Donnerstag, 1. Dezember 2022

Emden:
Vorbild für Smart Cities


[8.11.2018] Emden ist dem Ziel der intelligenten Energiestadt näher gerückt. Konkrete Fortschritte gibt es in den Bereichen Verkehrssteuerung, dezentrale Energiesysteme, Gebäudetechnik und bei der Entwicklung einer Smart-City-Plattform.

Die Stadt Emden will in den kommenden Jahren mit einem Gesamtkonzept alle wichtigen Lebensbereiche digitalisieren. Eine treibende Rolle bei dem Vorhaben spielen die örtlichen Stadtwerke. Vor einem Jahr wurde mit dem Technologiekonzern Siemens ein Memorandum of Understanding unterzeichnet (wir berichteten). Jetzt zogen die Verantwortlichen auf einer Pressekonferenz eine erste Bilanz.
Manfred Ackermann, Geschäftsführer der Stadtwerke Emden, erklärte: „Wir sind auf einem guten Weg und können schon heute sagen, dass wir der intelligenten Energiestadt näher gerückt sind. Es hat sich bewährt, dass wir für die Umsetzung unserer Road Map von Anfang an die lokale Wirtschaft, die Hochschule Emden/Leer und viele Dienstleister eingebunden und Siemens als erfahrenen Partner an unserer Seite haben.“ Auch bei Siemens ist man mit der bisherigen Zusammenarbeit zufrieden: „Wir können in Emden eine neue Technik einführen. Emden hat schon heute Vorbildcharakter für die Möglichkeiten der Digitalisierung in Deutschland“, betonte Bernd Koch, Leiter Dezentrale Energiesysteme bei Siemens.

Transparenz über den Energieverbrauch

Konkrete Fortschritte gebe es in der Verkehrssteuerung, bei den dezentralen Energiesystemen, in der Gebäudetechnik und der Entwicklung einer IoT-Plattform (Internet of Things). Andreas Trautmann, Experte für städtische Infrastukturlösungen bei Siemens und federführend verantwortlich für das Projekt mit Emden, berichtete, dass im Bereich Gebäudetechnik größere Transparenz über den Energieverbrauch erreicht werden soll. Betreiber sollen auf einen Blick Fehlfunktionen erkennen und erfahren, wie Energieeinsparungen möglich sind. Aktuell werde daran gearbeitet, das Kulturviertel an das Energiedaten-Management-System Navigator anzubinden. Eine erste Kopplung sei bereits in der Umsetzung, acht weitere sollen folgen.

Bedarfsgerecht geregelter Verkehr

Im Bereich Verkehrssteuerung werde die Parkplatzsituation in Emden analysiert und erfasst. Nutzer der städtischen Keptn App sollen künftig auf ihrem Handy sehen, wo ein Parkplatz frei ist. Schrittweise werde die Anbindung an das Parkleitsystem und der Parkscheinautomaten erfolgen. Ziel sei es, die bestehende Infrastruktur mit zusätzlicher Sensorik und intelligenten Steuerungseinheiten auszubauen, sodass der Verkehr in Emden künftig bedarfsgerecht geregelt werden könne.
Beim zentralen Projekt des Entwicklungskonzepts „Intelligente Energiestadt“ wurden als erste Schritte eine Visualisierung des Energiesystems Emden und Berechnungen für den Fall einer hundertprozentigen erneuerbaren Versorgung inklusive notwendiger Speicher vorgenommen. Darüber hinaus wird an der Entwicklung der IoT-Plattform gearbeitet. Hier werden alle relevanten Daten gesammelt und zusammengeführt, was letztendlich für einen erheblichen Mehrwert für die Stadt, die Unternehmen und die Bevölkerung sorgen soll.

30 Prozent der Bürger nutzen Keptn App

Die Herausforderung, Emden zukunftsfit zu machen, findet auch in der Bevölkerung Resonanz, hieß es auf der Pressekonferenz. Wenige Monate nach Projektstart nutzen 30 Prozent aller Emder die Keptn App. Mit dieser haben die Nutzer stets alle relevanten Informationen über die Stadt dabei und können sich auch virtuell durch Emden bewegen. „Das zeigt uns, dass wir in Sachen Digitalisierung auf dem richtigen Weg sind,“ so Stadtwerke-Chef Ackermann. (al)

http://www.stadtwerke-emden.de

Stichwörter: Smart City, Siemens, Stadtwerke Emden



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Smart City

Bochum: Test mit smarten Leuchten
[1.12.2022] Je nachdem, ob Fußgänger, Radfahrer oder Fahrzeuge die Straße passieren, leuchten fünf mit Sensoren ausgestattete LED-Laternen an der Brockhauser Straße in Bochum nun stärker oder schwächer. Der Pilotversuch der Stadtwerke Bochum ist Teil der Smart-City-Strategie der Stadt. mehr...
Bochum: Stadtwerke starten Pilotversuch zur intelligenten Straßenbeleuchtung.
Modellprojekte Smart Cities: Regionalkonferenz in Flensburg
[10.11.2022] Die Regionalkonferenz des Bundesprogramms Modellprojekte Smart Cities für Kommunen in Norddeutschland ist zu Gast in Flensburg. Sie findet Ende November unter dem Titel „Die Smart-City-Strategie wird Wirklichkeit: Maßnahmen zielgerichtet gestalten“ statt. mehr...
Essen: Digitales Quartier geplant
[9.11.2022] Auch große Städte können einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende leisten. Diesen Anspruch verfolgt das Essener Projekt SmartQuart, das für andere Großstädte eine Vorbildfunktion übernehmen soll. mehr...
Austausch über das in Essen geplante SmartQuart.
JenErgieReal: Reallabor gestartet
[9.11.2022] Mit der Überreichung eines Förderbescheids durch das BMWK ist in Jena jetzt das Reallabor der Energiewende JenErgieReal offiziell gestartet. mehr...
Smart City Werkstatt 2022: Klimaneutralität und Mobilitätskonzepte
[25.10.2022] Die Smart City Werkstatt 2022 startet morgen. An zwei Kongresstagen stehen Klimaneutralität und neue Mobilitätskonzepte auf dem Programm. mehr...

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 11/12 2022
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2022
stadt+werk, Ausgabe 7/8 2022
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Kremsmüller Anlagenbau GmbH
A-4641 Steinhaus
Kremsmüller Anlagenbau GmbH
prego services GmbH
66123 Saarbrücken
prego services GmbH
GISA GmbH
06112 Halle (Saale)
GISA GmbH
ITC AG
01067 Dresden
ITC AG

Aktuelle Meldungen