Samstag, 24. August 2019

Emden:
Vorbild für Smart Cities


[8.11.2018] Emden ist dem Ziel der intelligenten Energiestadt näher gerückt. Konkrete Fortschritte gibt es in den Bereichen Verkehrssteuerung, dezentrale Energiesysteme, Gebäudetechnik und bei der Entwicklung einer Smart-City-Plattform.

Die Stadt Emden will in den kommenden Jahren mit einem Gesamtkonzept alle wichtigen Lebensbereiche digitalisieren. Eine treibende Rolle bei dem Vorhaben spielen die örtlichen Stadtwerke. Vor einem Jahr wurde mit dem Technologiekonzern Siemens ein Memorandum of Understanding unterzeichnet (wir berichteten). Jetzt zogen die Verantwortlichen auf einer Pressekonferenz eine erste Bilanz.
Manfred Ackermann, Geschäftsführer der Stadtwerke Emden, erklärte: „Wir sind auf einem guten Weg und können schon heute sagen, dass wir der intelligenten Energiestadt näher gerückt sind. Es hat sich bewährt, dass wir für die Umsetzung unserer Road Map von Anfang an die lokale Wirtschaft, die Hochschule Emden/Leer und viele Dienstleister eingebunden und Siemens als erfahrenen Partner an unserer Seite haben.“ Auch bei Siemens ist man mit der bisherigen Zusammenarbeit zufrieden: „Wir können in Emden eine neue Technik einführen. Emden hat schon heute Vorbildcharakter für die Möglichkeiten der Digitalisierung in Deutschland“, betonte Bernd Koch, Leiter Dezentrale Energiesysteme bei Siemens.

Transparenz über den Energieverbrauch

Konkrete Fortschritte gebe es in der Verkehrssteuerung, bei den dezentralen Energiesystemen, in der Gebäudetechnik und der Entwicklung einer IoT-Plattform (Internet of Things). Andreas Trautmann, Experte für städtische Infrastukturlösungen bei Siemens und federführend verantwortlich für das Projekt mit Emden, berichtete, dass im Bereich Gebäudetechnik größere Transparenz über den Energieverbrauch erreicht werden soll. Betreiber sollen auf einen Blick Fehlfunktionen erkennen und erfahren, wie Energieeinsparungen möglich sind. Aktuell werde daran gearbeitet, das Kulturviertel an das Energiedaten-Management-System Navigator anzubinden. Eine erste Kopplung sei bereits in der Umsetzung, acht weitere sollen folgen.

Bedarfsgerecht geregelter Verkehr

Im Bereich Verkehrssteuerung werde die Parkplatzsituation in Emden analysiert und erfasst. Nutzer der städtischen Keptn App sollen künftig auf ihrem Handy sehen, wo ein Parkplatz frei ist. Schrittweise werde die Anbindung an das Parkleitsystem und der Parkscheinautomaten erfolgen. Ziel sei es, die bestehende Infrastruktur mit zusätzlicher Sensorik und intelligenten Steuerungseinheiten auszubauen, sodass der Verkehr in Emden künftig bedarfsgerecht geregelt werden könne.
Beim zentralen Projekt des Entwicklungskonzepts „Intelligente Energiestadt“ wurden als erste Schritte eine Visualisierung des Energiesystems Emden und Berechnungen für den Fall einer hundertprozentigen erneuerbaren Versorgung inklusive notwendiger Speicher vorgenommen. Darüber hinaus wird an der Entwicklung der IoT-Plattform gearbeitet. Hier werden alle relevanten Daten gesammelt und zusammengeführt, was letztendlich für einen erheblichen Mehrwert für die Stadt, die Unternehmen und die Bevölkerung sorgen soll.

30 Prozent der Bürger nutzen Keptn App

Die Herausforderung, Emden zukunftsfit zu machen, findet auch in der Bevölkerung Resonanz, hieß es auf der Pressekonferenz. Wenige Monate nach Projektstart nutzen 30 Prozent aller Emder die Keptn App. Mit dieser haben die Nutzer stets alle relevanten Informationen über die Stadt dabei und können sich auch virtuell durch Emden bewegen. „Das zeigt uns, dass wir in Sachen Digitalisierung auf dem richtigen Weg sind,“ so Stadtwerke-Chef Ackermann. (al)

http://www.stadtwerke-emden.de

Stichwörter: Smart City, Siemens, Stadtwerke Emden



Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige



Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Smart City

Smart City Solutions 2019: Vordenker gesucht
[16.8.2019] Die Smart City Solutions sucht Geschäftsmodelle für Städte der Zukunft. Noch bis zum 25. August können Bewerber ihre Unterlagen für den Pitch einreichen. mehr...
Kaiserslautern: Smarte Beleuchtungsanlage eröffnet
[14.8.2019] Die bislang längste smarte Beleuchtungsanlage in Rheinland-Pfalz ist in Kaiserslautern eröffnet worden. Die zehn Anlagen lassen sich vor Ort durch die Nutzer oder aus einer Leitstelle steuern, melden selbstständig Fehler, projizieren bei Glätte Warnungen auf den Gehweg und messen Temperatur, Luftfeuchtigkeit sowie Nutzungsfrequenz. mehr...
Die längste intelligente Leuchtenstrecke in Rheinland-Pfalz ist eröffnet.
Haßfurt: Mit Energieplanung zur Smart City
[2.8.2019] In der bayerischen Stadt Haßfurt ist nun der Startschuss für das Modellprojekt Smart Cities gefallen. Als erster Schritt wird gemeinsam mit dem Institut für Energietechnik ein digitaler Energienutzungsplan erstellt. mehr...
Ein digitaler Energienutzungsplan für Haßfurt ist Grundlage und erster Baustein der Gesamtstrategie auf dem Weg zur Smart City.
KMU Herbstforum: Die digitale Zukunft der Stadtwerke
[1.8.2019] Der Fachkräftemangel, LoRaWAN und E-Mobilität – das sind die Hauptthemen auf der Agenda des KMU Herbstforums des BDEW Mitte September in Göppingen. mehr...
KIK-S / regio iT: In Kooperation zum LoRaWAN
[12.7.2019] Stadtwerken und Kommunen einen schnellen Einstieg in das Thema LoRaWAN ermöglichen, wollen die Stadtwerke-Kooperation KIK-S und der IT-Dienstleister regio iT. Das soll den Weg hin zur Smart City ebnen. mehr...

Suchen...

 Anzeige

 Anzeige

GIS Consult GmbH
45721 Haltern am See
GIS Consult GmbH
GreenPocket GmbH
51063 Köln
GreenPocket GmbH
euroLighting GmbH
72202 Nagold
euroLighting GmbH
GISA GmbH
06112 Halle (Saale)
GISA GmbH
iS Software GmbH
93059 Regensburg
iS Software GmbH

Aktuelle Meldungen