Mittwoch, 27. Mai 2020

Netze BW:
Stromsensor für „letzte Meile"


[17.10.2019] Netze BW stattet Ortsnetzstationen großflächig mit einem neuartigen Stromsensor des EnBW Start-ups SMIGHT aus. Rund 18.000 Messpunkte liefern ab nächstem Jahr Echtzeitdaten zur Netzauslastung im Niederspannungsnetz.

Die Ortsnetzstation in Malmsheim/Renningen ist eine von 550, die Netze BW mit dem Stromsensor „SMIGHT Grid" ausstattet. Sie sind eine wichtige Stütze der Energiewende und heute gefordert wie nie zuvor: die Stromnetze auf der „letzten Meile" zwischen den Ortsnetzstationen an der Straße und den einzelnen Haushalten. Viele Haushalte speisen mittlerweile selbst Energie in die Netze ein. Gleichzeitig entwickelt sich die Elektromobilität immer mehr zu einem neuen Großverbraucher. Informationen über die tatsächliche Auslastung der Verteilnetze werden für Netzbetreiber daher immer wichtiger. Denn sie sind Grundlage für einen effizienten und vorausschauenden Netzausbau.
Als einer der ersten Verteilnetzbetreiber Deutschlands investiert Netze BW großflächig in die Digitalisierung seiner Ortsnetzstationen. Deshalb werden in den nächsten Wochen 550 Ortsnetzstationen in Baden-Württemberg mit Stromsensoren ausgestattet. In Summe entstehen dadurch etwa 18.000 digitale Messpunkte, die viertelstündlich Daten erfassen und übertragen. Dafür setzt das Unternehmen auf den gemeinsam mit dem EnBW Start-up SMIGHT entwickelten Stromsensor „SMIGHT Grid". Der neuartige Sensor misst die jeweilige Stromstärke an den einzelnen Abgängen – also den Kabeln, über die der Strom von der Ortsnetzstation zu den Haushalten transportiert wird – und überträgt diese verschlüsselt in Echtzeit über das Mobilfunknetz an SMIGHT. Dort werden die Daten auf einer Internet-of-Things-Plattform gespeichert, ausgewertet und dem Netzbetreiber anschließend in einem Web-Portal zur Verfügung gestellt. Der Stromsensor ist damit das erste am Markt verfügbare Messsystem, das durch die Nutzung von IoT-Technologie großflächig und dauerhaft zur Datengewinnung im Verteilnetz eingesetzt werden kann.
„Die Zahl an E-Autos wird zunehmen. Als führender Netzbetreiber ist es unsere Aufgabe, dieser Entwicklung einen Schritt voraus zu sein und abzusehen, wo und mit welchen Maßnahmen wir unser Netz ausbauen und intelligenter machen müssen", sagt Hendrik Adolphi, bei Netze BW verantwortlich für das Technische Anlagen-Management Strom/Gas. (ur)

https://www.netze-bw.de

Stichwörter: Smart Grid, Netze, Netze BW, Stromnetz, Elektromobilität

Bildquelle: SMIGHT/Uli Deck

Druckversion    PDF     Link mailen




Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Netze | Smart Grid

Stadtwerk am See: Wilken-Lösungen für mehr Smartness
[15.5.2020] Das Stadtwerk am See positioniert sich als Dienstleister für die Smart-Meter-Gateway-Administration und Messdatenmanagement. Genutzt werden dafür Lösungen von Software-Spezialist Wilken. mehr...
Auch die Stromverbräuche sollen in Zukunft smarter erfasst werden.
Redispatch 2.0: Was Verteilnetzbetreiber tun müssen
[15.5.2020] Durch neue Anforderungen im Redispatch werden auch Verteilnetzbetreiber betreffen. Softwarespezialist Kisters hat dazu spezielle Softwarelösungen entwickelt. mehr...
Die Vielzahl an Kommunikations- und Austauschprozessen für den Redispatch 2.0 wird mit rollenspezifischen Kisters-Lösungen marktkonform durchgeführt.
Stadtwerke Bochum: Neues Umspannwerk in Laer
[7.5.2020] Im Stadtteil Laer errichten die Stadtwerke Bochum ein neues Umspannwerk. Insgesamt werden 4,8 Millionen Euro investiert. 2022 soll die Anlage ans Netz gehen. mehr...
Stadtwerke Bochum Netz-Geschäftsführer Holger Rost und die Stadtwerke-Mitarbeiter Torben Redder und Holger Breuner (v.l.) stellen die Pläne für das neue Umspannwerk vor.
Voltaris: Roll-out rollt weiter
[28.4.2020] Der Messdienstleister Voltaris hat alle Leistungen, die wegen der Corona-Krise eingeschränkt waren, wieder in vollem Umfang aufgenommen. Das gilt unter Beachtung zahlreicher Schutzmaßnahmen für den Messstellenbetrieb und den Smart Meter Roll-out. mehr...
Aufgrund der Corona-Pandemie waren die Zählermontagen in den letzten Wochen weitgehend eingestellt.
Netzstabilität: Intelligenztest bestanden
[14.4.2020] Das Stromnetz kann mithilfe digitaler Lösungen auch ohne zentrale Großkraftwerke stabilisiert werden. Wie das funktioniert, haben die SINTEG-Projekte C/sells und enera jetzt getestet. mehr...
Mehr Einspeisung im Süden: Erster bundesweiter Testabruf von dezentralen Anlagen, um Transportengpässe im Stromnetz zu beheben.

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 3/4 2020
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Netze | Smart Grid:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH
telent GmbH
71522 Backnang
telent GmbH

Aktuelle Meldungen