Handelsblatt

Samstag, 14. Dezember 2019

Brunsbüttel:
Neuer Elektrolyseur eingeweiht


[9.8.2019] Einen neuen Elektrolyseur zur Produktion von Wasserstoff aus Windstrom hat der Ökoenergieanbieter Greenpeace Energy unter Vertrag genommen. Betrieben wird die Anlage von der Firma Wind2Gas Energy.

Der neue Elektrolyseur in Brunsbüttel soll künftig bis zu 1.800 Megawattstunden Wasserstoff ins Erdgasnetz einspeisen. Das Unternehmen Wind2Gas Energy hat im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel einen neuen Elektrolyseur zur Produktion von Wasserstoff aus Windstrom in Betrieb genommen. Die Anlage hat eine Leistung von 2,4 Megawatt. Den größten Teil der von der Anlage ins Erdgasnetz eingespeisten Wasserstoffmenge wird nach eigenen Angaben der Ökostromanbieter Greenpeace Energy abnehmen. Laut Liefervertrag seien dies bis zu 1.800 Megawattstunden (MWh) pro Jahr. „Wir freuen uns, mit der Kooperation eine neue Quelle für sauberen Wasserstoff für unsere Kundinnen und Kunden zu erschließen“, sagt Nils Müller, Vorstand von Greenpeace Energy. Die Energiegenossenschaft versorgt bundesweit rund 24.500 Haushalte mit dem ökologischen Gasprodukt proWindgas. Hierfür produzieren bundesweit nunmehr vier Elektrolyseure erneuerbaren Wasserstoff aus Windstrom.
Wie Greenpeace Energy weiter berichtet, wird die Wasserstoffproduktion in Brunsbüttel mit sauberem Strom eines nahen Windparks mit 15 Megawatt Leistung angetrieben. „Der Elektrolyseur ist für die Region auch deshalb ein wichtiges Projekt, weil er den Zielen der Energiewende dient und hilft, die Netze zu entlasten“, meint Nils Müller. Die Anlage springt immer dann an, wenn wegen einer hohen Auslastung des Netzes Windenergieanlagen abgeschaltet werden sollen. Deren Strom kann Greenpeace Energy nun sinnvoll nutzen: Die im Windpark produzierten Überschüsse gelangen per Direktleitung zum Elektrolyseur und werden dort für die Produktion von Wasserstoff eingesetzt. (bs)

https://www.greenpeace-energy.de
https://www.w2g-energy.de

Stichwörter: Energiespeicher, Greenpeace Energy, Wasserstoff, Elektrolyse, Wind2Gas Energy

Bildquelle: Wind2Gas Energy

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Energiespeicher

Pilotprojekt von Netze BW: 30 Prozent Wasserstoff im Netz
[10.12.2019] Bis zu 30 Prozent Wasserstoff soll ins Erdgasnetz im hohenlohischen Öhringen eingespeist werden. Das deutschlandweite Pilotprojekt soll Antwort auf eine der drängendsten Fragen der Energiewende liefern: der Speicherung von überschüssiger erneuerbarer Energie. mehr...
Funktionsprinzip der „Wasserstoff-Insel Öhringen“.
Neubrandenburger Stadtwerke: Grünstrom nutzen statt abschalten
[2.12.2019] Die Neubrandenburger Stadtwerke bauen eine Power-to-Heat-Anlage, um Windstrom in Wärme umzuwandeln. Finanziert wird die Anlage vom Netzbetreiber 50Hertz. mehr...
Neubrandenburger Stadtwerke errichten eine Power-to-Heat-Anlage. Der bereits im Bau befindliche Kurzzeitwärmespeicher soll im kommenden Jahr in Betrieb gehen.
WEMAG: Batteriespeicher gewinnt Preis
[2.12.2019] Eine vom Schweriner Energiedienstleister WEMAG entwickelte und betriebene Batteriespeicherstation wurde mit dem „German Renewables Award" durch das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg ausgezeichnet. Die Station dient unter anderem der Frequenzstabilisierung. mehr...
WEMAG-Projektleiter Jost Broichmann (2. v. li.) mit den anderen Preisgekrönten.
Heidelberg: Puffer für das Fernwärmenetz
[22.11.2019] Rund 15 Millionen Euro investieren die Stadtwerke Heidelberg in den Bau eines Wärmespeichers. Nun wurde die Anlage von Oberbürgermeister Eckart Würzner an das Fernwärmenetz angeschlossen. mehr...
Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner hat den Energie- und Zukunftsspeicher mit dem Heidelberger Fernwärmenetz verbunden.
Forschung: Stromnetze entlasten Bericht
[16.10.2019] Im Rahmen des EU-Forschungsprojekts INVADE testet das Unternehmen badenova in Freiburg-Opfingen einen neuen Groß-Batteriespeicher. Dieser basiert auf dem Redox-Flow-Prinzip, was gegenüber Lithium-Ionen-Batterien einige Vorteile bringt. mehr...
Rund 15 Tonnen wiegt der Container mit der neuartigen Redox-Flow-Batterie.