Dienstag, 18. Februar 2020

Stadtwerke Tübingen:
Wärme aus der Modefabrik


[4.2.2019] Gemeinsam mit dem Textilunternehmen Gerhard Rösch haben die Stadtwerke Tübingen ein Projekt zur Nutzung industrieller Abwärme gestartet. Der kommunale Versorger kann so seine Wärmeerzeugung um über 3.800 Megawattstunden pro Jahr steigern.

Innovatives Wärmeprojekt in Tübingen: Heizzentrale auf dem Firmengelände der Rösch-Gruppe. Überschüssige Abwärme aus der Textilproduktion nutzen und damit mehrere positive Effekte erreichen – das ist das Ziel eines Wärmeprojekts der Stadtwerke Tübingen (swt) und der Gerhard-Rösch-Gruppe. Am Produktionsstandort der Modefirma in Tübingen entsteht bei der energieaufwendigen Textilproduktion eine große Menge Abwärme. Bislang entwich sie ungenutzt durch den Kamin in die Luft. Mit einer regenerativen Thermal-Oxidationsanlage (RTO), einem Verfahren zur thermischen Abgasreinigung, wird Wärme gewonnen, die jetzt in das Fernwärmenetz der Stadtwerke Tübingen eingespeist wird.
Die Stadtwerke Tübingen können dadurch ihre Wärmeerzeugung nach eigenen Angaben um mehr als 3.800 Megawattstunden pro Jahr steigern. Um diese Wärmemenge in einer konventionellen Kesselanlage zu erzeugen, müssten rund 500.000 Liter Heizöl verbrannt werden. Ortwin Wiebecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen, sagt über das Projekt: „Es ist ein klassisches Beispiel von Geben und Nehmen. Unser Fernwärmenetz wird leistungsstärker und die Rösch-Gruppe bekommt Erlöse für Abwärme, die sonst ungenutzt verloren gehen würde. Auf intelligente Weise entsteht so eine nachhaltige Verbindung aus Energieeffizienz und umweltschonender Abwärmenutzung.“ (al)

http://www.swtue.de

Stichwörter: Fernwärme, Stadtwerke Tübingen

Bildquelle: Gerhard Rösch Gruppe

Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Fernwärme

Blockheizkraftwerke: BHKW 4.0 bringt Nutzen für das System Bericht
[14.2.2020] Blockheizkraftwerke dienen der bedarfsgerechten Erzeugung von Strom und Wärme vor Ort. Durch den Ausbau erneuerbarer Energien ändert sich ihre Rolle. Die Anlagen müssen auch dazu beitragen, das Stromnetz zu stabilisieren. Was bedeutet das für den wirtschaftlichen Betrieb? mehr...
BHKW-Modul zur Versorgung der Wohnsiedlung in Oberhausen-Barmingholten.
MVV Energie: Grüne Wärme für Mannheim
[4.2.2020] Das Unternehmen MVV Energie will die Wärmeerzeugung in den kommenden Jahren auf regenerative Quellen umstellen. Jetzt wurde eine Müllverbrennungsanlage an das Mannheimer Fernwärmenetz angebunden. mehr...
Startschuss für die grüne Fernwärme in Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar.
wärme.netz.werk Rhein-Neckar: Grüne Wärme für die Metropolregion
[8.1.2020] Die Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) treten dem Gemeinschaftsunternehmen wärme.netz.werk Rhein-Neckar bei. Die Gesellschaft wurde von den Stadtwerken Heidelberg und dem Mannheimer Energieunternehmen MVV gegründet. mehr...
REWAG: Nahwärme für Mintraching
[19.12.2019] Für die Gemeinde Mintraching‎ hat die REWAG ein 1.400 Meter langes Nahwärmenetz installiert. Gespeist wird es durch ein Biogas-Blockheizkraftwerk. Für Spitzenlasten steht ein Heizkessel bereit. Die Investition betrug 1,2 Millionen Euro. mehr...
Die REWAG-Vorstände Bernhard Büllmann und Torsten Briegel, Bürgermeisterin Angelika Ritt-Frank und Bauamtsleiter Franz Wudi vor der Mintrachinger Sporthalle.
Leipzig: Stadt der Wärmewende Bericht
[12.12.2019] Leipzig will den Kohleausstieg. Allerdings setzt die neue Fernwärmestrategie der Stadt weiterhin auf fossile Energieträger. Blockheizkraftwerke und ein neues Gas- und Dampfturbinenkraftwerk sollen künftig die Wärme liefern. mehr...
Stein des Anstoßes zum Kohleausstieg: Das mit Braunkohle betriebene Kraftwerk Lippendorf.

Suchen...

 Anzeige

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Fernwärme:
Savosolar GmbH
22761 Hamburg
Savosolar GmbH
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen