Mittwoch, 25. Mai 2022

Wärmewende:
Konzepte für den urbanen Raum


[13.1.2020] Das Berliner Forschungsprojekt „Urbane Wärmewende“ entwickelt Wärmeversorgungskonzepte für Quartiere und Wärmenetze. Im Fokus sind dabei die Nutzung lokaler erneuerbarer Wärmequellen und Abwärme sowie Wärmeplanung, Resilienz und Sozialverträglichkeit.

Überblick über die Problemfelder der Wärmewende in der Stadt.
Eine Forschergruppe unter Leitung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) zeigt, wie Städte sich sozialverträglich von Kohle, Öl und Gas abwenden können. Im Projekt „Urbane Wärmewende“ wurden mögliche Beiträge von erneuerbaren Energien und lokalen Wärmequellen in Berliner Stadtquartieren untersucht. „Abwärme aus Betrieben, Wärme aus Abwasser oder Geothermie werden bislang kaum genutzt. Der Schlüssel für solche umweltfreundliche Wärme sind Quartierskonzepte und Wärmenetze“, sagte Projektleiter Bernd Hirschl vom IÖW. Eine wichtige Voraussetzung sei ein effizienterer Gebäudebestand.
In dem dreijährigen Projekt erarbeite das Projektteam aus IÖW, Universität Bremen und Technischer Universität Berlin gemeinsam mit der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz mit Förderung des Bundesforschungsministeriums lokale Wärmekonzepte für drei Berliner Quartiere. „Bisherige Quartierskonzepte waren oft zu komplex, hatten zu viele verschiedene Akteure und landeten am Ende oft in der Schublade. Deshalb empfehlen wir einen Keimzellenansatz“, erklärte Elisa Dunkelberg vom IÖW. Dies können etwa öffentliche Gebäude, Neubauvorhaben, gewerbliche Gebäude oder Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften sein.
Für ein Altbauviertel im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zeigen die Forscher, wie ein solches Quartierskonzept aussehen kann: Zunächst muss der Wärmebedarf durch eine energetische Sanierung gesenkt werden. Die Wärme kann über eine Abwasser-Wärmepumpe, die zum Teil mit vor Ort erzeugtem Solarstrom betrieben wird, in Kombination mit Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt werden. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt in neuer Partnerkonstellation für weitere zwei Jahre, um Lösungsstrategien für die zentralen Hemmnisse bei der Umsetzung zu erproben und die Forschungsergebnisse in einer kommunalen Wärmeplanung zu verankern. Partner sind neben dem IÖW die Berliner Wasserbetriebe und die Rechtskanzlei Becker Büttner Held. (ur)

Informationen zu den inhaltlichen Schwerpunkten des Projekts (Deep Link)
https://www.ioew.de

Stichwörter: Energieeffizienz, Wärmewende, IÖW, Quartier

Bildquelle: IOEW

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Energieeffizienz

Taunusstein: Neue Leuchten
[11.5.2022] In der südhessischen Stadt Taunusstein sind im Laufe der letzten vier Jahre 2.992 Leuchten ausgetauscht worden. Zuständig für die Erneuerung war der Wiesbadener Energiedienstleister ESWE Versorgung. mehr...
Neue Leuchten für die südhessische Stadt Taunusstein.
Ulm: Sanierung der Straßenbeleuchtung
[14.4.2022] Im Zuge der Sanierung der Straßenbeleuchtung in der Stadt Ulm werden jetzt die letzten HQL-Leuchten gegen LEDs ausgetauscht. Letztere sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern verbrauchen auch deutlich weniger Energie. mehr...
Hamburg: Grüne Wärme für Oberbillwerder
[11.4.2022] Der neue Hamburger Stadtteil Oberbillwerder wird mit regenerativer Wärme versorgt. mehr...
Oberbillwerder wird mit regenerativer Wärme versorgt.
dena: Mehr Kompetenz für Wärmewende
[8.4.2022] Das Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende (KWW) hat in Halle (Saale) seine Arbeit für den Hochlauf der bundesweiten kommunalen Wärmeplanung aufgenommen. mehr...
MVV: Abwärme von Vulcan
[7.4.2022] MVV und Vulcan Energie Ressourcen haben einen Abnahmevertrag für CO2-freie Wärme abgeschlossen. Vulcan liefert MVV ab 2025 zwischen 240 und 350 Gigawattstunden pro Jahr an erneuerbarer Wärme. mehr...

Suchen...

 Anzeige

 Anzeige



Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 5/6 2022
stadt+werk, Ausgabe 3/4 2022
stadt+werk, Ausgabe 1/2 2022
stadt+werk, Ausgabe 11/12 2021

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Energieeffizienz:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen