Dienstag, 13. November 2018

Offshore-Windkraft:
BDEW fordert Sonderausschreibung


[13.8.2018] In einem aktuellen Positionspapier fordert der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft die Politik dazu auf, Netzanbindungskapazitäten auf See auszuschöpfen und eine Sonderausschreibung für Offshore-Windparks durchzuführen.

BDEW fordert, die Netzanbindungskapazitäten auf See auszuschöpfen. Bis 2025 könnten zu dem bisher vorgesehenen Zubau im Bereich der Offshore-Windenergie zusätzlich rund 1,6 Gigawatt (GW) ans Netz gehen. Das geht aus den Planungen der Übertragungsnetzbetreiber für die Anbindungskapazitäten in Nord- und Ostsee hervor. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fordert deshalb den weiteren Ausbau von Offshore-Windenergie. Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung, erklärt: „Im Koalitionsvertrag ist für 2019 eine Sonderausschreibung für Wind Offshore vorgesehen. Diese sollte 1,6 GW umfassen. Andernfalls wird Potenzial für die Erreichung der Klimaziele 2030 verschenkt.“ Um die weitere Integration der erneuerbaren Energien insgesamt zu gewährleisten, müsse zudem der Netzausbau an Land dringend beschleunigt werden, so Kapferer.
Zum Hintergrund: Bis 2025 ist für Offshore-Windenergie bislang ein Zubau von 10,8 GW geplant. Davon sollen bis 2020 rund 7,7 GW ans Netz gehen. Zwischen 2021 und 2025 sollen aus den vergangenen Ausschreibungsrunden insgesamt 3,1 GW folgen. (al)

www.bdew.de

Stichwörter: Windenergie, BDEW, Offshore-Windkraft

Bildquelle: TenneT TSO GmbH

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Windenergie

Hoort / mea / Loscon: Startschuss für gemeinsamen Windpark
[13.11.2018] Die Bauarbeiten am Windpark Hoort in Mecklenburg-Vorpommern sind nun eingeleitet worden. Drei Kooperationspartner haben die Realisierung des 16-Anlagen-Projekts möglich gemacht. Vom Windpark profitieren sollen vor allem die Bürger der Gemeinde Hoort. mehr...
Das neue Windparkprojekt steht nach Angaben der Projektpartnern ganz im Zeichen der landespolitisch gewollten Bürgerbeteiligung und lokalen Wertschöpfung.
Windwärts: Mängel digital erfassen
[6.11.2018] Gemeinsam mit Partnern hat Windwärts das Windenergie-Informations-System WIS weiterentwickelt. Die elektronische Mängelerfassung in der technischen Betriebsführung wurde verbessert. mehr...
Enercon: 50-Gigawatt-Marke geknackt
[29.10.2018] Mit dem Bau des Windparks Mui Dinh in Vietnam erreicht der Windenergieanlagen-Hersteller Enercon den 50-Gigawatt-Meilenstein. Die über 29.000 weltweit installierten Anlagen des Unternehmens können mittlerweile mehr als 50 Kohlekraftwerksblöcke ersetzen. mehr...
Das Unternehmen Enercon hat weltweit mehr als 29.000 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von über 50 Gigawatt errichtet.
juwi: Auch in Runde vier erfolgreich
[25.10.2018] Auch in der vierten Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land der Bundesnetzagentur konnte sich das Unternehmen juwi durchsetzen und erhielt den Zuschlag für Projekte in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland. mehr...
Windenergie: Perspektiven für den Weiterbetrieb Bericht
[24.10.2018] Bis zum Jahr 2025 fällt eine nennenswerte Anzahl von Windenergieanlagen aus dem System der Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Perspektiven für deren Weiterbetrieb zeigt eine Studie des Bundesverbands WindEnergie auf. mehr...