Sonntag, 17. Februar 2019

Nordfriesland:
Windstrom lokal nutzen


[6.12.2018] Eine Wasserstoff-Infrastruktur für Brennstoffzellenfahrzeuge soll in Nordfriesland entstehen. Mit dem Projekt eFarm will das Unternehmen GP Joule neue Märkte für die Windenergie erschließen.

In Nordfriesland sollen Brennstoffzellenbusse mit grünem Wasserstoff fahren. Das bisher größte grüne Wasserstoff–Mobilitätsprojekt in Deutschland ist in Nordfriesland gestartet. Im Vorhaben eFarm baut das Unternehmen GP Joule eine Wasserstoff-Infrastruktur von der Erzeugung über die Verarbeitung bis hin zur Flottennutzung auf. Dazu wird Windstrom per Elektrolyse zu Wasserstoff umgewandelt. Um Nachfrage und Verbrauch zu aktivieren, werden neben fünf Brennstoffzellenautos auch zwei Brennstoffzellenbusse angeschafft, die im Linienverkehr im Kreis Nordfriesland eingesetzt werden. Für die Produktion des grünen Wasserstoffs aus Windkraft, der an den zwei öffentlichen Tankstellen getankt werden kann, werden bis Ende 2019 fünf Elektrolyseure mit einer Leistung von je 225 Kilowatt (kW) an geeigneten Standorten installiert – nah an den Windkraftanlagen und in der Nähe von Wärmenetzen. Da bei der Produktion von Wasserstoff auch Wärme anfällt, soll diese zur lokalen nachhaltigen Wärmeversorgung beitragen. Mit eFarm will GP Joule nach eigenen Angaben die Veredelung von Strom in der Region möglich machen und neue Märkte für die Windenergie erschließen. Das Projekt zeige eine Alternative zum umstrittenen Netzausbau auf und mache die starke Windenergie in Schleswig-Holstein lokal nutzbar. (al)

www.gp-joule.de

Stichwörter: Elektromobilität, GP JOULE, Nordfriesland, Brennstoffzelle

Bildquelle: GP JOULE

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