Donnerstag, 6. Mai 2021

Praxisforum Geothermie.Bayern:
Masterplan Geothermie als Lösung


[14.10.2019] Über einen Masterplan Geothermie sprach Staatsminister Hubert Aiwanger auf dem Praxisforum Geothermie.Bayern an. Als positive Praxisbeispiele sind das Heizwerk Riem der Stadtwerke München und das Heizkraftwerk der Erdwärme Grünwald mit dem Geothermischen Energiepreis Bayern ausgezeichnet worden.

Bayerns Staatsminister Hubert Aiwanger möchte mit einem Masterplan Geothermie das Potenzial der Technologie entwickeln und den Ausbau koordinieren. Bayerns Staatsminister Hubert Aiwanger sprach auf dem 7. Praxisforum Geothermie.Bayern (7. bis 9. Oktober 2019) davon, einen Masterplan Geothermie zu realisieren. Im Rahmen dessen will er die Nutzung der Geothermie besser koordinieren, informiert Veranstalter Enerchange. Der bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie führte weiter aus, dass neben den Fördermitteln auch die rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst werden müssen. Ziel sei es, Geothermie in den Mittelpunkt der Wärmewende zu rücken. „Die Geothermie muss raus aus dem Dornröschenschlaf. Da haben Sie mich an Ihrer Seite“, sagte der Staatsminister. „Mit der Geothermie haben wir einen Schlüssel für die Wärmewende in der Hand, den wir nur umdrehen müssen.“ Aiwanger unterstrich in seiner Rede, dass er die Energieversorgung in Bayern konsequent auf erneuerbare Energien umstellen und weg von den fossilen Brennstoffen will. Als gutes Beispiel gehen das Heizwerk Riem der Stadtwerke München und das Heizkraftwerk der Erdwärme Grünwald voran. Sie wurden im Rahmen des Praxisforums von Staatsminister Aiwanger mit dem Geothermischen Energiepreis Bayern ausgezeichnet.

Geothermischer Energiepreis Bayern

Die 21 Geothermieanlagen in Bayern wurden unter anderem um ihre Betriebsdaten hinsichtlich der Volllaststunden und der erzeugten Energie gebeten, informiert Jochen Schneider, Geschäftsführer des Veranstalters Enerchange zum Vorgehen bei der Siegerermittlung. Das Ergebnis sei vor allem angesichts der produzierten Wärmemenge beeindruckend. Rund 900 Gigawattstunden (GWh) Wärme wurden im Jahr 2018 produziert und damit 263.000 Tonnen CO2 eingespart. Das Heizwerk Riem war im Jahr 2018 die führende geothermische Heizanlage in Bayern. Im Jahr 2004 nahmen die Stadtwerke München (SWM) die Wärmeversorgung des Messegeländes in Riem in Angriff – laut Enerchange eines der ersten geothermalen Wärmeprojekte in Deutschland. „Die SWM hat damals den schlafenden Riesen Geothermie geweckt“, sagte der Geschäftsführer der Pfalzwerke Geofuture und Betreiber des Kraftwerks in Insheim, Jörg Uhde, in seiner Laudatio.
Von den fünf Geothermiekraftwerken in Bayern war das Heizkraftwerk Laufzorn/Grünwald im Jahr 2018 am erfolgreichsten. Im Jahr 2009 begannen die Bohrungen und wurden bereits 2010 abgeschlossen. „Die kommunalen Entscheidungsträger hatten Weitblick, aber auch das Engagement der Betriebsmannschaft ist entscheidend für den Erfolg“, sagte Laudator Uhde. Die Anlage hatte 2018 mit über 8.200 Betriebslaststunden die höchste Verfügbarkeit und in dieser Zeit 16 Gigawattstunden (GWh) Strom und gleichzeitig 88 GWh Wärme produziert. Damit konnten 22.000 Menschen mit Strom und etwa 18.000 Menschen mit Wärme versorgt werden. (sav)

https://www.enerchange.de

Stichwörter: Geothermie, Praxisforum Geothermie.Bayern, Erdwärme Grünwald, Stadtwerke München

Bildquelle: Enerchange

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Geothermie

GeoTHERM: Als Avatar über die Messe streifen
[30.4.2021] Ein digitales Erlebnis der besonderen Art bietet vom 24. bis 25. Juni 2021 die GeoTHERM expo & congress: Besucher und Aussteller können sich als Avatar durch die Messehallen bewegen und dabei miteinander interagieren. mehr...
badenova: Potenziale der Geothermie am Oberrhein
[29.4.2021] Das badenova-Tochterunternehmen WÄRMEPLUS will das Potenzial für Tiefe Geothermie in der Region rund um Freiburg untersuchen und hat hierfür nun die entsprechende Aufsuchungserlaubnis erhalten. mehr...
Stadtwerke Münster: Grüne Wärme aus Geothermie
[15.3.2021] Die Wärmeversorgung der Stadt Münster soll dekarbonisiert werden. Die Stadtwerke suchen deshalb gemeinsam mit der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie nach grünen Lösungen. mehr...
Vom Hafen aus versorgen die Stadtwerke Münsters Haushalte mit Fernwärme. Zukünftig soll der Wärmebedarf der Stadt aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden.
Hamburg-Wilhelmsburg: Erdwärme aus 3.500 Metern Tiefe
[25.2.2021] Hamburg-Wilhelmsburg soll mit Erdwärme aus bis zu 3.500 Metern Tiefe versorgt werden. Die Freie und Hansestadt will damit neue Wege bei der Wärmewende gehen. mehr...
Schema der geothermischen Versorgung für Hamburg-Wilhelmsburg.
Fraunhofer IEG / STAWAG: Tiefe Geothermie für Aachen
[19.2.2021] Wie viel geothermische Energie in der Aachener Region steckt, wollen jetzt die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG und die STAWAG herausfinden. Das Ziel: Mehr klimafreundliche Wärme für Aachen. mehr...

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 3/4 2021
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2021
stadt+werk, Ausgabe 11/12 2020
stadt+werk, Ausgabe 9/10 2020

Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH
VOLTARIS GmbH
67133 Maxdorf
VOLTARIS GmbH
items GmbH
48155 Münster
items GmbH
Savosolar GmbH
22761 Hamburg
Savosolar GmbH

Aktuelle Meldungen