Handelsblatt

Sonntag, 15. Dezember 2019

Trianel:
Smartes Tool für Kurzfristhandel


[12.9.2019] Die Stadtwerke-Kooperation Trianel hat ihre Prognose-Infrastrukturen auf eine cloudbasierte IT-Architektur umgestellt und ein eigenes System zur Prognoseoptimierung für den Kurzfristhandel aufgebaut.

Mit einer neuen cloudbasierte IT-Architektur hat Trianel ein eigenes System zur Prognoseoptimierung für die Einspeisung erneuerbarer Energien aufgebaut. Damit will der Stadtwerkeverbund mit standortgenauen Wetterdaten und deren schnellerer Datenverarbeitung und -analyse sowie historischen und aktuellen Erzeugungsdaten seinen Kurzfristhandel optimieren. „Alle Daten werden dank künstlicher Intelligenz mit selbstlernenden Algorithmen in Echtzeit ausgewertet, sodass die aktuelle Position und kurzfristige Änderungen der Erzeugung deutlich präziser prognostiziert werden können“, erläuterte Reinhard Klimeck, Bereichsleiter Handel und Portfoliomanagement bei Trianel das neue Prognose-Tool.
Über ein Jahr hat Trianel das neue System getestet und die einlaufenden Daten stetig analysiert. Nach einer Testphase setzt Trianel die neue Applikation bereits seit Anfang des Jahres zur Optimierung der Direktvermarktung ein. „Die nun mögliche schnelle Datenverarbeitung und Datenverfügbarkeit erlaubt es uns, Informationen schneller auszuwerten als der Markt reagieren kann. Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen bereits, dass das neue System deutlich präziser ist und um bis 20 Prozent geringere Abweichungen für die Kurzfristprognose zeigt als herkömmliche Systeme“, sagte Bastian Wurm, Leiter Direktvermarktung bei Trianel. Das System liefere nicht nur genauere Prognosen für den Kurzfristhandel, sondern auch eine wichtige Grundlage für die Entwicklung von Produkten bei zunehmender Marktintegration der Erneuerbaren, so der Stadtwerkeverbund weiter. Ein Beispiel sei die Stromvermarktung von EE-Anlagen, die aus der EEG-Förderung fallen. (ur)

https://www.trianel.com

Stichwörter: Informationstechnik, Trianel, Energiehandel, Prognosen, EEG



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