Dienstag, 6. Dezember 2022

BWE Berlin/Brandenburg:
Branche bereit für mehr Verantwortung


[7.3.2019] Der Rückgang der Zubauzahlen stand im Fokus der Pressekonferenz des Bundesverbands WindEnergie Berlin/Brandenburg. Die Branche sei bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen, sagte Landesvorsitzender Jan Hinrich Glahr. Die Landesregierung dürfe aber nicht weiter bremsen.

Der Rückgang der Zubauzahlen stand im Fokus der Pressekonferenz des Bundesverbands WindEnergie Berlin/Brandenburg. Der Bundesverband WindEnergie Berlin/Brandenburg (BWE) hat Anfang März auf seiner Jahrespressekonferenz die Wind-Zubauzahlen für das Jahr 2018 in Brandenburg und die Prognosen für 2019/2020 vorgestellt. Wie der BWE mitteilt, betrug die kumulierte installierte Leistung der Windenergie Ende 2018 – bei knapp 3.800 errichteten Windenergieanlagen – 6,9 Gigawatt (GW). Im Jahr 2018 wurden 91 Windenergieanlagen mit einer Brutto-Leistung von 289 Megawatt (MW) in Brandenburg neu installiert, das ist ein Rückgang von 46 Prozent neu installierter Leistung gegenüber dem Vorjahr. In den Ausschreibungsrunden 2018 gingen Zuschläge für 123 Anlagen mit 391 MW an Windstandorte in Brandenburg. „Auf der Grundlage der Ausschreibungsergebnisse rechnen wir auch für 2019 lediglich mit einem Zubau wie 2018 von etwa 300 MW“, sagte Jan Hinrich Glahr, Landesvorsitzender des BWE Berlin/Brandenburg. Problematisch sei vor allem der weitere Rückgang neuer Genehmigungen. Diese seien zwischen 2017 und 2018 im Vergleich zu den Jahren 2014 bis 2016 um 48 Prozent zurückgegangen. 



Landesregierung bremst Ausbau weiter


„Die Situation wird sich noch deutlich verschärfen, wenn die Landesregierung das geplante Gesetz zur Änderung der Regionalplanung beschließt“, betonte Jan Philipp, Regionalleiter des Planungsbüros wpd in Berlin Brandenburg. Der Gesetzentwurf sieht für Regionen ohne wirksamen Regionalplan ein Genehmigungs-Moratorium vor. „Die beabsichtigte Gesetzesänderung ist abgesehen davon auch nicht erforderlich“, ergänzte Jan Thiele, Rechtsanwalt der Kanzlei Dombert. „Der Gesetzgeber schießt hier deutlich über das Ziel hinaus. Denn schon jetzt gibt es rechtlich ausreichende Instrumente, um einen planerischen Wildwuchs in den Regionen, die einen neuen Regionalplan für die Windenergie aufstellen, zu verhindern.“

Verbesserung der Akzeptanz

„Die Brandenburger Landespolitik muss ihren Bürgerinnen und Bürgern erklären, dass nach den Ergebnissen der Kohlekommission spätestens im Jahr 2038 Schluss ist mit der Verstromung der Braunkohle“, betonte Glahr. Einen Teil der Wertschöpfung, die in der Lausitz verloren geht, würden die Erneuerbaren und insbesondere die Windbranche auffangen können. Glahr weiter: „Die Windbranche ist bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Denn: Brandenburg soll Energieland bleiben, aber Erneuerbar! Dazu ist ein weiterer Ausbau der Windenergie auf mindestens 10,5 GW bis 2030 unumgänglich.“
Thema der Pressekonferenz waren auch die Maßnahmen zur Verbesserung der Akzeptanz von Windenergieprojekten. Dazu gehört die flächendeckende Einführung der bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung. Ebenso begrüße die Branche eine bundeseinheitliche Regelung zur finanziellen Beteiligung von Kommunen an dem Betrieb von Windenergieanlagen, meldet der BEW. (sav)

http://www.wind-energie.de

Stichwörter: Windenergie, BWE Berlin/Brandenburg

Bildquelle: Bundesverband WindEnergie Berlin/Brandenburg (BWE)

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Windenergie

BWE: Leitfaden für Bürger-Windparks
[5.12.2022] Der BWE hat einen Leitfaden für gut geführte Windparks mit Beteiligung von Bürgern vorgelegt. mehr...
SW Lübeck / STAWAG: Windpark Bokel startet
[21.11.2022] In Bokel im Kreis Rendsburg-Eckernförde erzeugt ein neuer Windpark Strom für rund 14.600 Haushalte. Er wurde von den Stadtwerken Lübeck in Kooperation mit der STAWAG in Betrieb genommen. mehr...
Anna-Lena Riotte von den Stadtwerken Lübeck und Harmen Mehrdorf von der STAWAG eröffnen den Windpark Bokel.
Offshore-Wind: Überwachung und Wartung mit Drohnen
[15.11.2022] Was Drohnen in Zukunft alles können, wird im Projekt Offshore logistic drones in Bezug auf Windkraftanlagen auf dem Wasser untersucht. mehr...
Visualisierung des Landeanflugs einer Drohne.
Trianel : Windpark Treis fertig
[14.11.2022] Trianel Erneuerbare Energien hat bei Treis seinen fünften Windpark in Rheinland-Pfalz in Betrieb genommen. mehr...
Trianel hat den fünften Windpark in Rheinland-Pfalz in Betrieb genommen.
Bedburg: Windpark in Betrieb gegangen
[14.11.2022] In Nordrhein-Westfalen sind jetzt die fünf Windenergieanlagen des Windparks Bedburg A 44n ans Netz gegangen. Er produziert mehr Strom als die Bürger und Betriebe der Stadt verbrauchen. mehr...
In Nordrhein Westfalen sind jetzt die fünf Windenergieanlagen des Windparks Bedburg A 44n ans Netz gegangen.

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 11/12 2022
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2022
stadt+werk, Ausgabe 7/8 2022
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2022

Aboverwaltung


Abbonement kuendigen

Abbonement kuendigen
Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Windenergie:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen