Donnerstag, 9. April 2020

Stadtwerke Trier:
Sonnenernte im alten Steinbruch


[26.2.2020] Das Trierer Energieunternehmen WI Energy baut in einem ehemaligen Steinbruch den Solarpark Kersch. Abgenommen und vermarktet wird der Strom durch die Stadtwerke Trier. Im Frühjahr 2020 soll das Projekt abgeschlossen sein und dann fünf Megawatt leisten.

Der Solarpark Kersch kurz vor der Fertigstellung. Auf dem Gelände des ehemaligen Steinbruchs der Firma Schmitz in Kersch entsteht ein Solarpark. Anlagen-Errichter ist WI Energy mit Firmensitz auf dem Petrisberg in Trier. Als Abnehmer und Direktvermarkter fungieren die Stadtwerke Trier (SWT). Beim ehemaligen Steinbruch handelt es sich um eine Konversionsfläche, die aufgrund ihrer bisherigen wirtschaftlichen Nutzung als ökologisch belastet gilt und damit laut Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für die Errichtung einer Photovoltaikanlage zur Verfügung steht. Neben den Flächen, die für Landschaftsschutz und Anpflanzungen bereitgestellt werden, weist das Grundstück und damit der geplante Solarpark eine Größe von 6,7 Hektar auf. „Das Gelände ist in drei Bauabschnitte unterteilt", erläutert Geschäftsführer Michael Reichert von WI Energy das Vorhaben. „Die ersten 20 Prozent sind bereits seit 2018 in Betrieb, weitere 20 Prozent des Solarparks kurz vor Fertigstellung und Inbetriebnahme. Es verbleiben 60 Prozent der Fläche, die wir in diesem Frühjahr mit Solarmodulen bebauen werden." Die Leistung der Anlage wird nach Fertigstellung um die fünf Megawatt betragen, was dem Strombedarf von über 1.000 Trierer Vier-Personen-Haushalten entspricht.
„Den Ausbau eines regionalen Partnernetzes zum Ausbau erneuerbarer Energien erachten wir als wesentlich", sagt Thomas Speckter, kaufmännischer Leiter bei den SWT. „Das Besondere an PV-Projekten wie in Kersch ist, dass Flächen für die Sonnenernte zum Einsatz kommen, die in keinerlei Wettbewerb zur landwirtschaftlichen Nutzung stehen. Im Gegenteil tragen sie dazu bei, dass sich der Boden von der intensiven Nutzung erholen kann und in puncto Landschaftspflege wieder an Wert gewinnt." Das Solarprojekt zeige auch ökologisch positive Effekte. Viele einheimische Pflanzen- und Tierarten siedelten sich in stillgelegten Steinbrüchen wieder an, wenn diese gezielt renaturiert würden. Insbesondere in sonst intensiv genutzten Agrarlandschaften seien ungedüngte PV-Anlagenflächen wertvolle Inseln, die als Brutplatz oder Nahrungsbiotop dienen. (ur)

https://www.wi-energy.de
https://www.swt.de

Stichwörter: Solarthermie, Photovoltaik, Stadtwerke Trier, WI Energy

Bildquelle: WI Energy

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Photovoltaik | Solarthermie

BDEW/BSW: Solardeckel heben
[25.3.2020] In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel fordern die Verbände BSW und BDEW die Aufhebung des Förderdeckels für neue Solaranlagen. Es dürfe nicht zu einem fahrlässig herbeigeführten Ausbaustopp für Photovoltaik kommen, heißt es in dem Schreiben. mehr...
Solarstrom: Zubau droht Einbruch
[25.3.2020] Trotz entsprechendem Beschluss schafft es die Bundesregierung nicht, die Deckelung des Photovoltaik-Zubaus bei 52 Gigawatt installierter Leistung aufzuheben. Dem Solarstromzubau droht damit der Einbruch, warnt die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg. mehr...
Stadtwerke München: Bürger an Energiewende beteiligt
[9.3.2020] Mit einem PV-Projekt in Perlach haben die Stadtwerke München ihre Bürgerbeteiligung „M-Solar Sonnenbausteine" binnen weniger Tage beendet. Für das Projekt wurden 120.000 Euro bei den Münchnern eingesammelt. mehr...
120.000 Euro sammelten die SWM bei den Münchner Bürgern für einen PV-Park in Perlach ein.
GASAG: Wasserstoff fürs Eigenheim
[20.2.2020] Die Berliner GASAG will Kompetenzen für die Installation und den Betrieb von Wasserstoff-Anlagen aufbauen. Sie kooperiert dazu mit dem Unternehmen HPS, das es Eigenheimkunden ermöglicht, Sonnenenergie in Wasserstoff umzuwandeln. mehr...
Bei Familie Lügger entsteht Wasserstoff fürs Eigenheim.
Solar Cluster BW: Photovoltaik reduziert CO2-Ausstoß
[18.2.2020] Eine größere Solarstromanlage auf dem Dach vermeidet pro Jahr zehn Tonnen CO2. Das entspricht der Menge, die 800 Buchen in derselben Zeit binden würden. Das berichtet das Solar Cluster Baden-Württemberg anhand von Daten des Umweltbundesamts. mehr...
Übersicht, wie Photovoltaikanlagen den Ausstoß von Kohlendioxid vermeiden.

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 3/4 2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Photovoltaik | Solarthermie:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen