Mittwoch, 8. Juli 2020

Energieverbrauch:
Erneuerbare decken 17,1 Prozent ab


[17.3.2020] Im Jahr 2019 deckten erneuerbare Energien 17,1 Prozent des Bruttoendenergieverbrauchs in Deutschland ab. Das Gros wurde im Strommarkt durch Wind- und Solarstrom erzielt. Wärme und Verkehr hingegen stagnieren.

Erneuerbare-Anteile in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr. Erneuerbare Energien hatten 2019 einen Anteil von 17,1 Prozent am Bruttoendenergieverbrauch in Deutschland. Im Vorjahr lag der Anteil noch bei 16,5 Prozent. Damit ist das Ziel von 18 Prozent in Sichtweite, das Deutschland nach der EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie bis 2020 erreichen muss. Das geht aus aktuellen Daten des Umweltbundesamts (UBA) hervor. Die Sektoren entwickelten sich allerdings unterschiedlich: Beim Strom ist der Anteil der Erneuerbaren auf den Rekordwert von 42,1 Prozent (2018: 37,8) gestiegen. Im Wärmesektor ist der Anteil leicht gewachsen, während er im Verkehr stagnierte. „Klimaschutz geht nur mit mehr Energie aus Sonne, Wind und Wasser. Bislang wird die Energiewende aber vor allem durch den Stromsektor getrieben“, sagt UBA-Präsident Dirk Messner. „Der Wärmesektor ist hier leider, ebenso wie der Verkehrssektor, noch nicht auf dem richtigen Pfad. Der Wärmesektor ist besonders wichtig, denn er steht für rund 50 Prozent des Bruttoendenergieverbrauchs. Da Bauen und Sanieren dauert, müssen die gesetzlichen Regelungen für eine erfolgreiche Wärmewende schnell geschaffen werden, etwa im kommenden Gebäudeenergiegesetz.“
Im Wärmebereich ist der Anteil erneuerbarer Energien von 14,3 auf 14,5 Prozent gestiegen. Im Verkehrssektor verharren die erneuerbaren Energien bei 5,6 Prozent. Zwar wurde etwas mehr erneuerbare Energie produziert, gleichzeitig stieg aber auch der gesamte Energieverbrauch. Der Verkehr ist für gut ein Viertel des Gesamtenergieverbrauchs verantwortlich. In beiden Sektoren geht die Entwicklung kaum voran: Schon in den Vorjahren gab es hier nur eine geringe Steigerung des Erneuerbare-Anteils. (ur)

https://www.umweltbundesamt.de

Stichwörter: Klimaschutz, Photovoltaik, Windkraft, Wärme, UBA

Bildquelle: UBA

Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Klimaschutz

Stadtwerke Münster: CO2-Bilanz über Plattform kompensieren
[7.7.2020] Der Kampf gegen den Klimawandel steht im Fokus der neuen Strategie der Stadtwerke Münster. Mit einer Plattform zum Erfassen und Kompensieren des CO2-Ausstoßes sollen die Münsteraner auf dem Weg zum grünen Fußabdruck unterstützt werden. mehr...
Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer der Stadtwerke Münster, stellt die neue Plattform zur CO2-Kompensation vor.
KEA-BW: Neues Kompetenzzentrum Wärmewende
[3.7.2020] Die Kompetenzzentren Wärmenetze und Kraft-Wärme-Kopplung der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) verschmelzen zum Kompetenzzentrum Wärmewende. Neu im Portfolio ist die Beratung zur kommunalen Wärmeplanung. mehr...
Serie: Startklar für den Klimaschutz (Teil 2): Die Rolle der Mobilitätskonzepte
[2.7.2020] Im zweiten Teil der Serie „Startklar für den Klimaschutz“ geht es um die Mobilitätswende, eine der entscheidenden Stellschrauben im Klimaschutz. Die Serie in Zusammenarbeit mit der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) beschäftigt sich mit den wichtigsten Handlungsmöglichkeiten für Kommunen. mehr...
Radfahrern und Fußgängern Vorrecht zu gewähren und den Parkraum in der Innenstadt zu begrenzen macht das Autofahren unattraktiver.
Bayern: Modellkommunen für Klimaschutz
[23.6.2020] Der Freistaat Bayern sucht in einem Modellvorhaben im Rahmen der Klimaschutzoffensive Kommunen, die sich dem klimagerechten Städtebau verschrieben haben. mehr...
Klimaschutz: Workshops für Modellkommunen
[19.6.2020] Mit dem Klimaschutzprojekt MULTIPLY in den Bereichen Mobilität, Siedlungsentwicklung und Energie treten sieben deutsche Kommunen über unterschiedliche Lernformate in einen Dialog. Ziel ist es, Klimaschutz ressortübergreifend in der Stadt- und Quartiersplanung zu verankern. mehr...

Suchen...

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 3/4 2020
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2020
stadt+werk, Sonderheft Juni 2020

Ausgewählte Anbieter aus dem Bereich Klimaschutz:
Trianel GmbH
52070 Aachen
Trianel GmbH

Aktuelle Meldungen