Treffpunkt Netze

Montag, 9. Dezember 2019

Heidelberg:
Puffer für das Fernwärmenetz


[22.11.2019] Rund 15 Millionen Euro investieren die Stadtwerke Heidelberg in den Bau eines Wärmespeichers. Nun wurde die Anlage von Oberbürgermeister Eckart Würzner an das Fernwärmenetz angeschlossen.

Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner hat den Energie- und Zukunftsspeicher mit dem Heidelberger Fernwärmenetz verbunden. Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) hat am Mittwoch (20. November 2019) den Energie- und Zukunftsspeicher der Stadtwerke Heidelberg mit dem Fernwärmenetz verbunden. Der Wärmespeicher ist ein Baustein der Energiekonzeption 2020/2030 der Stadtwerke Heidelberg, mit der das kommunale Unternehmen bis 2025 die CO2-Emissionen pro Heidelberger Bürger um eine Tonne reduzieren und zu dem Ziel einer klimaneutralen Stadt beitragen will (wir berichteten). Die endgültige technische Inbetriebnahme der Anlage soll im Frühjahr 2020 stattfinden, nun stehen Testläufe zu verschiedenen Fahrweisen und Leistungswerten auf dem Programm.
Würzner erklärte: „Die Stadtwerke sind einer unserer wichtigsten Partner beim Aufbau eines klimaschonenden Energiesystems. Mit dem Energie- und Zukunftsspeicher gewinnt das System entscheidend an Flexibilität, zudem unterstützt er bei der Umstellung auf erneuerbare Energien.“ Stadtwerke-Geschäftsführer Rudolf Irmscher betonte: „Mit Projekten wie diesen sichern wir auch unsere unternehmerische Zukunft, denn wirtschaftlich nachhaltig sind nur solche Lösungen, die auch dem Klimaschutz dienen.“
Der Speicher dient als Puffer im Heidelberger Wärmesystem. Zudem soll er die angebotene Energie und die Nachfrage der Kunden besser miteinander in Einklang bringen. So könne an sonnigen oder windreichen Tagen Strom aus diesen fluktuierenden erneuerbaren Energien in Wärme umgewandelt und gespeichert werden. Dabei sollen die geplanten Power-to-Heat-Anlagen helfen, die wie große Tauchsieder funktionieren und mit Strom heißes Wasser erzeugen.
Insgesamt investieren die Stadtwerke Heidelberg nach eigenen Angaben rund 15 Millionen Euro in den Bau und die Gestaltung der Anlage. Der Speicher wird eine Außenhülle aus einem Netz mit beweglichen Metallplättchen erhalten, die das Spiel von Wind und Sonne aufgreifen. Auf dem begehbaren Dach ist eine Gastronomie geplant, und die Anlage wird in einen öffentlich zugänglichen Energie- und Bewegungspark eingebettet. (al)

https://www.swhd.de

Stichwörter: Energiespeicher, Stadtwerke Heidelberg, Wärmespeicher, Fernwärme

Bildquelle: Rothe / Stadt Heidelberg

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Energiespeicher

Neubrandenburger Stadtwerke: Grünstrom nutzen statt abschalten
[2.12.2019] Die Neubrandenburger Stadtwerke bauen eine Power-to-Heat-Anlage, um Windstrom in Wärme umzuwandeln. Finanziert wird die Anlage vom Netzbetreiber 50Hertz. mehr...
Neubrandenburger Stadtwerke errichten eine Power-to-Heat-Anlage. Der bereits im Bau befindliche Kurzzeitwärmespeicher soll im kommenden Jahr in Betrieb gehen.
WEMAG: Batteriespeicher gewinnt Preis
[2.12.2019] Eine vom Schweriner Energiedienstleister WEMAG entwickelte und betriebene Batteriespeicherstation wurde mit dem „German Renewables Award" durch das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg ausgezeichnet. Die Station dient unter anderem der Frequenzstabilisierung. mehr...
WEMAG-Projektleiter Jost Broichmann (2. v. li.) mit den anderen Preisgekrönten.
Forschung: Stromnetze entlasten Bericht
[16.10.2019] Im Rahmen des EU-Forschungsprojekts INVADE testet das Unternehmen badenova in Freiburg-Opfingen einen neuen Groß-Batteriespeicher. Dieser basiert auf dem Redox-Flow-Prinzip, was gegenüber Lithium-Ionen-Batterien einige Vorteile bringt. mehr...
Rund 15 Tonnen wiegt der Container mit der neuartigen Redox-Flow-Batterie.
Energiespeicherung: Batteriekraftwerk für Systemstabilität Bericht
[11.10.2019] Dass auch bei einem kompletten Umstieg auf erneuerbare Energien eine stabile Stromversorgung möglich ist, zeigt das Batteriekraftwerk der Versorgungsbetriebe Bordesholm. mehr...
Im Batteriekraftwerk der Versorgungsbetriebe Bordesholm wurden insgesamt 47.256 Lithium-Ionen-Zellen verbaut.
Brunsbüttel: Neuer Elektrolyseur eingeweiht
[9.8.2019] Einen neuen Elektrolyseur zur Produktion von Wasserstoff aus Windstrom hat der Ökoenergieanbieter Greenpeace Energy unter Vertrag genommen. Betrieben wird die Anlage von der Firma Wind2Gas Energy. mehr...
Der neue Elektrolyseur in Brunsbüttel soll künftig bis zu 1.800 Megawattstunden Wasserstoff ins Erdgasnetz einspeisen.

Suchen...

 Anzeige

e-world

 Anzeige

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Energiespeicher:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen