BDEW

Mittwoch, 12. August 2020

Baden-Württemberg:
Mit Dänemark für Klima und Energie


[4.11.2019] Baden-Württemberg und Dänemark stärken die Zusammenarbeit im Bereich der klimaschonenden Energieerzeugung und Wärmenutzung. Die beiden Länder haben dazu in Kopenhagen eine neue Absichtserklärung unterzeichnet.

Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller (rechts) und der dänische Minister für Energie und Klima, Dan Jørgensen, unterzeichnen in Kopenhagen eine neue „Declaration of Intent“. Baden-Württemberg und Dänemark werden ihre gute und enge Zusammenarbeit bei der Energieeffizienz und Wärmewende weiter vertiefen. Dazu haben Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen) und der dänische Minister für Energie und Klima, Dan Jørgensen, am 29. Oktober 2019 in Kopenhagen eine neue Absichtserklärung unterzeichnet. Es ist bereits die dritte Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern seit 2015. Die neue Declaration of Intent (Dol) wird um die Punkte Green Transition und Kommunale Zusammenarbeit zwischen Städten erweitert.
„Die bisherige intensive Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern hat sich bewährt, weil wir uns gegenseitig helfen können“, sagt Untersteller nach der Unterzeichnung. Baden-Württemberg und Dänemark verfolgten beide im Klimaschutz und in der Energiepolitik sehr ambitionierte Ziele. Schwerpunkt der künftigen Vereinbarung seien die Themen Energieeffizienz in Gebäuden und in der Industrie sowie Fernwärme. Speziell auf diesen Gebieten könne Baden-Württemberg von der Zusammenarbeit profitieren. „Eines unserer Ziele in der Novelle unseres Klimaschutzgesetzes ist, die Wärmeversorgung beziehungsweise die Wärmeplanung in Städten zu verbessern. Gerade hier können wir viel von Dänemark lernen, weil die Dänen schon seit mehr als 40 Jahren vorbildhaft eine strategische Wärmeplanung in ihren Städten praktizieren“, sagt Untersteller weiter.
Insbesondere auf vier Handlungsfelder soll sich die Zusammenarbeit erstrecken. dazu zählen die Schaffung von Strategien, Maßnahmen und Anreizen zur Steigerung der Energieeffizienz in der Industrie und in bestehenden sowie neuen Gebäuden, die Entbürokratisierung von bestehenden gesetzlichen Vorschriften auf staatlicher, regionaler und kommunaler Ebene sowie die Entwicklung und Nutzung neuer Technologien, um Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht halten zu können: Durch den Einsatz von Energiespeicher, Digitalisierung und von umfassenden Fernwärmesystemen. Dänemark sichert außerdem zu, Baden-Württemberg als Mitglied der weltweiten Under2-Coalition zu unterstützen, um vor allem auch auf kommunaler Ebene die erneuerbaren Energien in ein effizientes Energiesystem zu überführen, um die Klimaerwärmung bis 2050 auf unter zwei Grad Celsius zu verringern. (ur)

https://um.baden-wuerttemberg.de
https://www.baden-wuerttemberg.de

Stichwörter: Klimaschutz, Energieeffizienz, Baden-Württemberg, Dänemark, Fernwärme

Bildquelle: Umweltministerium Baden-Württemberg

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Klimaschutz

Kommunaler Klimaschutz: Erstmals 100-Prozent-Förderung möglich
[5.8.2020] Das Bundesumweltministerium hat jetzt die Fördermöglichkeiten der Nationalen Klimaschutzinitiative erweitert. Finanzschwache Kommunen können Zuschüsse von bis zu 100 Prozent beziehen. mehr...
Serie: Startklar für den Klimaschutz (Teil 4): Contracting als Rundum-Sorglos-Paket
[30.7.2020] Im vierten Teil der Serie „Startklar für den Klimaschutz“ wird ein Werkzeug vorgestellt, das Sanierungen günstig macht und sicher: das Energie-Contracting. Die Serie in Zusammenarbeit mit der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) beschäftigt sich mit den wichtigsten Handlungsmöglichkeiten für Kommunen beim Klimaschutz. mehr...
Die Straßenbeleuchtung ist in vielen Gemeinden noch immer ein großer Energieschlucker – dabei lässt sie sich mit einer Contracting-Lösung oft kostengünstig modernisieren.
Kreis Borken: Über 70 Prozent aus Erneuerbaren
[23.7.2020] Der Kreis Borken ist laut aktuellen Zahlen zum Ausbau erneuerbarer Energien des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen auf dem zweiten Platz. Bei Biomasse und Photovoltaik sei der Kreis sogar Spitzenreiter im nordrhein-westfälischen Vergleich. mehr...
Mehr als 70 Prozent des Strombedarfs im Kreis Borken werden inzwischen durch erneuerbare Energien gedeckt – den größten Anteil daran hat die Windkraft.
Serie: Startklar für den Klimaschutz (Teil 3): Energie-Management ist elementar
[16.7.2020] Die Serie „Startklar für den Klimaschutz“ in Zusammenarbeit mit der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) beschäftigt sich mit den hierfür wichtigsten Handlungsmöglichkeiten für Kommunen. Im dritten Teil geht es um die Einführung eines Energie-Management-Systems. mehr...
Kom.EMS erleichtert den Einstieg ins Thema, unterstützt bei ersten Maßnahmen und sichert eine Vergleichs- und Beratungsgrundlage für die Entwicklung des Konzepts.
Stadtwerke Münster: CO2-Bilanz über Plattform kompensieren
[7.7.2020] Der Kampf gegen den Klimawandel steht im Fokus der neuen Strategie der Stadtwerke Münster. Mit einer Plattform zum Erfassen und Kompensieren des CO2-Ausstoßes sollen die Münsteraner auf dem Weg zum grünen Fußabdruck unterstützt werden. mehr...
Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer der Stadtwerke Münster, stellt die neue Plattform zur CO2-Kompensation vor.

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 7/8 2020
stadt+werk, Sonderheft Juni 2020
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2020
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Klimaschutz:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen