Mittwoch, 19. September 2018

Stadtwerke Bielefeld:
Starkes Geschäftsjahr 2017


[20.6.2018] Besser als geplant verlief für die Stadtwerke Bielefeld das Geschäftsjahr 2017. Beeinflusst wurde es vor allem durch die Energiewende und Digitalisierung. Die Stadtwerke haben damit nun das finanzielle Polster für die anstehenden Zukunftsinvestitionen.

Auf ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 blicken die Stadtwerke Bielefeld zurück. Dieses verlief operativ besser als geplant. Die Stadtwerke befinden sich somit nach eigenen Angaben aktuell in einer sehr guten finanziellen Lage: Neben dem ausschüttungsfähigen Jahresergebnis von rund 82,9 Millionen Euro (Vorjahr: 58,4 Millionen Euro), habe zusätzlich eine Eigenkapitalstärkung von rund 75 Millionen Euro erwirtschaftet werden können. „Das Geschäftsjahr 2017 hat wieder gezeigt, wie sehr die neuen Herausforderungen und der Wettbewerbsdruck die Energiebranche verändern. Trotzdem ist es uns gelungen, unsere Markt- und Wettbewerbsposition auf gutem Niveau zu halten“, freuen sich die Geschäftsführer der Stadtwerke Bielefeld, Martin Uekmann und Friedhelm Rieke.
Wie die Stadtwerke Bielefeld weiter mitteilen, wurde das Geschäftsjahr vor allem durch die Megatrends Digitalisierung sowie Energie- und Verkehrswende beeinflusst. Das Marktumfeld für Energieversorger ändere sich dadurch rasant. „Betrachtet man all diese Umstände, können wir sehr zufrieden sein mit unserem Ergebnis. Sieht man einmal von den Sondereffekten und außergewöhnlichen Umständen ab, konnten wir dank vielfältiger Aktivitäten auch unser Kerngeschäft stärken. So wurden zum Beispiel in den Wärmesparten und beim Trinkwasser höhere Absatzmengen erzielt“, berichtet Friedhelm Rieke. „Außerdem hält sich der Trend, dass die Bielefelder ihren Stadtwerken Vertrauen schenken. Wir haben beim Strom in Bielefeld nur eine Wechselquote von 14,6 Prozent. Bundesweit liegt diese bei 42,7 Prozent. Auch die Wechselquote beim Gas ist vergleichsweise niedrig.“

Zukunftsinvestitionen stehen an

Den größten Anteil an dem außergewöhnlichen Ergebnis des Geschäftsjahres 2017 hatte laut den Stadtwerken allerdings die Kernbrennstoffsteuer-Rückzahlung aus dem AKW Grohnde, die allein rund 120 Millionen Euro ausmachte. Aufgrund dieser besonderen Situation wurde mit der Stadt Bielefeld und der BBVG vereinbart, dass knapp 90 Millionen Euro aus den Ergebnissen der Jahre 2016 und 2017 an die Stadtwerke zurückfließen, statt wie bisher üblich das gesamte Ergebnis an die Stadt abzuführen. „Dies ist nötig, da die Stadtwerke in den kommenden Jahren dringende Zukunftsinvestitionen tätigen müssen“, erklärte Martin Uekmann.
Ganz oben auf der Agenda steht dabei der Aufbau eines flächendeckenden Glasfasernetzes in Bielefeld. Rund 280 Millionen Euro möchten die Stadtwerke nach eigenen Angaben bis 2027 in das Glasfasernetz investieren. Baubeginn ist bereits im Juli dieses Jahres. Ein großes Handlungsfeld bleibe zudem die Energiewende. Seit 2008 sind rund 200 Millionen Euro in den Bau von Solar-, Biomasse- und Windkraftanlagen sowie den Ausbau der Fernwärmeversorgung geflossen. Friedhelm Rieke: „In den nächsten drei Jahren wollen wir weitere 40 Millionen Euro investieren. Zum einen stehen weitere Windkraftprojekte an, zum anderen wollen wir das Thema Energiespeicherung angehen.“ Neben kleineren dezentralen Speichern, gehe es auch um die Errichtung eines innovativen Batteriespeicher-Kraftwerks. „Und nicht zu vergessen: Wir wollen die Zukunft der Mobilität aktiv mitgestalten und investieren unter anderem in Ladesäuleninfrastruktur und neue Verkehrsangebote“, ergänzt Martin Uekmann. Für die geplanten Projekte seien bis zum Jahr 2027 rund 30 Millionen Euro eingeplant. (bs)

www.stadtwerke-bielefeld.de

Stichwörter: Unternehmen, Stadtwerke Bielefeld, Bielefeld



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