Sonntag, 9. August 2020

SWTE Netz:
LoRaWAN fürs Tecklenburger Land


[20.9.2019] Die Netzgesellschaft der Stadtwerke Tecklenburger Land will ein intelligentes Funknetz in Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Lotte, Mettingen, Recke und Westerkappeln aufbauen. Damit sollen die Kommunen ein Werkzeug bekommen, das sich von der Parkraumbewirtschaftung bis zur Trinkwasserversorgung verwenden lässt.

Felix Schwerter zeigt, wie ein einzelnes Gateway aussieht. Das Gerät ist etwa so groß wie ein DIN-A-4-Blatt und wird mit kleinen Antennen versehen. Derzeit baut SWTE Netz, die Netzgesellschaft der Stadtwerke Tecklenburger Land, ein Long Range Wide Area Network (LoRaWAN) in mehreren Gemeinden des Tecklenburger Landes auf. Diese smarten Netze sind funkbasiert und reichweitenstark. „Mit LoRaWAN geben wir den Kommunen ein Werkzeug an die Hand, mit dem sich ganz unterschiedliche Aufgaben von der Parkraumbewirtschaftung bis zur Trinkwasserversorgung lösen lassen“, sagte Tobias Koch, Geschäftsführer der Netzgesellschaft. Installiert wird das Netz in Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Lotte, Mettingen, Recke und Westerkappeln. Die wichtigsten Pfeiler in dieser Netzwerk-Architektur sind nach Angaben des Unternehmens so genannte Gateways, die in allen sieben Stadtwerke-Kommunen aufgestellt werden. Die etwa DIN-A-4 großen Geräte empfangen mit ihren Antennen Signale von Sensoren, die auf Parkflächen, in Abfallbehältern oder Trinkwasserspeichern angebracht werden. „Im ersten Schritt benötigen wir etwa 12 bis 15 Gateways“, erklärt Asset Manager Felix Schwerter, bei SWTE Netz zuständig für das Projekt LoRaWAN. Sie würden auf verschiedenen kommunalen Gebäuden aufgestellt und sendeten von dort Funksignale im Frequenzbereich von 868 Megahertz. Die Strahlung, die von den Gateways ausgeht, sei dabei absolut unbedenklich. Sie betrage etwa ein Achtel von der eines haushaltsüblichen Routers.
Die Einsatzmöglichkeiten von LoRaWAN seien groß. „Man kann mithilfe von LoRaWAN zum Beispiel die Luftqualität oder die Energieverbräuche von Gebäuden überwachen, die Bodenqualität prüfen, Kleinkläranlagen überwachen oder Füllstände von Regenrückhaltebecken messen“, nennt Schwerter Beispiele. Das Funknetz tauge aber auch für ganz andere Anwendungen, etwa zum Betrieb von Feedback-Buttons in Geschäften oder öffentlichen Einrichtungen oder zur Personenzählung auf Großveranstaltungen. Mithilfe einer speziellen Software-Anwendung würden die Daten visualisiert. Der Nutzer könne per Mausklick einen Überblick über den Zustand der Sensoren erlangen, Werte überwachen oder Statistiken ermitteln.
Die Planungen für das Netzwerk sind nach Angaben des Unternehmens weitgehend abgeschlossen. Bis Ende Oktober sollen die einzelnen Gateways montiert und der Testbetrieb erfolgt sein, sodass das LoRaWAN voraussichtlich im November startklar sei. Neben den Stadtwerke-Kommunen hat auch der Wasserversorgungsverband Tecklenburger Land (WTL) Interesse an der LoRaWAN-Nutzung angemeldet. (ur)

https://www.swte-netz.de

Stichwörter: Smart City, SWTE, LoRaWAN

Bildquelle: SWTE Netz

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Smart City

Smarte Quartiere: Digitalisierung als Katalysator Bericht
[6.8.2020] Intelligente Messsysteme und das Internet of Things bilden das Fundament für smarte Quartiere. Zahlreiche energierelevante Prozesse können mit Smart Metern und der LoRaWAN-Funktechnologie überwacht, gesteuert und optimiert werden. mehr...
Im Quartier der Zukunft wird Energie hocheffizient verwendet.
Smart City Werkstatt DIGITAL: Praxisberichte und Fachmesse
[28.7.2020] Die Smart City Werkstatt 2020 geht Mitte November als digitale Live-Konferenz in die zweite Runde. An zwei Tagen tauschen sich Smart-City-Experten über aktuelle Lösungsansätze rund um Smart Energy, Smart Mobility und Smart Services aus. mehr...
Koblenz: Startschuss für Smart-City-Projekte Bericht
[2.7.2020] Mit drei vom Bund geförderten Projekten will Koblenz einen Beitrag für den Klimaschutz leisten und die Lebenqualität in der Stadt verbessern. Eine wichtige Rolle bei den Smart-City-Vorhaben spielt das LoRaWAN-Funknetz der Energieversorgung Mittelrhein. mehr...
Oberbürgermeister David Langner (l.) und evm-Vorstandsvorsitzender Josef Rönz zeigen die Luftsensoren, die in Kürze an Laternenmasten entlang der Löhrstraße montiert werden, um die Luftqualität zu messen.
Münster: Via Hack zur Smart City
[2.7.2020] Die Stadt Münster und der Verein münsterLAND.digital machen sich gemeinsam auf den Weg zur Smart City. Mit dem vierten Münsterhack soll Ende September dazu das kreative Potenzial von Bürgern, Programmierern und digitalen Vordenkern gehoben werden. mehr...
SmartQuart: Lokale Energiewende vorantreiben
[11.6.2020] Das Reallabor der Energiewende SmartQuart will fossile Energieträger in drei Projektquartieren weitgehend überflüssig machen. Die Umsetzung startet in Essen, Bedburg und Kaisersesch. Die Bürger werden von Beginn an in die Umsetzung einbezogen. mehr...

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 7/8 2020
stadt+werk, Sonderheft Juni 2020
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2020
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2020

IVU Informationssysteme GmbH
22846 Norderstedt
IVU Informationssysteme GmbH
rku.it GmbH
44629 Herne
rku.it GmbH
GISA GmbH
06112 Halle (Saale)
GISA GmbH
GIS Consult GmbH
45721 Haltern am See
GIS Consult GmbH

Aktuelle Meldungen