Handelsblatt

Freitag, 17. Januar 2020

Trianel:
Smartes Tool für Kurzfristhandel


[12.9.2019] Die Stadtwerke-Kooperation Trianel hat ihre Prognose-Infrastrukturen auf eine cloudbasierte IT-Architektur umgestellt und ein eigenes System zur Prognoseoptimierung für den Kurzfristhandel aufgebaut.

Mit einer neuen cloudbasierte IT-Architektur hat Trianel ein eigenes System zur Prognoseoptimierung für die Einspeisung erneuerbarer Energien aufgebaut. Damit will der Stadtwerkeverbund mit standortgenauen Wetterdaten und deren schnellerer Datenverarbeitung und -analyse sowie historischen und aktuellen Erzeugungsdaten seinen Kurzfristhandel optimieren. „Alle Daten werden dank künstlicher Intelligenz mit selbstlernenden Algorithmen in Echtzeit ausgewertet, sodass die aktuelle Position und kurzfristige Änderungen der Erzeugung deutlich präziser prognostiziert werden können“, erläuterte Reinhard Klimeck, Bereichsleiter Handel und Portfoliomanagement bei Trianel das neue Prognose-Tool.
Über ein Jahr hat Trianel das neue System getestet und die einlaufenden Daten stetig analysiert. Nach einer Testphase setzt Trianel die neue Applikation bereits seit Anfang des Jahres zur Optimierung der Direktvermarktung ein. „Die nun mögliche schnelle Datenverarbeitung und Datenverfügbarkeit erlaubt es uns, Informationen schneller auszuwerten als der Markt reagieren kann. Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen bereits, dass das neue System deutlich präziser ist und um bis 20 Prozent geringere Abweichungen für die Kurzfristprognose zeigt als herkömmliche Systeme“, sagte Bastian Wurm, Leiter Direktvermarktung bei Trianel. Das System liefere nicht nur genauere Prognosen für den Kurzfristhandel, sondern auch eine wichtige Grundlage für die Entwicklung von Produkten bei zunehmender Marktintegration der Erneuerbaren, so der Stadtwerkeverbund weiter. Ein Beispiel sei die Stromvermarktung von EE-Anlagen, die aus der EEG-Förderung fallen. (ur)

https://www.trianel.com

Stichwörter: Informationstechnik, Trianel, Energiehandel, Prognosen, EEG



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Informationstechnik

Glasfaser Nordwest: EWE und Telekom gründen Unternehmen
[17.1.2020] Energiedienstleister EWE hat gemeinsam mit der Deutschen Telekom ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet. „Glasfaser Nordwest“ soll 1,5 Millionen Haushalte und Unternehmen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen mit Glasfaseranschlüssen versorgen. mehr...
Stadtwerke Coburg: Bereit für die XRechnung Bericht
[10.1.2020] Auf eine externe Portallösung für den einfachen und sicheren Empfang und Versand von elektronischen Rechnungen setzen die Stadtwerke Coburg. Der Anstoß dazu kam von einem Industrieunternehmen. Auch die Stadt Coburg ist inzwischen an das System angebunden. mehr...
Die Städtischen Werke Überlandwerke Coburg (SÜC) demonstrieren, wie Rechnungen mit einer externen Portallösung zeit- und kostensparend bearbeitet werden können.
Hamburg: Netzwerk baut Netzwerk
[12.12.2019] Um ein LoRaWAN in Hamburg zu errichten, haben sich acht städtische Tochterunternehmen zusammengetan. Koordiniert wird das Projekt von Stromnetz Hamburg. mehr...
Mainova: LoRaWAN für Frankfurt
[3.12.2019] In Frankfurt am Main errichtet Mainova ein stadtweites Funk-Datennetz im LoRaWAN-Standard. Das Netz könnte etwa für Messdienstleistungen genutzt werden oder aber das Internet der Dinge vorantreiben. mehr...
Frankfurt am Main bekommt ein LoRaWAN-Netz.
Fraunhofer: Energiemix-Tool für Gemeinden
[3.12.2019] Das Fraunhofer-Institut IOSB hat speziell für kleinere Gemeinden ein Tool entwickelt, mit dem sich die Energiewende auf kommunaler Ebene darstellen und steuern lässt. Es stellt einen individuell optimierten Energiemix dar und präsentiert gleichzeitig passende Förderprogramme. mehr...