Dienstag, 29. September 2020

VKU:
Zahlungsaufschübe abmildern


[26.3.2020] Der Bundestagsbeschluss zur Abmilderung der Folgen der Covid-19-Pandemie sieht vor, dass Schuldner Zahlungen aufschieben können. Laut dem Verband kommunaler Unternehmen darf dadurch aber auch die Leistungsfähigkeit der Lieferanten nicht eingeschränkt werden.

Der Bundestag hat am 25. März 2020 ein Gesetz beschlossen, das vorsieht, dass bestimmte Schuldner für einen beschränkten Zeitraum Zahlungen aufschieben können, wenn sie in existenzbedrohender Weise von der aktuellen Pandemie betroffen sind. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hat für eine gesonderte Regelung für die Versorgungswirtschaft plädiert. Jetzt müsse sichergestellt werden, dass diese Rechte zu einem Zahlungsaufschub nicht die Leistungsfähigkeit der Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung beeinträchtigen. Wenn nötig, müssten im Interesse Aller staatliche Flankierungsmaßnahmen auf den Weg gebracht werden, um die Zahlungsfähigkeit der Energieversorger gegenüber ihren Vorlieferanten sicherzustellen.
„Eine Schnell-Abfrage bei VKU-Mitgliedsunternehmen in der vergangenen Woche hatte bereits zeigt: Fast ausnahmslos werden dort gegenwärtig bei Zahlungsrückständen keine Unterbrechungen der Strom-, Gas- und Wasserversorgung in Privathaushalten und Gewerbebetrieben mehr vorgenommen“, sagt der stellvertretende VKU-Hauptgeschäftsführer Michael Wübbels. Aus VKU-Sicht sei es ein angemessenes Verhalten, dass die kommunalen Unternehmen gerade in Zeiten einer Pandemie ihre Dienstleistungen der Daseinsvorsorge den Bürgern und der Wirtschaft ohne Unterbrechung zur Verfügung stellen.
Des Weiteren sieht der Bundestagsbeschluss eine Einschränkung des insolvenzrechtlichen Anfechtungsrechts vor. So wird sichergestellt, dass die kommunalen Unternehmen auch wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen weiterversorgen können, ohne dass später Rückzahlungsansprüche drohen. (ur)

https://www.vku.de

Stichwörter: Politik, VKU, Corona, Energieversorgung



Druckversion    PDF     Link mailen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich Politik

BEE: Parlaments-Hilfe für EEG-Novelle
[25.9.2020] Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) fordert weiterhin dringend Nachbesserungen bei der Novellierung des EEG. Das betreffe insbesondere die Anlagenvergütung. mehr...
Biogasrat+: Klimaschutz braucht Biomethan
[24.9.2020] Der Biogasrat+ fordert grundlegende Verbesserungen für die Bioenergieerzeugung im EEG, damit Biomethan zum Klimaschutz beitragen kann. mehr...
PwC-Studie: EVU sind finanziell stabil
[23.9.2020] Eine aktuelle Studie von PwC zur Finanzlage der kommunalen Versorger zeigt: Der längerfristige Trend zur finanziellen Stabilisierung der Unternehmen hält an. Für die Untersuchung wurden die wichtigsten Kennzahlen aus dem Jahr 2018 analysiert. mehr...
PwC-Studie:  Der längerfristige Trend zur finanziellen Stabilisierung der Unternehmen hält an.
LEE Niedersachsen|Bremen: Neues Strommarktdesign gefordert
[16.9.2020] Die geplante EEG-Novelle belastet nach Meinung des LEE Niedersachsen|Bremen die Erneuerbare-Energien-Branche. Der Verband fordert deswegen ein neues Strommarktdesign. mehr...
EEG-Novelle: BEE fordert Nachbesserungen
[11.9.2020] Die Novellierung des EEG stößt auf viel Kritik. Auch der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) fordert drastische Nachbesserungen, insbesondere bei den Ausbauzielen für erneuerbare Energien. mehr...

Suchen...

 Anzeige

 Anzeige

 Anzeige

Aktuelle Information des Verlags


In Zeiten der Corona-Pandemie werden wir aktuelle Ausgaben von stadt+werk allen Interessierten bis auf weiteres kostenfrei digital zur Verfügung stellen. Weisen Sie bitte auch Ihre Kolleginnen und Kollegen im Homeoffice auf diese Möglichkeit hin.

Wenn Sie stadt+werk auch künftig regelmäßig als Print- und Digitalausgabe erhalten möchten, freuen wir uns über ein Abonnement.

stadt+werk, Ausgabe 9/10 2020
stadt+werk, Ausgabe 7/8 2020
stadt+werk, Sonderheft Juni 2020
stadt+werk, Ausgabe 5/6 2020

Aktuelle Meldungen