Donnerstag, 27. Juni 2019

DVGW:
Regelwerk wird überarbeitet


[12.4.2019] Das Regelwerk für Gasinfrastrukturen und Gasanwendungen will der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) überarbeiten. Es soll auf eine Einspeisung höherer Wasserstoffanteile ausgerichtet werden.

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) hat das Startsignal für die gebündelte und umfassende Weiterentwicklung der technischen Regeln für Erzeugung, Einspeisung, Beimischung, Transport, Verteilung und Speicherung von Wasserstoff in der Erdgas-Infrastruktur gegeben. Ziel ist es nach Angaben des Verbands, die bestehende Gasinfrastruktur für eine schrittweise Erhöhung des Wasserstoffanteils in einem klimafreundlichen Energiesystem fit zu machen. „Die Regelwerks-Weiterentwicklung schafft in der Praxis der Gasversorgung eine wichtige Voraussetzung, um den klimaschonenden Energieträger Wasserstoff technisch sicher in das vorhandene Leitungssystem zu integrieren“, erklärt der DVGW-Vorstandsvorsitzende Professor Gerald Linke.
Das bestehende DVGW-Regelwerk ermöglicht bereits heute überall dort, wo es keine Einschränkungen durch spezifische Anwendungen gibt, Beimischungen von knapp zehn Prozent Wasserstoff in das vorhandene Gasnetz. Bis zum Jahr 2030 soll dieser Wert von zehn Prozent ohne Einschränkungen regelwerksseitig verbindlich gelten, zudem soll eine Zielgröße von etwa 20 Volumenprozent Wasserstoffeinspeisung angepeilt werden. „20 Prozent erscheinen uns nach heutigem Kenntnisstand technisch machbar“, so Gerald Linke. Zukünftig könnten über das System in Summe wahrscheinlich sogar mehr als 50 Prozent grüne Gase, wie zum Beispiel Biomethan, transportiert werden. (bs)

https://www.dvgw.de

Stichwörter: Erdgas, DVGW, Biomethan



Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Erdgas

Schleswig-Holstein: Scharfe Kritik an LNG-Terminal
[21.6.2019] Für Helge Spehr, Vorstand des Verbands der Schleswig-Holsteinischen Energie- und Wasserwirtschaft (VSHEW), ist es „purer Irrsinn“, dass Fracking-Gas aus den USA am geplanten LNG-Terminal in Brunsbüttel angelandet werden soll. mehr...
VSHEW-Vorstand Helge Spehr: „Wir haben keinerlei Verständnis dafür, dass Schleswig-Holsteins Verbraucher und Steuerzahler ausgerechnet die Verwertung klimaschädlicher fossiler Energieträger fördern sollen.“
Interview: Vom Tool zum Pool Interview
[21.6.2019] Energiehandel und -vertrieb werden immer mehr über digitale Plattformen abgewickelt. Welche Auswirkungen dies für Händler und Kunden hat, darüber sprach stadt+werk mit Helmut Kusterer, Leiter Vertrieb Dienstleistungen bei der GasVersorgung Süddeutschland. mehr...
Helmut Kusterer: „Der Energiehandel wird nicht komplett automatisiert ablaufen.”
Bundesrat: Rahmen für LNG-Infrastruktur
[13.6.2019] Die Bundesregierung will den Aufbau einer Infrastruktur für verflüssigtes Erdgas (LNG) erleichtern. Vergangene Woche stimmte der Bundesrat einer entsprechenden Verordung zu. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther plädiert für die Ansiedlung eines nationalen LNG-Terminals in Brunsbüttel. mehr...
Uniper: Erdgas eisgekühlt Bericht
[5.6.2019] Emissionsarme Gaskraftwerke könnten den Ausstieg aus Kohle- und Atomenergie absichern. Dazu müssen die bestehenden Kraftwerksparks besser ausgelastet und die Gas-Infrastruktur ausgebaut werden – etwa durch LNG-Technologie. mehr...
LNG-Tanker: Mit einer Schiffsladung können bis zu 90.000 Haushalte ein Jahr lang mit Gas versorgt werden.
Berlin: Gas-Mobilität stärken
[25.4.2019] Das Unternehmen GASAG hat seine Tankstellen für komprimiertes Erdgas an E.ON Gas Mobil verkauft, liefert den Kraftstoff aber weiterhin. Beide Partner wollen damit zur Verkehrswende in Berlin beitragen. mehr...

Suchen...

 Anzeige

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Erdgas:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen