Mittwoch, 8. April 2020
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MVV Energie:
Grüne Zwanzigerjahre


[16.3.2020] Für MVV Energie ist der Klimaschutz eine zentrale Säule der Unternehmensphilosophie. Dies betonte MVV-Vorstandschef Georg Müller auf der diesjährigen Hauptversammlung des börsennotierten Mannheimer Energieunternehmens.

MVV-Vorstandschef Georg Müller: „Für die MVV bildet der Klimaschutz bereits seit Jahren die zentrale Säule unserer strategischen Ausrichtung und die Grundlage der unternehmerischen Verantwortung.“ Geht es nach MVV Energie, dann wird das gerade begonnene Jahrzehnt zu den „Grünen Zwanziger Jahren“. Auf der diesjährigen Hauptversammlung am vergangenen Freitag (13. März 2020) zog der Vorstandsvorsitzende Georg Müller dazu eine Parallele zu den Goldenen Zwanzigern des vergangenen Jahrhunderts: „Wir haben sie als Blütezeit von Kunst, Kultur und Wissenschaft in Erinnerung. Jetzt, im 21. Jahrhundert, stehen die Zwanziger für das Jahrzehnt, in dem Klimaschutz das zentrale Thema auf der Weltbühne wird und in dem Deutschland die letzten Zweifel an der Energiewende überwindet.“ Für MVV bilde der Klimaschutz bereits seit Jahren die zentrale Säule der strategischen Ausrichtung und die Grundlage der unternehmerischen Verantwortung.

Klimaneutral bis 2050

Mit der konsequenten Umsetzung der auf Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit ausgerichteten Strategie will MVV spätestens 2050 klimaneutral sein. Dafür wird MVV die Emissionen aus seinen konventionellen Erzeugungspositionen bis spätestens 2050 auf null reduzieren, den Ausbau erneuerbarer Energien weiterhin konsequent vorantreiben und die Wärmeversorgung schrittweise grün machen (wir berichteten).
Mit Blick auf die aktuelle energiepolitische Diskussion betonte der MVV-Chef die unverzichtbare Bedeutung einer sicheren, wirtschaftlichen und klimafreundlichen Energieversorgung. Deshalb müsse gerade in diesem Bereich alles daran gesetzt werden, die notwendigen Weichen in die richtige Richtung zu stellen, betonte Müller vor den Aktionären. Als Irrweg bezeichnete er das Vorhaben der Bundesregierung, die Braunkohlekraftwerke länger laufen zu lassen als von der Kohlekommission empfohlen und dafür die Steinkohle früher stillzulegen. In dem vorliegenden Entwurf des Kohleausstiegsgesetzes würden Braunkohlekraftwerke für ihre Stilllegung zudem entschädigt, während die emissionsärmere Steinkohle, insbesondere in Süddeutschland, leer ausginge.

Erleichterungen für Grüne Wärme

Diese Schieflage widerspreche den gemeinsamen Zielen des Klimaschutzes und setze sich in der Wärmeversorgung fort. Die meisten Steinkohlekraftwerke würden in hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung betrieben und spielten daher für die umweltfreundliche Fernwärme in Ballungsräumen eine zentrale Rolle. Müller sprach sich für stabile Rahmenbedingungen beim Kohleausstieg und gegen eine Benachteiligung genau der Unternehmen aus, die die Wärmewende auf die Beine stellen. Stattdessen plädierte er für Erleichterungen auf dem Weg zur Grünen Wärme. Mehr Mut und Entschlossenheit forderte der MVV-Vorstandsvorsitzende von der Energiepolitik auch beim weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien: „Wer aus Kernenergie und Kohle aussteigen will – und wir wollen und müssen das – der muss auch sagen, wo er einsteigen will. Die Antwort können nur erneuerbare Energien sein.“ (al)

https://www.mvv.de

Stichwörter: Unternehmen, MVV Energie, Politik, Klimaschutz, Kohleausstieg, Wärmewende, Kraft-Wärme-Kopplung

Bildquelle: MVV Energie AG

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