Montag, 13. Juli 2020

Haßfurt:
Mit Energieplanung zur Smart City


[2.8.2019] In der bayerischen Stadt Haßfurt ist nun der Startschuss für das Modellprojekt Smart Cities gefallen. Als erster Schritt wird gemeinsam mit dem Institut für Energietechnik ein digitaler Energienutzungsplan erstellt.

Ein digitaler Energienutzungsplan für Haßfurt ist Grundlage und erster Baustein der Gesamtstrategie auf dem Weg zur Smart City. Als eine von bundesweit 13 Kommunen ist Haßfurt jüngst für die erste Staffel der Modellprojekte Smart Cities (wir berichteten) ausgewählt worden. In Kooperation mit dem Institut für Energietechnik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden (IfE) starteten zeitgleich die Arbeiten an einem digitalen Energienutzungsplan (ENP), der Grundlage und erster Baustein der Smart-City-Strategie ist. Wie das IfE mitteilt, folgt die Kommune damit auch einem Appell des bayerischen Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger, der alle Kommunen im Freistaat zur Erstellung eines Energienutzungsplans aufgerufen hatte. Im ENP wird die Energiebedarfs- und Energieversorgungssituation in einer Gemeinde oder einem Landkreis detailliert erfasst und darauf basierend konkrete Handlungsempfehlungen für eine klimaschutzfreundliche Energieversorgung ausgearbeitet, informiert das IfE. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie unterstützt die Gemeinden und Landkreise dabei im Rahmen eines Förderprogramms mit bis zu 70 Prozent. In Haßfurt startet nun der erste digitale Energienutzungsplan nach den neuen Förderrichtlinien des Bayerischen Wirtschaftsministeriums.

Ist-Zustand gebäudescharf erfassen

Wie das Institut mitteilt, können mithilfe neuer, digitaler Methoden dank hoher Detailschärfe und vollständiger Flächendeckung in der digitalen Energieplanung völlig neue Maßstäbe gesetzt werden. Ein digitales 3D-Energiesystemmodell bilde jedes Gebäude detailliert ab und weist dessen aktuellen Wärmebedarf und energetische Sanierungsoptionen aus. Auf Basis des gebäudescharfen Ist-Zustands können dann Potenziale zur Versorgung mit erneuerbaren Energien, zum Beispiel mittels Photovoltaik und Solarthermie oder mit oberflächennaher Geothermie, analysiert werden. Weiterhin beinhaltet das Modell ein vollständiges Abbild der Energie-Infrastruktur – beispielsweise Erzeugungsanlagen sowie Wärme- und Stromnetze – und weist Potenziale für deren Ausbau aus. Dies ermögliche eine ganzheitliche Erarbeitung optimaler Entwicklungspfade für die Energiewende vor Ort, die alle relevanten technischen, wirtschaftlichen und politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen mit einbezieht, meldet das IfE. (sav)

https://hassfurt.de
http://www.ifeam.de
https://www.bmi.bund.de/smart-cities

Stichwörter: Smart City, Haßfurt, Institut für Energietechnik, Modellprojekte Smart Cities, Energieeffizienz

Bildquelle: Institut für Energietechnik IfE GmbH

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Smart City

Koblenz: Startschuss für Smart-City-Projekte Bericht
[2.7.2020] Mit drei vom Bund geförderten Projekten will Koblenz einen Beitrag für den Klimaschutz leisten und die Lebenqualität in der Stadt verbessern. Eine wichtige Rolle bei den Smart-City-Vorhaben spielt das LoRaWAN-Funknetz der Energieversorgung Mittelrhein. mehr...
Oberbürgermeister David Langner (l.) und evm-Vorstandsvorsitzender Josef Rönz zeigen die Luftsensoren, die in Kürze an Laternenmasten entlang der Löhrstraße montiert werden, um die Luftqualität zu messen.
Münster: Via Hack zur Smart City
[2.7.2020] Die Stadt Münster und der Verein münsterLAND.digital machen sich gemeinsam auf den Weg zur Smart City. Mit dem vierten Münsterhack soll Ende September dazu das kreative Potenzial von Bürgern, Programmierern und digitalen Vordenkern gehoben werden. mehr...
SmartQuart: Lokale Energiewende vorantreiben
[11.6.2020] Das Reallabor der Energiewende SmartQuart will fossile Energieträger in drei Projektquartieren weitgehend überflüssig machen. Die Umsetzung startet in Essen, Bedburg und Kaisersesch. Die Bürger werden von Beginn an in die Umsetzung einbezogen. mehr...
Civitas Connect: Gründung erst im Juni
[31.3.2020] Die für Ende März vorgesehene Gründung von „Civitas Connect“ als unabhängige Stadtwerke-Kooperation für die Smart City, wird erst am 22. Juni 2020 in Osnabrück stattfinden. mehr...
Die für Ende März vorgesehene Gründung der Stadtwerke-Kooperation „Civitas Connect“ wird um drei Monate verschoben.
Bonn: LoRaWAN-Funknetz wird aufgebaut
[24.3.2020] Die Stadtwerke Bonn arbeiten zusammen mit der Stadt Bonn daran, ein LoRaWAN-Funknetz aufzubauen. Das Projekt ist Teil der Smart-City-Strategie der nordrhein-westfälischen Bundesstadt. mehr...
Bonn: Stadt und Stadtwerke bauen gemeinsam ein LoRaWAN auf.

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 3/4 2020
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2020
stadt+werk, Sonderheft Juni 2020

GIS Consult GmbH
45721 Haltern am See
GIS Consult GmbH
A/V/E GmbH
06112 Halle (Saale)
A/V/E GmbH
enerquinn GmbH
88250 Weingarten
enerquinn GmbH

Aktuelle Meldungen