Dienstag, 21. Mai 2019

E-MAKS:
Immer aktuelle Lastprofile


[17.4.2019] Der Dienstleister E-MAKS unterstützt Netzbetreiber bei der Optimierung ihres Differenzbilanzaggregats auf Basis der zugrundeliegenden Lastprofile. So kann das Risiko hoher Ausgleichsenergiekosten auf ein Minimum reduziert werden.

Differenzmengen im Bilanzkreis sind eine echte Herausforderung für Netzbetreiber und Vertriebe. Während für Großkunden ein fernausgelesener Lastgangzähler viertelstundenscharf die jeweils verbrauchte Energiemenge misst, müssen für Privat- und Kleingewerbekunden Prognosekurven, so genannte Standardlastprofile, abgebildet werden. Jeder Netzbetreiber gibt diese Standardlastprofile für sein Bilanzierungsgebiet vor und ist für die gemeldeten Prognosen verantwortlich. Aufgrund ungenauer Prognosen entstehen Differenzen zwischen prognostizierten und tatsächlichen Energiemengen.
Der Freiburger Dienstleister E-MAKS, ein Unternehmen der Badenova- und Thüga-Gruppe, berät Netzbetreiber bei der Optimierung ihres Differenzbilanzaggregats (DBA) auf Basis der zugrundeliegenden Lastprofile. Je besser die Prognosen, desto geringer seien die Energiemengen im DBA und auch das Kostenrisiko für den Netzbetreiber sinke. Ein Blick auf das Verbrauchsprofil eines Bäckers zeigt laut E-MAKS, dass zwischen dessen ursprünglichem Energiebedarfsverhalten – und damit auch dem für ihn hinterlegten Standardlastprofil – und dem tatsächlichen Energiebedarf eines heutigen Bäckereibetriebs häufig eine Veränderung in der Stromabnahme festzustellen ist. Ein Experte bei E-MAKS erklärt: „Haben wir also um drei Uhr nachts eine große Energiemenge im DBA, eine DBA-Spitze, wie wir das nennen, fangen wir dort an zu analysieren. Es könnte beispielsweise sein, dass das Gewerbeprofil ‚Bäckerei‘ einen Strombedarf um drei Uhr nachts vorsieht und im Differenzbilanzaggregat eine entsprechende DBA-Spitze zu dieser Uhrzeit aufweist.“ Eventuell habe sich das Geschäft aber geändert: Backwaren werden nur noch zugekauft, der Backshop schließt erst um sieben Uhr morgens auf – und verbraucht auch erst ab diesem Zeitpunkt Strom. „Also weiß ich: Dieses Bäckerei-Gewerbeprofil muss ich zur Reduzierung von Differenzmengen anpassen“, so der Spezialist.
Netzbetreiber und somit Bilanzkreisverantwortliche könnten auf die Expertise von E-MAKS in Form von individuell skalierten Leistungspaketen zurückgreifen. Nach Analyse der individuellen Strukturdaten eines Netzbetreibers durch E-MAKS, würden dem Bilanzkreisverantwortlichen erste Handlungsempfehlungen aufgezeigt. Anschließend erfolge durch detaillierte Analysen der vorhandenen Zeitreihen die Optimierung des Differenzbilanzaggregats. Neben der Optimierung und Ausrollung der Standardlastprofile entwickelt E-MAKS – sofern noch nicht vorhanden – zusätzlich tagesparameterabhängige Lastprofile und implementiert diese beim Netzbetreiber.
E-MAKS weist darauf hin: Die Optimierung des Differenzbilanzkreisaggregates ist ein laufender Prozess, der jedes Jahr betrachtet werden müsse. Schließlich entwickle sich das Netz weiter: In Kommunen wachsen neue Stadtgebiete, Ladesäulen oder PV-Anlagen kommen hinzu, und energiesparende Techniken wie LEDs verändern die Lastprofile. Die Vorteile dieser laufenden Optimierung: Die Energiemengen im DBA werden dauerhaft minimiert, sodass auch das Risiko hoher Ausgleichsenergiekosten auf ein Minimum reduziert wird. (al)

https://www.e-maks.de

Stichwörter: Smart Grid, Netze, E-MAKS, Differenzbilanzaggregat



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Netze | Smart Grid

Bundesnetzagentur: Jahresbericht 2018 vorgestellt
[17.5.2019] Der Ausbau des Stromnetzes bleibt die zentrale Herausforderung der Energiewende. Das erklärte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, anlässlich der Veröffentlichung des Jahresberichts 2018. mehr...
Forschung: Mit open_eGo den Netzausbau planen
[14.5.2019] Im Rahmen des Forschungsprojekts open_eGo hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine Software entwickelt, mit der sich der Ausbaubedarf an Netzen und Speicherinfrastruktur wirtschaftlich optimal planen lässt. mehr...
DLR entwickelt Planungssoftware für die Netz- und Systemmodellierung.
E.ON: Smart Grid mit digitalen Trafos
[14.5.2019] Digitale Trafostationen sind die Basis für das intelligente Stromnetz. Die Verteilnetzbetreiber im Besitz von E.ON werden deshalb noch in diesem Jahr 2.500 solcher Anlagen in Betrieb nehmen. mehr...
grid-control: Steuern mit der Netzampel Bericht
[10.5.2019] An Lösungen für zukunftsfähige Verteilnetze wurde im Forschungsprojekt grid-control gearbeitet. Als Alternative zum Netzausbau und der Abregelung von Anlagen wurde im Netz der Gemeinde Freiamt erprobt, wie sich Stromverbraucher und Speicher intelligent steuern lassen. mehr...
Eine Komponente im Projekt grid-control: der steuerbare Quartierspeicher.
Smart Grid: Leitwarte der Zukunft Bericht
[26.4.2019] Die Energiewende bringt Dynamik ins Stromnetz. Heutige Leitwarten sind auf die veränderten Bedingungen nicht vorbereitet. Im Rahmen des Projekts DynaGridCenter will Siemens daher gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft den Weg zur Netzleitwarte der Zukunft ebnen. mehr...
Im Rahmen des Projekts DynaGridCenter möchte Siemens den Weg zur Netzleitwarte der Zukunft einschlagen.

Suchen...

E-MAKS GmbH & Co. KG
79108 Freiburg im Breisgau
E-MAKS GmbH & Co. KG

Aktuelle Meldungen