BDEW

Samstag, 4. Juli 2020

FNN-Kongress Netze 2019:
Systemgestaltung im Fokus



[24.9.2019] Beim Energiesystem der Zukunft geht es nicht nur um die richtige technische Ausrüstung, sondern auch um den Aufbau von neuen Strukturen. Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE hat diese Systemgestaltung in den Fokus seines Kongresses Anfang Dezember gestellt.

Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (VDE|FNN) lädt am 4. und 5. Dezember 2019 zu seinem Kongress nach Nürnberg ein. Die als „FNN-Fachkongress Netztechnik“ eingeführte Veranstaltung findet ab diesem Jahr erstmals als „FNN-Kongress Netze“ statt, meldet Veranstalter EW Medien und Kongresse. Der neue Titel reflektiere stärker die Gesamtaufgabe, welche die Akteure im Energiesektor für die Energiewende übernehmen. Die Top-Themen sind die Sektorenkopplung, Steuerung, Digitalisierung, Innovationen und die E-Mobilität als Flexibilität. Der erste Kongresstag beginnt mit einer Bestandsaufnahme. Unter der Überschrift „Pulsmessung Energiewende: Wo stehen wir im Stromnetz?“ wird das Bundeswirtschaftsministerium zu Wort kommen: Beatrix Brodkorb, Leiterin der Unterabteilung IIIC – Netze, wird die Herausforderung des Ausstiegs aus der Kohleverstromung für Deutschlands Netze einordnen. 


Cyber-Sicherheit als Grundvoraussetzung

Das Thema Power-to-X als realisierbarer Weg der Sektorenkopplung steht ebenfalls auf dem Programm: Stefan Küppers, Vorstandsvorsitzender von VDE|FNN und Geschäftsführer Technik bei Westnetz wird erläutern, welche Kooperationen nötig sind, um diesen Bereich voranzubringen. Auf die Netzdienlichkeit und weitere Potenziale der Sektorenkopplung wird Andrea Loeffl von der Stadtwerkekooperation Thüga eingehen. Des Weiteren werden verschiedene Beiträge zur Entwicklung des Energieversorgungssystems angeboten. Matthias Sturm vom Energieversorger TEAG Thüringer Energie wird beispielsweise über den Stand der Umsetzung einer europäischen Energie-Infrastruktur berichten. Im Anschluss erläutern Markus Obergünner vom Unternehmen E.ON, Andreas John vom Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission und Jens-Michael Salzmann von Versorger E.DIS unterschiedliche Aspekte von Spannungshaltung und Redispatch in einem System mit zunehmend fluktuierender Erzeugung. Der digitalisierte Netzbetrieb stellt laut Veranstalter eine zweite Sektorenkopplung dar – von Kilovolt und Megabyte. Dabei sei Cyber-Sicherheit eine Grundvoraussetzung, um die Potenziale bei einer kritischen Infrastruktur wie dem Stromnetz zu nutzen. Über Automatisierung in der Netzplanung wird Lukas Ruck vom Unternehmen IAV sprechen. Des Weiteren gibt Isabel Münch vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Empfehlungen für höhere Cyber-Sicherheit. (sav)

https://www.fnn-kongress-netze.de

Stichwörter: Smart Grid, Netze, Thüringer Energie AG (TEAG), E.ON, Thüga, FNN-Kongress Netze



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Netze | Smart Grid

50Hertz: Industriepolitisches Signal
[3.7.2020] Bis 2032 will Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz die Stromnachfrage in seinem Marktgebiet zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien decken. mehr...
Offshore-Windpark: 50Hertz will die Stromnachfrage im Netzgebiet bis 2032 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien decken.
Übertragungsnetz: Redispatch-Abwicklungsserver läuft
[29.6.2020] 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW haben den Redispatch-Abwicklungsserver in Betrieb genommen. Damit werden die Redispatch-Abrufe im gesamten Übertragungsnetz harmonisiert. mehr...
Netze BW: Drohnen checken 110-kV-Leitungen
[23.6.2020] Mit Drohnen und künstlicher Intelligenz will das Unternehmen Netze BW seine 110-kV-Leitungen effizienter kontrollieren. In einem Pilotprojekt werden dazu auch Bilder aus dem All genutzt. mehr...
Drohne bei der Befliegung einer 110 kV Trasse.
Smart Grid: KI-basierte Netzüberwachung Bericht
[15.6.2020] Mittels künstlicher Intelligenz (KI) können Stromnetze effizient und automatisiert überwacht werden. Um Störungen schnellstmöglich zu erkennen und zu beheben, ist ein komplexes Zusammenspiel von Messdatengewinnung und KI-basierter Analyse notwendig. mehr...
Die KI-Funktion Anomalieerkennung benötigt keine zusätzlichen Trainingsdaten und führt eine automatische Bewertung einzelner Messsignale durch.
TransnetBW: Witterungseffekte nutzen Bericht
[12.6.2020] Bis 2023 will der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW seine Freileitungen im Netzgebiet witterungsabhängig betreiben. So können die Transportkapazitäten erhöht und für einen optimierten Netzbetrieb effizienter genutzt werden. mehr...
TransnetBW bereitet die Freileitung 3.0 vor.

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 3/4 2020
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2020
stadt+werk, Sonderheft Juni 2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Netze | Smart Grid:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH
telent GmbH
71522 Backnang
telent GmbH

Aktuelle Meldungen