in der Gemeinde Kleines Wiesental im Kreis Lörrach. 50 Gebäude sollen im Ortsteil Wies über ein neues Wärmenetz mit einer Länge von 2,65 Kilometern klimafreundliche Wärme aus Holzhackschnitzeln und Solarthermie erhalten, im Ortsteil Neuenweg sollen 25 Gebäude an ein neues, 2,1 Kilometer langes Wärmenetz angeschlossen werden. Ein Zuschuss in Höhe von 250.000 Euro geht in die Gemeinde Zell im Wiesental (Kreis Lörrach), je 200.000 Euro erhalten Projekte in Ebenweiler (Kreis Ravensburg), Hausen im Tal (Gemeinde Beuron, Kreis Sigmaringen), Kleinaspach (Rems-Murr-Kreis), Ulm und Vöhringen-Wittershausen (Kreis Rottweil).
„Wir müssen das Bereitstellen von warmem Wasser und das Heizen effizienter machen und möglichst auf erneuerbare Energiequellen umstellen, damit wir unsere Klimaschutzziele erreichen können“, betonte Umweltminister Untersteller. Neben der Solarthermie, Biomassefeuerungen oder der Geothermie müsse auch die bei industriellen Prozessen oder der Kraft-Wärme-Kopplung anfallende Abwärme konsequent genutzt werden. Seit dem Start des auf sechs Jahre angelegten Förderprogramms „Energieeffiziente Wärmenetze“ im Jahr 2016 hat das Umweltministerium insgesamt 33 Projekte mit Gesamtinvestitionen in Höhe von 57 Millionen Euro mit zusammen rund 6,3 Millionen Euro bezuschusst. (sav)

Weitere Informationen zu den Projekten (123 KB) (Deep Link)

Stichwörter: Politik, Baden-Württemberg, Kraft-Wärme-Kopplung, Förderung



Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

e-world

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik

BMWi: Feicht wird Energiestaatssekretär
[9.1.2019] Andreas Feicht wechselt zum 1. Februar ins Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Der Chef der Wuppertaler Stadtwerke wird Staatssekretär für Energie und Digitales. mehr...
Andreas Feicht, Chef der Wuppertaler Stadtwerke, wird Staatssekretär für Energie und Digitales im Bundeswirtschaftsministerium.
Agora Energiewende: Gemischte Jahresbilanz
[9.1.2019] Warum war 2018 ein Ausnahmejahr für die Energiewende? Antworten liefert der Jahresrückblick von Agora Energiewende. mehr...
Erneuerbare Energien verzeichneten 2018 Rekorderträge und lieferten erstmals so viel Strom wie Kohle.
Stromkennzeichnung: Energie mit regionalem Gesicht
[7.1.2019] Mithilfe des neuen Regionalnachweisregisters des Umweltbundesamts können die Bürger EEG-Strom aus ihrer Region beziehen. mehr...
Baden-Württemberg: Monitoring-Bericht zur Energiewende
[21.12.2018] In Baden-Württemberg hat der Ausbau der solaren Nahwärme im vergangenen Jahr Fahrt aufgenommen. Das zeigt der aktuelle Monitoring-Bericht zur Energiewende im Land. Weniger erfreulich: Die Zahl an Redispatch-Maßnahmen hat sich mehr als verdreifacht. mehr...
Erzeugung: Strommix wird immer grüner
[20.12.2018] Der Anteil erneuerbarer Energien am Erzeugungsmix ist im Jahr 2018 auf insgesamt 35 Prozent gestiegen. Dadurch sanken die Treibhausgas-Emissionen der Energiewirtschaft um rund elf Millionen Tonnen. mehr...

Suchen...

Aktuelle Meldungen