Mittwoch, 23. September 2020

B.KWK-Kongress 2019:
Einigkeit in Energiefragen


[11.11.2019] Nur ein Mix der Technologien und Ressourcen kann zu erfolgreichem Klimaschutz führen, diesen Grundsatz bekräftigten die Teilnehmer des B.KWK-Kongresses Anfang November in Diskussionen und Vorträgen.

Auf dem Jahreskongress des Bundesverbands Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK) Anfang November waren sich die Teilnehmer einig: Nur ein Mix der verfügbaren Technologien und Ressourcen könne zu erfolgreichem Klimaschutz führen. Wie der B.KWK mitteilt, muss die Partnerschaft von Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und erneuerbaren Energien (Sonne, Wind, Umweltwärme) dabei genau unter die Lupe genommen werden. Für mehr als 150 Teilnehmer bot sich schon am Vortag des Kongresses mit der aus Vertretern der Energiepolitik besetzten Podiumsdiskussion, ein guter Einblick in die politische Situation. Im Licht des am Morgen desselben Tages durchgeführten Wasserstoffgipfels der Bundesregierung, wurde auch auf dem B.KWK-Kongress deutlich, dass die Einbindung erneuerbarer Rohstoffe – wie Wasserstoff aus Power-to-Gas-Anlagen – für die Hersteller von KWK-Anlagen im Fokus steht, meldet der Bundesverband. Weil aber die Wasserstoffanpassung von KWK-Anlagen einen eher überschaubaren Aufwand beinhaltet, wurden wiederholt fehlende oder falsche Regelungen der Politik moniert.

Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes

Thomas Bareiß, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), kündigte allerdings in seinem Grußwort noch für das Jahr 2019 eine Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes an. Er deutete dabei an, dass beispielsweise die Einbindung erneuerbarer Energie und die möglichst vollständige Rückgewinnung der erzeugten Wärme in der Novellierung in den nächsten Wochen eingebracht werden würden. Diese und weitere Aussagen der Referenten und Diskussionspartner haben den Rückenwind fortgesetzt, den die KWK-Branche seit vielen Jahren vermisst habe, informiert der Bundesverband. In der Podiumsdiskussion zeigten die politischen Vertreter Carsten Müller, MdB (CDU/CSU), Martin Neumann, MdB (FDP), Timon Gremmels, MdB (SPD) und Ralph Lenkert, MdB (Die Linke) sowie Heinz Ullrich Brosziewski (B.KWK) trotz bundespolitischer Differenzen eine Einigkeit in Energiefragen. Nach den technologischen Grabenkämpfen der 2000er-Jahre hätten laut Veranstalter alle Sprecher die neue Technologieoffenheit gepredigt.

Erneuerbare Rohstoffe nutzen

Brosziewski machte deutlich, dass man jetzt die richtigen Schritte gehen müsse, um 2050 erfolgreich zu sein. Denn die Frischdampfkessel würden 50 bis 60 Jahre halten. Es wurde aber klar, dass die heute installierte Technik in der Lage sein müsse, zukünftige Beimischungen von zunächst 20 Prozent Wasserstoff problemlos zu verkraften.
Denn ein großes Potenzial der KWK liege in dem späteren Umschalten auf erneuerbare Rohstoffe an der installierten Technik. Frank Gröschl vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) nutzte den Kongress dazu, um ein neues Leuchtturmprojekt bekannt zu machen. Darin sollen ab 2020 im Raum Magdeburg rund 400 Abnehmer vom Einfamilienhaus bis zum Gewerbebetrieb mit Erdgas mit bis zu 20 Prozent Wasserstoffanteil versorgt werden. Damit werde binnen zwei Jahre die Grundlage für die zukünftigen Grenzwerte in den einschlägigen DVGW-Arbeitsblättern geschaffen, meldet der Bundesverband. Der B.KWK-Kongress wird im kommenden Jahr vom 2. und 3. November 2020 in Berlin stattfinden. (sav)

https://www.bkwk.de

Stichwörter: Kraft-Wärme-Kopplung, B.KWK-Kongress 2019



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Kraft-Wärme-Kopplung

STEAG: Bei KWK-Ausschreibungen erfolgreich
[22.9.2020] STEAG überzeugt in den KWK-Ausschreibungen der Bundesnetzagentur. Für vier Projekte im Saarland und in Thüringen erhält das Energieunternehmen Zuschläge. mehr...
Bei KWK-Ausschreibungen ist die STEAG weiterhin erfolgreich.
Fernheizwerk Neukölln: 65 Millionen Euro für Kohleausstieg
[15.9.2020] Das Fernheizwerk Neukölln soll bis 2025 steinkohlefrei sein. Als Ersatz dienen die gasbasierte Kraft-Wärme-Kopplung, Abwärme und Biomasse. Investiert werden insgesamt 65 Millionen Euro. mehr...
STAWAG / Trianel: Wärme in Aachen wird klimafreundlicher
[24.8.2020] Der Aachener Energieversorger STAWAG will die Wärmeversorgung in Aachen zunehmend klimafreundlicher gestallten. Dafür spielt das größte Blockheizkraftwerk der Stadt sowie die Zusammenarbeit mit der Stadtwerke-Kooperation Trianel eine Rolle. mehr...
Das Blockheizkraftwerk in Aachen am Campus Melaten der Technischen Hochschule (RWTH) ist seit 2018 in Betrieb.
Lemgo: Energie aus geklärtem Abwasser Bericht
[7.8.2020] Ein Leuchtturmprojekt der Stadtwerke Lemgo zeigt: Durch die Kopplung eines BHKW mit einer Großwärmepumpe wird der Ablauf eines Klärwerks zur Wärmequelle und die Kraft-Wärme-Kopplung so zum Wegbereiter für erneuerbare Wärme. mehr...
Lemgo stellt die Wärmeversorgung der Altstadt auf regenerative Energien um.
2G Energy: Geringe Emissionen
[5.8.2020] Der BHKW-Hersteller 2G Energy erweitert die aura-Modellreihe auf ein Leistungsspektrum von 100 bis 420 kWel bei niedrigen NOx-Emissionen auf Basis der Lambda-1-Technologie. mehr...
Das neue BHWK-Modul aura 408 hat eine Leistung von 280 kWel.

Suchen...

 Anzeige

 Anzeige

 Anzeige

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 9/10 2020
stadt+werk, Ausgabe 7/8 2020
stadt+werk, Sonderheft Juni 2020
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Kraft-Wärme-Kopplung:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen