BDEW

Sonntag, 5. Juli 2020
Sie befinden sich hier: Startseite > Themen > Politik > Forderungen der Verbände

Wasserstoff:
Forderungen der Verbände


[6.11.2019] Zum Wasserstoffgipfel fordert der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft eine Senkung des Strompreises. Für eine Weiterentwicklung der Gasnetze spricht sich der VKU aus.

An die Stakeholder-Konferenz zur von der Bundesregierung geplanten nationalen Wasserstoffstrategie, die am 5. November 2019 in Berlin stattfand, stellte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) gleich mehrere Forderungen. „Der Energieträger Wasserstoff wird derzeit zu Recht als Allround-Talent der Energieversorgung von morgen bezeichnet: Er ist bestens geeignet, um die Flexibilisierung des Energiesystems und die Dekarbonisierung der Sektoren Verkehr, Wärme und Industrie voranzutreiben“, erklärte Kerstin Andreae, die neue Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Dafür müsse die Erschließung eines Absatzmarkts für Wasserstoff und anderer grüner Gase erfolgen, zum Beispiel über die Anerkennung als erneuerbare Energie im Gebäudeenergiegesetz. Zudem solle die die bestehende Gasinfrastruktur für die Klima- und Energiewendeziele genutzt werden.

Abgabenlast auf Strom senken

Für den Durchbruch von Wasserstoff, der aus erneuerbaren Energien hergestellt wird, sei es allerdings dringend erforderlich, die Steuer- und Abgabenlast auf Strom deutlich zu senken. Die von der Bundesregierung geplante homöopathische Senkung der EEG-Umlage reiche bei Weitem nicht aus. Eine weitere zentrale Voraussetzung für die künftige Produktion erneuerbaren Wasserstoffs sei der Ausbau der erneuerbaren Energien. Hemmnisse beim Erneuerbare-Zubau sind automatisch auch Hemmnisse für die Erschließung der Potenziale von Wasserstoff. Es sei zudem absehbar, dass Wasserstoff künftig auch aus anderen Ländern importiert werde. Hierfür brauche es dringend ein transparentes, unbürokratisches Nachweissystem für die Herkunft und Nachhaltigkeit.

Weiterentwicklung der Gasnetze

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) sprach sich nach der Konferenz für eine Weiterentwicklung der Gasnetze und eine Strategie für die zukünftigen Wasserstoff-Exportländer aus. „Wasserstoff kann kurzfristig vor allem im regionalen Kontext einen Beitrag zur Energiewende leisten. Eine wichtige Rolle spielt dabei vor allem der gezielte Einsatz von Wasserstoff im Verkehrs- und Industriesektor, in denen keine Alternativen zur Verfügung stehen“, sagte VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche. Grundvoraussetzungen einer Nutzung von Wasserstoff in den Sektoren seien der weitere konsequente Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die frühzeitige Entwicklung einer Strategie zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit zukünftigen Wasserstoff-Exportländern. Außerdem müsse die Gasnetz-Infrastruktur als wesentliches Asset im Rahmen der Energiewende erhalten und weiterentwickelt werden. (ur)

https://www.bdew.de
https://www.vku.de

Stichwörter: Politik, Wasserstoff, BDEW, VKU



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik

Baden-Württemberg: Hartes Stück Arbeit
[3.7.2020] Eine gemischte Bilanz zieht der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller bei der Vorlage des Fortschrittsberichts „Klimaneutrale Landesverwaltung“. Vor allem viele Liegenschaften des Landes müssen noch energetisch saniert und modernisiert werden. mehr...
Fazit des Berichts: Es ist ein hartes Stück Arbeit bis die Landesverwaltung 2040 weitgehend klimaneutral arbeitet.
Difu: Veränderungen durch Corona
[26.6.2020] Was die Corona-Pandemie vor allem für Kommunen bedeutet und welche Perspektiven sich abzeichnen, zeigen Forscher des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) auf. mehr...
Green Deal: Wissenschaftler geben Empfehlungen
[24.6.2020] Die Leopoldina, die acatech und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften geben neue Empfehlungen für die Erreichung der Klimaziele 2030. mehr...
bmp greengas: Biomethan für privat noch zu teuer
[23.6.2020] Der Biomethan-Vermarkter bmp greengas hält trotz der Erleichterungen im neuen Gebäude-Energie-Gesetz Biogas für immer noch zu kostenintensiv für private Nutzer. mehr...
Möchte weitere Anreize für die Nutzung von Biomethan: Matthias Kerner.
Gebäudeenergiegesetz: Biogas wird Option für Wärmewende
[19.6.2020] Vier Verbände der Bioenergiewirtschaft begrüßen, dass die Verwendung von Biomethan im neuen Gebäudeenergiegesetz für den Wärmemarkt erleichtert wird. mehr...
Die Verwendung von Biomethan im Wärmemarkt wird durch das neue Gebäudeenergiegesetz erleichtert.

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 3/4 2020
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2020
stadt+werk, Sonderheft Juni 2020

A/V/E GmbH
06112 Halle (Saale)
A/V/E GmbH
rku.it GmbH
44629 Herne
rku.it GmbH

Aktuelle Meldungen