Sonntag, 17. Februar 2019

Main-Donau Netzgesellschaft:
Trafo statt Netzausbau


[14.11.2018] Mithilfe eines regelbaren Ortsnetztrafos will die Main-Donau Netzgesellschaft erneuerbare Erzeugungsleistungen deutlich einfacher integrieren und beim Netzausbau sparen.

Die Main-Donau Netzgesellschaft hat einen regelbaren Ortsnetztrafo in Morlitzwinden installiert. Die Nürnberger Main-Donau Netzgesellschaft hat einen regelbaren Ortsnetztrafo in Morlitzwinden, einem Ortsteil der Gemeinde Buch am Wald (Landkreis Ansbach), installiert. Wie die N-ERGIE-Tochter mitteilt, wird mithilfe des neuen Trafos die Einspeisung aus regenerativen Quellen – vor allem Sonne und Wind – in das Versorgungsnetz optimiert. Die Anlage erkennt Spannungsschwankungen, die durch die Veränderung der dezentralen Einspeisung im Netz entstehen und gleicht diese automatisch und im laufenden Betrieb aus. Dadurch könnten auch bauliche Maßnahmen zur Netzverstärkung vermieden oder zeitlich aufgeschoben werden.
In das Stromnetz der Main-Donau Netzgesellschaft speisen derzeit fast 50.000 dezentrale Erzeugungsanlagen mit einer installierten Leistung von 2.300 Megawatt (MW) ein, informiert der Netzbetreiber. Auch in Morlitzwinden seien zahlreiche Anlagen installiert und weitere Photovoltaikanlagen in Planung. Der Netzbetreiber erwartet, dass mit dem Einsatz des regelbaren Ortsnetztrafos zusätzliche erneuerbare Erzeugungsleistungen deutlich einfacher und kostensparender integriert werden können als im konventionellen Netzausbau. (al)

www.main-donau-netz.de

Stichwörter: Smart Grid, Netze, N-ERGIE, Main-Donau Netzgesellschaft

Bildquelle: N-ERGIE

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