Dienstag, 25. Februar 2020

FNN-Kongress Netze 2019:
Systemgestaltung im Fokus



[24.9.2019] Beim Energiesystem der Zukunft geht es nicht nur um die richtige technische Ausrüstung, sondern auch um den Aufbau von neuen Strukturen. Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE hat diese Systemgestaltung in den Fokus seines Kongresses Anfang Dezember gestellt.

Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (VDE|FNN) lädt am 4. und 5. Dezember 2019 zu seinem Kongress nach Nürnberg ein. Die als „FNN-Fachkongress Netztechnik“ eingeführte Veranstaltung findet ab diesem Jahr erstmals als „FNN-Kongress Netze“ statt, meldet Veranstalter EW Medien und Kongresse. Der neue Titel reflektiere stärker die Gesamtaufgabe, welche die Akteure im Energiesektor für die Energiewende übernehmen. Die Top-Themen sind die Sektorenkopplung, Steuerung, Digitalisierung, Innovationen und die E-Mobilität als Flexibilität. Der erste Kongresstag beginnt mit einer Bestandsaufnahme. Unter der Überschrift „Pulsmessung Energiewende: Wo stehen wir im Stromnetz?“ wird das Bundeswirtschaftsministerium zu Wort kommen: Beatrix Brodkorb, Leiterin der Unterabteilung IIIC – Netze, wird die Herausforderung des Ausstiegs aus der Kohleverstromung für Deutschlands Netze einordnen. 


Cyber-Sicherheit als Grundvoraussetzung

Das Thema Power-to-X als realisierbarer Weg der Sektorenkopplung steht ebenfalls auf dem Programm: Stefan Küppers, Vorstandsvorsitzender von VDE|FNN und Geschäftsführer Technik bei Westnetz wird erläutern, welche Kooperationen nötig sind, um diesen Bereich voranzubringen. Auf die Netzdienlichkeit und weitere Potenziale der Sektorenkopplung wird Andrea Loeffl von der Stadtwerkekooperation Thüga eingehen. Des Weiteren werden verschiedene Beiträge zur Entwicklung des Energieversorgungssystems angeboten. Matthias Sturm vom Energieversorger TEAG Thüringer Energie wird beispielsweise über den Stand der Umsetzung einer europäischen Energie-Infrastruktur berichten. Im Anschluss erläutern Markus Obergünner vom Unternehmen E.ON, Andreas John vom Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission und Jens-Michael Salzmann von Versorger E.DIS unterschiedliche Aspekte von Spannungshaltung und Redispatch in einem System mit zunehmend fluktuierender Erzeugung. Der digitalisierte Netzbetrieb stellt laut Veranstalter eine zweite Sektorenkopplung dar – von Kilovolt und Megabyte. Dabei sei Cyber-Sicherheit eine Grundvoraussetzung, um die Potenziale bei einer kritischen Infrastruktur wie dem Stromnetz zu nutzen. Über Automatisierung in der Netzplanung wird Lukas Ruck vom Unternehmen IAV sprechen. Des Weiteren gibt Isabel Münch vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Empfehlungen für höhere Cyber-Sicherheit. (sav)

https://www.fnn-kongress-netze.de

Stichwörter: Smart Grid, Netze, Thüringer Energie AG (TEAG), E.ON, Thüga, FNN-Kongress Netze



Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Netze | Smart Grid

Treffpunkt Netze: Branche muss zusammen wachsen
[13.2.2020] Das Energiesystem der Zukunft kann nicht durch einzelne isolierte Lösungen entstehen. Unter dem Motto „zusammen wachsen“ nimmt sich der Fachkongress Treffpunkt Netze ’20 Ende März dieser Thematik an. mehr...
N-ERGIE: Netzausfälle unterm Durchschnitt
[7.2.2020] Der Energiedienstleister N-ERGIE hat 119 Millionen Euro in seine Strom- und Erdgasnetze investiert. Die Versorgungsqualität in den Netzen ist sehr hoch. Nur acht Minuten mussten die Kunden 2018 ohne Strom auskommen. Das sind sechs Minuten weniger als der Bundesdurchschnitt. mehr...
Auch die Montage von Vogelschutzhauben auf den Stromnetzen gehörte zu den Investitionen.
Smart Meter Roll-out: Ländle hat die Nase vorn
[3.2.2020] Beim derzeit startenden Smart Meter Roll-out dürften Kommunen in Baden-Württemberg die Nase leicht vorn haben. Denn 113 von ihnen haben sich bereits mit den intelligenten Messsystemen durch Netze BW ausstatten lassen, so Dettenheim, Ötigheim, Aichwald oder Altshausen. mehr...
Mehrere hundert Kommunen und Privathaushalte in Baden-Württemberg haben sich bereits auf freiwilliger Basis Smart Meter einbauen lassen.
TransnetBW: Freileitung 3.0 startet
[21.1.2020] Der Netzbetreiber TransnetBW hat rund 300 Standorte zur echtzeitfähigen Erfassung der Belastbarkeit von Freileitungen festgelegt. Dort werden im kommenden Jahr Wetterstationen und Sensoren zur Erfassung der von der Wetterlage abhängigen Übertragungskapazität installiert. mehr...
Werden mit Wetterstationen und Sensoren ausgestattet: Freileitungen von Transnet BW.
Stuttgart Netze: Stromausfällen auf die Schliche kommen
[14.1.2020] Stuttgart Netze installiert derzeit Messgeräte in Kabelverteilerschränken. Damit will der Netzbetreiber auf der 400-Volt-Ebene defekte und überlastete Leitungen entdecken. mehr...
Stuttgart Netze will durch den Einbau von Messtechnik in Kabelverteilerschränke Stromausfällen schneller auf die Schliche kommen.

Suchen...

 Anzeige

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Netze | Smart Grid:
telent GmbH
71522 Backnang
telent GmbH
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen