Montag, 14. Oktober 2019

Stadtwerke Tübingen:
Wärme aus der Modefabrik


[4.2.2019] Gemeinsam mit dem Textilunternehmen Gerhard Rösch haben die Stadtwerke Tübingen ein Projekt zur Nutzung industrieller Abwärme gestartet. Der kommunale Versorger kann so seine Wärmeerzeugung um über 3.800 Megawattstunden pro Jahr steigern.

Innovatives Wärmeprojekt in Tübingen: Heizzentrale auf dem Firmengelände der Rösch-Gruppe. Überschüssige Abwärme aus der Textilproduktion nutzen und damit mehrere positive Effekte erreichen – das ist das Ziel eines Wärmeprojekts der Stadtwerke Tübingen (swt) und der Gerhard-Rösch-Gruppe. Am Produktionsstandort der Modefirma in Tübingen entsteht bei der energieaufwendigen Textilproduktion eine große Menge Abwärme. Bislang entwich sie ungenutzt durch den Kamin in die Luft. Mit einer regenerativen Thermal-Oxidationsanlage (RTO), einem Verfahren zur thermischen Abgasreinigung, wird Wärme gewonnen, die jetzt in das Fernwärmenetz der Stadtwerke Tübingen eingespeist wird.
Die Stadtwerke Tübingen können dadurch ihre Wärmeerzeugung nach eigenen Angaben um mehr als 3.800 Megawattstunden pro Jahr steigern. Um diese Wärmemenge in einer konventionellen Kesselanlage zu erzeugen, müssten rund 500.000 Liter Heizöl verbrannt werden. Ortwin Wiebecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen, sagt über das Projekt: „Es ist ein klassisches Beispiel von Geben und Nehmen. Unser Fernwärmenetz wird leistungsstärker und die Rösch-Gruppe bekommt Erlöse für Abwärme, die sonst ungenutzt verloren gehen würde. Auf intelligente Weise entsteht so eine nachhaltige Verbindung aus Energieeffizienz und umweltschonender Abwärmenutzung.“ (al)

http://www.swtue.de

Stichwörter: Fernwärme, Stadtwerke Tübingen

Bildquelle: Gerhard Rösch Gruppe

Druckversion    PDF     Link mailen




 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Fernwärme

Cottbus: Wärme aus Braunkohle bis 2032
[11.10.2019] Die Stadt Cottbus, die Stadtwerke-Tochter HKW Heizkraftwerksgesellschaft Cottbus und die Lausitz Energie Kraftwerke haben eine Verlängerung der Fernwärmelieferung vom Kraftwerksstandort Jänschwalde bis zum Ende des Jahres 2032 vereinbart. mehr...
Leipzig: 8,5 Millionen Euro für Wärmenetz
[12.9.2019] Im Leipziger Westen wurde mithilfe des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ein 4,1 Kilometer langes Fernwärmenetz neu geplant und gebaut. Angeschlossen wurden dabei viele öffentliche Gebäude. mehr...
Forschung: Kempen wird zum Reallabor Bericht
[3.9.2019] Eine Blaupause für intelligente Wärmenetze soll im Rahmen des Forschungsprojekts BestHeatNet entstehen. Erprobt wird das Konzept in einem Neubau-Quartier in der Stadt Kempen. mehr...
Die im Bau befindliche Wärmezentrale für das Baugebiet „Auf dem Zanger“ in Kempen, kurz bevor der 50 Kubikmeter fassende Wärmespeicher durch das Dach ins Innere gehoben wurde.
Hamburg: Energiezentrale im Bau
[27.8.2019] Die industrielle Abwärmenutzung in Hamburg nimmt weiter Fahrt auf: Jetzt wurde der Grundstein für die neue Energiezentrale gelegt, welche die zuverlässige Fernwärmeversorgung sichert. mehr...
Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan und die enercity-Vorstandsvorsitzende Susanna Zapreva legen den Grundstein für die neue Energiezentrale.
Neubrandenburger Stadtwerke: Grundstein für Wärmespeicher gelegt
[21.8.2019] In Neubrandenburg ist offiziell der Grundstein für einen Kurzzeitwärmespeicher gelegt worden. Die Neubrandenburger Stadtwerke investieren dafür mehr als zehn Millionen Euro, die Speicherkapazität beträgt 700 Megawattstunden. mehr...
Der Kurzzeitwärmespeicher wird nach Fertigstellung 36 Meter hoch sein und 23.000 Kubikmeter Fernwärmewasser mit einer maximalen Speichertemperatur von 99 °C fassen.

Suchen...

 Anzeige

Aktionscode für stadt+werk-Leser:
SCW-K21

 Anzeige


Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Fernwärme:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH
Savosolar GmbH
22761 Hamburg
Savosolar GmbH

Aktuelle Meldungen