Donnerstag, 25. April 2019

E-MAKS:
Immer aktuelle Lastprofile


[17.4.2019] Der Dienstleister E-MAKS unterstützt Netzbetreiber bei der Optimierung ihres Differenzbilanzaggregats auf Basis der zugrundeliegenden Lastprofile. So kann das Risiko hoher Ausgleichsenergiekosten auf ein Minimum reduziert werden.

Differenzmengen im Bilanzkreis sind eine echte Herausforderung für Netzbetreiber und Vertriebe. Während für Großkunden ein fernausgelesener Lastgangzähler viertelstundenscharf die jeweils verbrauchte Energiemenge misst, müssen für Privat- und Kleingewerbekunden Prognosekurven, so genannte Standardlastprofile, abgebildet werden. Jeder Netzbetreiber gibt diese Standardlastprofile für sein Bilanzierungsgebiet vor und ist für die gemeldeten Prognosen verantwortlich. Aufgrund ungenauer Prognosen entstehen Differenzen zwischen prognostizierten und tatsächlichen Energiemengen.
Der Freiburger Dienstleister E-MAKS, ein Unternehmen der Badenova- und Thüga-Gruppe, berät Netzbetreiber bei der Optimierung ihres Differenzbilanzaggregats (DBA) auf Basis der zugrundeliegenden Lastprofile. Je besser die Prognosen, desto geringer seien die Energiemengen im DBA und auch das Kostenrisiko für den Netzbetreiber sinke. Ein Blick auf das Verbrauchsprofil eines Bäckers zeigt laut E-MAKS, dass zwischen dessen ursprünglichem Energiebedarfsverhalten – und damit auch dem für ihn hinterlegten Standardlastprofil – und dem tatsächlichen Energiebedarf eines heutigen Bäckereibetriebs häufig eine Veränderung in der Stromabnahme festzustellen ist. Ein Experte bei E-MAKS erklärt: „Haben wir also um drei Uhr nachts eine große Energiemenge im DBA, eine DBA-Spitze, wie wir das nennen, fangen wir dort an zu analysieren. Es könnte beispielsweise sein, dass das Gewerbeprofil ‚Bäckerei‘ einen Strombedarf um drei Uhr nachts vorsieht und im Differenzbilanzaggregat eine entsprechende DBA-Spitze zu dieser Uhrzeit aufweist.“ Eventuell habe sich das Geschäft aber geändert: Backwaren werden nur noch zugekauft, der Backshop schließt erst um sieben Uhr morgens auf – und verbraucht auch erst ab diesem Zeitpunkt Strom. „Also weiß ich: Dieses Bäckerei-Gewerbeprofil muss ich zur Reduzierung von Differenzmengen anpassen“, so der Spezialist.
Netzbetreiber und somit Bilanzkreisverantwortliche könnten auf die Expertise von E-MAKS in Form von individuell skalierten Leistungspaketen zurückgreifen. Nach Analyse der individuellen Strukturdaten eines Netzbetreibers durch E-MAKS, würden dem Bilanzkreisverantwortlichen erste Handlungsempfehlungen aufgezeigt. Anschließend erfolge durch detaillierte Analysen der vorhandenen Zeitreihen die Optimierung des Differenzbilanzaggregats. Neben der Optimierung und Ausrollung der Standardlastprofile entwickelt E-MAKS – sofern noch nicht vorhanden – zusätzlich tagesparameterabhängige Lastprofile und implementiert diese beim Netzbetreiber.
E-MAKS weist darauf hin: Die Optimierung des Differenzbilanzkreisaggregates ist ein laufender Prozess, der jedes Jahr betrachtet werden müsse. Schließlich entwickle sich das Netz weiter: In Kommunen wachsen neue Stadtgebiete, Ladesäulen oder PV-Anlagen kommen hinzu, und energiesparende Techniken wie LEDs verändern die Lastprofile. Die Vorteile dieser laufenden Optimierung: Die Energiemengen im DBA werden dauerhaft minimiert, sodass auch das Risiko hoher Ausgleichsenergiekosten auf ein Minimum reduziert wird. (al)

https://www.e-maks.de

Stichwörter: Smart Grid, Netze, E-MAKS, Differenzbilanzaggregat



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Netze | Smart Grid

Baden-Württemberg: Projekt DA/RE startet Pilotphase
[12.4.2019] Das Flexibilitätspotenzial dezentraler Anlagen für die Stabilisierung des Stromsystems zu nutzen, ist Ziel des Projekts DA/RE, das Anfang April in die Pilotphase gestartet ist. mehr...
Freiburg: badenova investiert ins Stromnetz
[10.4.2019] Die badenova-Tochter bnNETZE investiert in den kommenden Jahren zehn Millionen Euro in die Sanierung des Hochspannungsnetzes in Freiburg. mehr...
Stadtwerke Dresden / Deutsche Telekom: Kooperation für Smart Energy
[9.4.2019] Dresden soll zur 5G-Modellregion für intelligente Energiesysteme werden. Dazu starten die Stadtwerke jetzt gemeinsam mit der Deutschen Telekom ein Pilotprojekt zum intelligenten Stromnetz-Management. mehr...
Stadtwerke Dresden und Deutsche Telekom starten Pilotprojekt zum intelligenten Stromnetz-Management.
Stadtwerke Bochum: Netze für die Zukunft rüsten
[14.3.2019] In die Modernisierung ihrer Netzinfrastruktur wollen die Stadtwerke Bochum in diesem Jahr rund 29 Millionen Euro investieren. Unter anderem werden mehrere Umspannwerke erneuert und das Neubaugebiet MARK 51°7 an das Netz angebunden. mehr...
Die Stadtwerke Bochum modernisieren in diesem Jahr unter anderem mehrere Umspannwerke.
Baden-Württemberg: Forschungsprojekt zum Smart Grid
[12.3.2019] In Giengen an der Brenz erforscht die Hochschule Aalen den Aufbau eines intelligenten Netzes. Von den Ergebnissen des Vorhabens sollen auch Stadtwerke im ländlichen Raum profitieren. mehr...
Studierende der Hochschule Aalen untersuchen im Forschungsprojekt SMASA die Entwicklung und Umsetzung intelligenter Netze.