Sonntag, 20. Oktober 2019

Greenpeace Energy:
Erneuerbare senken Strompreis


[7.2.2019] Laut einer Analyse zum Kohleausstieg im Auftrag von Greenpeace Energy können Strompreise und CO2-Emissionen deutlich sinken, wenn erneuerbare Energien beispielsweise auf frei werdenden Tagebauflächen konsequent ausgebaut werden.

Greenpeace Energy will auf ehemaligen Tagebauflächen zusätzliche Wind- und Photovoltaikanlagen errichten. Wenn ein ehrgeiziger Ausbau von Windkraft und Solaranlagen über die bisherige EEG-Planung hinaus den geplanten Kohleausstieg begleitet, kann dies den Strompreis und die europäischen CO2-Emissionen deutlich senken. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Analysehauses Energy Brainpool im Auftrag des Ökoenergieanbieters Greenpeace Energy. Laut der Analyse sinkt der Strompreis pro zehn Terawattstunden zusätzlich bereitgestellter Ökoenergien um 60 Cent pro Megawattstunde bis 2022 oder um 1,49 Euro bis 2038. Für den gleichen Erneuerbaren-Zubau sinken die CO2-Emissionen im europäischen Kraftwerkspark im Jahr 2022 um 4,6 Millionen Tonnen. Sönke Tangermann, Vorstand bei Greenpeace Energy, fordert: „Jetzt müssen die politischen Weichen so gestellt werden, dass wir die großen Vorteile von günstigem und sauberem Ökostrom bei der Ausgestaltung des Kohleausstiegs bestmöglich nutzen.“
Nach den Worten von Tangermann untermauern die Zahlen, wie sinnvoll es ist, auf ehemaligen Tagebauflächen zusätzliche Wind- und Photovoltaikanlagen zu errichten. Der Hintergrund: Der Ökostromanbieter hat RWE angeboten, Kohlereviere und -kraftwerke zu übernehmen, schrittweise stillzulegen und auf den Tagebauflächen im Rheinischen Revier für rund sieben Milliarden Euro Erneuerbare-Energien-Anlagen zu errichten (wir berichteten). „Die Bundesregierung muss in einem kommenden Klimagesetz den schnellen Ausbau von Wind- und Solarenergie gezielt auf frei werdenden Tagebauflächen ermöglichen“, sagt Tangermann. Es gelte, die Empfehlungen der Kohlekommission unbedingt um eine konkrete Ausbauplanung in den Braunkohleregionen zu ergänzen. (al)

Untersuchung von Energy Brainpool im Auftrag von Greenpeace Energy (PDF, 1 MB) (Deep Link)
http://www.greenpeace-energy.de

Stichwörter: Politik, Greenpeace Energy, Energy Brainpool

Bildquelle: Greenpeace Energy

Druckversion    PDF     Link mailen




 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik

Greenpeace Energy / FÖS: Ausbau als Sparprogramm
[16.10.2019] Greenpeace Energy stellt eine neue Analyse zu den Kosten der deutschen Energieproduktion vor. Laut der Kurzanalyse kann der Ausbau der erneuerbaren Energien als Sparprogramm für nachfolgende Generationen gesehen werden. mehr...
Erneuerbare-Ausbau ist ein Sparprogramm für nachfolgende Generationen – das prognostiziert die Analyse des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS).
Greenpeace Energy: Neue Studien zu grünen Gasen
[27.9.2019] Deutschland muss massiv auf erneuerbaren Wasserstoff setzen, um seine Klimaziele zu erreichen. Das ist das Ergebnis zweier von Greenpeace Energy beauftragter Analysen. Eine Erkenntnis: Elektrolyseure brauchen eine Laufzeit von 3.000 Stunden, um wirtschaftlich zu arbeiten. mehr...
Wasserstoff-Produktion: Elektrolyseure müssen mit grünem Strom laufen.
Deutscher Städtetag: Städte betreiben aktiv Klimaschutz
[25.9.2019] Für die deutschen Städte ist das Klimapaket der Bundesregierung nicht aussreichend, um die Klimaziele zu erreichen. Sie fordern unter anderem mehr Mittel von Bund und Ländern für Investitionen in die kommunale Verkehrsinfrastruktur. mehr...
Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeister von Leipzig.
Stadtwerkestudie 2019: Kooperation ist die Zukunft Bericht
[24.9.2019] Sektorkonvergenz spielt auch in der Energiewirtschaft eine immer größere Rolle, wie sich an der EY-Stadtwerkestudie 2019 zeigt. Um diese Veränderungen als Chance zu nutzen, sollten die Versorgungsunternehmen neue Geschäftsfelder jenseits der Energieversorgung in den Blick nehmen. mehr...
Die Stadtwerkestudie 2019 zeigt, dass Energieversorger zunehmend auf Kooperationen und Partnerschaften setzen, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.
Klimaschutzpaket: Kein großer Wurf
[23.9.2019] Die Verbände VKU und BDEW können dem Klimaschutzpaket der Bundesregierung nur wenig Positives abgewinnen. mehr...
BDEW-Präsidentin Marie-Luise Wolff sprach zwar von wichtigen Weichenstellungen, das Gesamtpaket überzeuge jedoch nicht.

Suchen...

 Anzeige

Aktionscode für stadt+werk-Leser:
SCW-K21

 Anzeige


Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH
iS Software GmbH
93059 Regensburg
iS Software GmbH
IDS GmbH
76275 Ettlingen
IDS GmbH

Aktuelle Meldungen