Sonntag, 25. Oktober 2020

Trianel:
Fernwärme exakt prognostizieren


[10.12.2019] Durch die Umstellung der Fernwärmenetze im Zuge des Kohleausstiegs kommen auf Netzbetreiber neue Herausforderungen zu. Dazu gehören dezentrale Einspeisepunkte und unterschiedliche Erzeugungstypen. Trianel will die Wärmebedarfe exakt vorhersagen.

Rund 40 Prozent des Brennstoffeinsatzes für die Strom- und Wärmeerzeugung werden aktuell aus Braun- und Steinkohle gewonnen. Um die bestehenden Infrastrukturen für Fernwärmekonzepte auch über das Jahr 2038 hinaus zu erhalten und mit dem Kohleausstieg nicht zu entwerten, setzen immer mehr Kommunen mit Fernwärmeinfrastrukturen auf CO2-effiziente Wärme- und Stromerzeugung, zum Beispiel mittels Blockheizkraftwerken (BHKWs) oder Heizkraftwerken mit regenerativen Brennstoffen. „Deswegen stehen viele Kommunen vor der Herausforderung, ihre bisher vorwiegend zentral aus Kohlekraftwerken belieferten Fernwärmenetze auf eine dezentrale und klimafreundlichere Wärmeerzeugung umzustellen“, sagt Bernd Jürgens, Senior Portfoliomanager Assetoptimierung bei der Stadtwerke-Kooperation Trianel. Für diesen schrittweise anstehenden Wandel spielten exakte Fernwärmeprognosen eine wichtige Rolle, um die Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit der Fernwärmenetze in der Übergangszeit aufrecht zu erhalten und effizient auszunutzen.
Für das Fernwärmenetz entstünden durch die Dezentralität der Einspeisepunkte neue technische und wirtschaftliche Herausforderungen, da deutlich mehr Faktoren zur Optimierung der Anlagen und zur Sicherstellung der Wärmeleistung berücksichtigt werden müssten. Eine wichtige Voraussetzung für die Versorgungssicherheit und den wirtschaftlichen Betrieb stellten dabei Fernwärmeprognosen dar, die Wärmespeicher und unterschiedliche Kraftwerkstypen intelligent in das System einbänden und die Produktion der Anlagen so wirtschaftlich wie möglich gestalteten. Neben den Fernwärmeprognosen müssten aktuelle Gaspreise und Strompreise sowie Speicherkapazitäten berücksichtigt werden. Die Stadtwerke-Kooperation Trianel könne mit ihrer meteorologischen Expertise und dem Einsatz neuester Prognosetechnologie den zeitlichen Verlauf der Fernwärmelast prognostizieren und durch Nutzung ihres direkten Marktzugangs zu den Strom- und Gashandelsplätzen den Einsatz der ins Fernwärmenetz eingebundenen Erzeugungsanlagen wirtschaftlich optimieren. Weil die Berechnung der Prognosen auf den Trianel-eigenen Rechnern erfolge, entstünden dem Kunden durch die Dienstleistung keine Kosten für eigene Software, Anbindung, IT-Infrastruktur, Pflege und Betreuung. (ur)

https://www.trianel.com

Stichwörter: Fernwärme, Trianel, Wärmenetz, Kohleausstieg



Druckversion    PDF     Link mailen


 Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Fernwärme

MVV: Zehn Jahre Fernwärme für Speyer
[19.10.2020] Das Fernwärmenetz von MVV Energie wurde vor zehn Jahren von Mannheim bis ins rheinland-pfälzische Speyer ausgebaut. Die Liefermenge bei der Fernwärme hat sich seither mehr als verdoppelt. mehr...
Das Fernwärmenetz von MVV Energie wurde vor zehn Jahren von Mannheim bis ins rheinlad-pfälzische Speyer ausgebaut.
Pforzheim: Stadtwerke schlucken Heizkraftwerk
[13.10.2020] Die Fernwärmeversorgung für Pforzheim soll künftig aus einer Hand kommen. Die Gesellschafter von Stadtwerken und Heizkraftwerk haben die Verschmelzung der Unternehmen beschlossen. mehr...
Wird in die neue Sparte Erzeugung der Stadtwerke Pforzheim eingegliedert: HKW Pforzheim.
Stadtwerke Augsburg: Fernwärme mit eXergiemaschine
[8.10.2020] Die Stadtwerke Augsburg steigern in einer Wohnanlage die Effizienz der Fernwärme durch das Verringern der Rücklauftemperatur. Dafür wird die eXergiemaschine von varmeco eingesetzt. mehr...
In diesem Augsburger Wohngebäude arbeitet in der Heizzentrale die eXergiemaschine.
enercity: KI für Fernwärme
[23.9.2020] Ein Projekt des Hannoveraner Energiedienstleisters enercity setzt künstliche Intelligenz in der Fernwärme ein. Davon sollen sowohl Kunden der Wohnungswirtschaft als auch die Umwelt profitieren. mehr...
Künstliche Intelligenz ermöglicht die intelligente Steuerung der Fernwärmeversorgung.
Solare Wärmenetze: Handreichung für Energiedörfer
[22.9.2020] Das Forschungsinstitut Solites hat eine neue Handreichung erarbeitet. Sie soll Betreibern von Energiedörfern den wirtschaftlichen Betrieb von Wärmenetzen erleichtern. mehr...
Eine neue Handreichung soll Betreibern von Energiedörfern den wirtschaftlichen Betrieb von Wärmenetzen erleichtern.

Suchen...

 Anzeige

 Anzeige

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 9/10 2020
stadt+werk, Ausgabe 7/8 2020
stadt+werk, Sonderheft Juni 2020
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2020

Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen