Sonntag, 5. April 2020

Dollbergen:
Biomasse-Heizkraftwerk im Bau


[5.6.2019] Das Unternehmen Koehler Renewable Energy startet mit der Grundsteinlegung in Dollbergen den Bau eines weiteren Biomasse-Heizkraftwerks. Das Kraftwerk soll im März 2020 in Betrieb genommen werden können.

Dolleren: In den Grundstein des neuen Heizkraftwerks wurde eine Zeitkapsel eingemauert, die neben einer Zeichnung des Objekts auch die aktuelle Tageszeitung beinhaltet. Im niedersächsischen Dollbergen hat das Unternehmen Koehler Renewable Energy (KRE) den Grundstein für den Bau eines neuen Biomasse-Heizkraftwerks gelegt. Das Projekt unterliegt laut KRE einem straffen Zeitplan, da das auf Basis des Gesetzes zum Ausbau erneuerbarer Energien (EEG 2017) geplante Biomasse-Heizkraftwerk bereits im März 2020 ans Netz gehen soll. 

Wie KRE weiter mitteilt, werden 40 Millionen Euro in das Kraftwerk investiert, das künftig rund 68.000 Megawattstunden Strom produzieren wird. In Dollbergen wird naturbelassenes Holz verfeuert, das mittels Kraft-Wärme-Kopplungstechnologie gleichzeitig Strom und Prozessdampf erzeugt. Eingesetzt werden Landschaftspflegeholz, Straßenbegleitholz, Waldrestholz aus der mechanischen Aufbereitung, Hackschnitzel und Industrierestholz sowie Siebüberlauf aus der Kompostierung. Pro Jahr würden etwa 130.000 Tonnen benötigt, informiert KRE. 
„Wenn Biomasse verrottet, setzt sie die gleiche Menge CO2 wie bei der thermischen Verwertung frei“, erklärt Birgit Hagebölling, Geschäftsführerin der DBE – Dollbergen Bioenergie und Bereichsleiterin bei KRE. „Die thermische Verwertung bietet sich als CO2-neutrale Weiterverwertung an.“ Freigesetzt würde nur das CO2, das sowieso in den Hölzern gespeichert sei.
Hinter dem Projekt stehen KRE als Hauptgesellschafter, eine Tochter der im badischen Oberkirch ansässigen Koehler Paper Group, sowie die Umwelt Management AG. Dollbergen ist für KRE nach eigenen Angaben bereits der sechste Standort und das siebte Kraftwerk, das die Oberkircher bauen und betreiben. Mit zehn Megawatt Leistung handle es sich gleichzeitig auch um das bislang größte Kraftwerk der KRE. (sav)

https://www.koehlerenergy.com
https://www.koehlerpaper.com

Stichwörter: Bioenergie, Koehler Renewable Energy, Dollbergen

Bildquelle: Koehler Paper Group

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Bioenergie

14. Steinfurter Bioenergiefachtagung: Von Wasserstoff profitieren
[27.1.2020] Die diesjährige Steinfurter Bioenergiefachtagung stellt die Bedeutung von Wasserstoff und der Möglichkeit diesen für regenerative Technologien einzusetzen in den Fokus. Die Veranstaltung soll damit ein breites Publikum adressieren. mehr...
Auch in diesem Jahr werden Experten auf der Steinfurter Bioenergiefachtagung sprechen und gemeinsam mit Prof. Dr. Christof Wetter (1.v.r) Fragen beantworten.
Bioenergie-Kommunen: Sieger setzen auf Sektorkopplung
[24.1.2020] Die Gemeinden Asche, Fuchstal und Mengsberg haben den diesjährigen Bundeswettbewerb Bioenergie-Kommunen gewonnen. Sie nutzen Sektorenkopplung, flexible Stromerzeugung und kombinieren Sonne, Wind sowie Biomasse. mehr...
Die Gewinner und lobenden Erwähnungen des Wettbewerbs Bioenergie-Kommunen 2019.
Frankfurt am Main: Wasserstoff aus Müll prämiert
[17.12.2019] Mit einem gemeinsamen Wasserstoffprojekt von Mainova und FES ist die Stadt Frankfurt am Main am 12. Dezember von Bundesminister Andreas Scheuer als HyExpert-Region ausgezeichnet worden. In dem Projekt soll Wasserstoff aus Siedlungsabfällen gewonnen werden. mehr...
Gas-Infrastruktur: Der Weg zum grünen Gasnetz Bericht
[29.11.2019] Für den Betrieb der Gasnetze setzen die Betreiber meist auf Erdgas. Neun Terawattstunden werden dafür verbrannt. Doch es gibt eine klimafreundlichere Alternative: Der Betrieb mit Biomethan könnte 1,4 Millionen Tonnen CO2 einsparen. mehr...
Gasnetzbetreiber können mit dem Wechsel zu grünen Gasen zur Energiewende und in der Folge nachhaltig zum Klimaschutz beitragen.
Konstanz: Enspire liefert Biogas-Produkt
[12.11.2019] Enspire hat neben Ökostrom auch ein Biogas-Produkt auf den Markt gebracht, das mit dem Grünes-Gas-Label, zertifiziert wurde. Es besteht zu zehn Prozent aus Biogas und zu 90 Prozent aus klimaneutralem Gas. mehr...

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 3/4 2020

GISA GmbH
06112 Halle (Saale)
GISA GmbH
GEWISS Deutschland GmbH
35799 Merenberg
GEWISS Deutschland GmbH
GreenPocket GmbH
51063 Köln
GreenPocket GmbH

Aktuelle Meldungen